Axel Schulz (Fußballspieler)



Axel Schulz (Fußballspieler)
Spielerinformationen
Voller Name Axel Schulz
Geburtstag 20. Mai 1959
Geburtsort RostockDDR
Größe 177 cm
Position Mittelfeld
Vereine in der Jugend
1967-1978 F.C. Hansa Rostock
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1978–1993
1993–1994
F.C. Hansa Rostock
VfL Rostock
321 (51)
0
Nationalmannschaft
1976–1977
1979–1985
1984–1985
DDR-Junioren
DDR U-21
DDR-Nationalmannschaft
19 (4)
5 (0)
3 (0)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Axel Schulz (* 20. Mai 1959 in Rostock) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und -trainer. Für Hansa Rostock spielte er in der DDR-Oberliga, der 1. und in der 2. Bundesliga.

Axel Schulz wurde 1967 in die Kindermannschaft des FC Hansa Rostock aufgenommen. Anschließend durchlief er alle obligatorischen Nachwuchsmannschaften. Als Juniorenspieler gehörte er zum Kader der DDR-Junioren-Nationalmannschaft. Mit ihr bestritt er zwischen 1976 und 1977 19 Länderspiele. Von 1979 bis 1985 wurde er in fünf Länderspielen der Nachwuchsnationalmannschaft eingesetzt.

In der Saison 1976/77 spielte Schulz für Hansa in der Nachwuchsoberliga, in der er als Mittelfeldspieler 15 der 26 ausgetragenen Punktspiele bestritt. Sein Debüt in der 1. Mannschaft gab er in der Spielzeit 1977/78, als der FC Hansa nach dem Abstieg in der Vorsaison in der zweitklassigen DDR-Liga spielte. Der Abiturient Schulz bestritt 16 der 22 Punktspiele und alle acht Begegnungen in der Aufstiegsrunde zur Oberliga und wurde damit sofort zum Stammspieler. In seiner ersten Oberligasaison, 1978/79, war der 1,77 m große Mittelfeldspieler der einzige Hansa-Spieler, der alle 26 Punktspiele absolvierte. Auch in den folgenden Jahren war Schulz ein Muster an Beständigkeit. In seinen besten Jahren von 1977 bis 1987 bestritt er 94 % aller ausgetragenen Punktspiele. In den Spielzeiten 1981/82 und 1982/83 war er mit neun bzw. acht Punktspieltreffern bester Torschütze der Hanseaten, obwohl er stets im Mittelfeld eingesetzt wurde. 1981/82 und 1986/87 musste Schulz zwei weitere Spielzeiten in der DDR-Liga verbringen, nachdem Hansa zuvor jeweils aus der Oberliga abgestiegen war.

1984 wurde Schulz in den Kader der A-Nationalmannschaft aufgenommen. Am 16. Februar 1984 kam er zu seinem ersten A-Länderspiel. Beim 3:1-Sieg in Griechenland wurde er als linker Mittelfeldspieler eingesetzt. Es folgten noch zwei weitere Länderspiele am 11. August 1984 gegen Mexiko (1:1) und am 6. Februar 1985 in Ekuador (3:2-Sieg). In diesen Spielen war Schulz jeweils nur Wechselspieler. Neben diesen drei A-Länderspielen wurde er 1983 und 1984 in zwei Qualifikationsspielen der Fußballolympiaauswahl der DDR eingesetzt.

Seine letzte vollwertige Spielzeit absolvierte Schulz 1989/90, in der er in 19 Oberligapunktspielen zum Einsatz kam. In den meisten Begegnungen wurde der bisherige Mittelfeldakteur als Libero eingesetzt. Außerdem kam er in den beiden Erstrundenspielen im UEFA-Pokal gegen Banik Ostrava zum Einsatz. Hansa Rostocks erfolgreichste Saison in der DDR-Oberliga-Ära vollzog sich 1990/91, als die Ostseestädter sowohl die Meisterschaft als auch den DDR-Fußballpokal gewannen. An der Meisterschaft war Axel Schulz nur noch mit vier Punktspieleinsätzen beteiligt, im Pokalendspiel (1:0 über den Eisenhüttenstädter FC) wurde er nicht eingesetzt. Mit der Oberligameisterschaft hatte sich Hansa Rostock auch für die 1. Bundesliga qualifiziert. Hier kam Schulz nur zum Saisonende 1991/92 in acht Spielen zum Einsatz. Da die Hanseaten den Klassenerhalt nicht schafften, spielten sie in der Saison 1992/93 in der 2. Bundesliga. Dort bestritt Schulz seine letzte Saison für den FC Hansa mit neun Punktspieleinsätzen.

Nach 17 Jahren mit der 1. Mannschaft des FC Hansa Rostock hatte Schulz folgende Bilanz aufzuweisen:

  • 242 DDR-Oberligaspiele (38 Tore)
  • 62 DDR-Liga-Spiele (13)
  • 8 Spiele in der 1. Bundesliga
  • 9 Spiele in der 2. Bundesliga
  • 39 DDR-Pokalspiele (10)
  • 2 DFB-Pokalspiele
  • 2 UEFA-Pokalspiele

Zum Abtrainieren spielte Schulz 1993/94 noch eine Saison beim VfL Rostock und verhalf ihm zum Aufstieg in die damals drittklassige Oberliga Nordost. Später trainierte Schulz die Frauenmannschaft des Nachfolgevereins Polizei SV Rostock. Unter seiner Leitung stieg die Mannschaft aus der Frauenbundesliga ab. Von 1996 bis 2009 war er Pressesprecher des FC Hansa Rostock und nimmt seit der Saison 2010/2011 diese Position erneut wahr.

Literatur

  • Uwe Krüger: Hansa Rostock. Daten - Fakten - Bilder (Ostdeutsche Traditionsvereine, Bd. 2/Agon Statistics 33), Agon, Kassel 1998 ISBN 3-89609-127-1
  • Hanns Leske, Enzyklopädie des DDR-Fußballs. Die Werkstatt, Göttingen 2007, ISBN 978-3-89533-556-3
  • Horn/Weise, Lexikon des DDR-Fußballs. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2004, ISBN 3-89602-536-8
  • Baingo/Horn, Geschichte der DDR-Oberliga. Göttingen 2007, ISBN 978-3-89533-428-3
  • Uwe Nuttelmann, DDR-Oberliga. Eigenverlag 2007, ISBN 3-930814-33-1
  • DDR-Sportzeitung Deutsches Sportecho, 4. Mai 1978, Kurzbiografie

Weblinks


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