Axpo Holding
Axpo Holding AG
Logo Axpo
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 2001
Sitz Baden, Schweiz
Leitung Heinz Karrer
(CEO)
Robert Lombardini
(VR-Präsident)
Mitarbeiter 4'386 (2009/2010)
Umsatz 6,269 Mrd. CHF (2009/2010)
Branche Stromversorgung
Website www.axpo.ch
Die Axpo produziert Strom im Klöntalersee
… und im KKW Gösgen

Die Axpo Holding AG mit Hauptsitz in Baden ist ein Schweizer Energiedienstleistungskonzern.

Inhaltsverzeichnis

Unternehmen

Die Axpo-Gruppe versorgt in der Nordost- und Zentralschweiz rund 3 Millionen Menschen und mehrere tausend Industrie- und Gewerbebetriebe mit Energie und energienahen Dienstleistungen. Eigentümer der Gruppe und Anteilseigner sind die Nordostschweizer Kantone und kantonseigenen Stromversorger.

Die Axpo Holding AG erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2009/2010 einen konsolidierten Umsatz von 6,269 Milliarden Schweizer Franken und einen Gewinn von 409 Millionen Franken.[1] Die Unternehmensgruppe ist stark in der Schweiz verankert, ist jedoch auch international tätig, insbesondere im internationalen Stromhandel. Insgesamt erbrachte die Axpo-Gruppe im Geschäftsjahr 2009/2010 67'638 Millionen kWh Energie in Form von Strom und Gas, davon entfielen 20'850 Mio KWh der Energieabgabe auf das Versorgungsgebiet und 46'528 Mio KWh auf dritte Unternehmen und Handel.[1] Die Axpo Gruppe ist mit eigenen Tochtergesellschaften in mittel-, ost- und südeuropäischen sowie skandinavischen Ländern vertreten und verfügt dort auch über eigene Anlagen.

Tochterunternehmen

Die Axpo Holding hält namhafte Anteile an folgenden Unternehmen:

Aktionäre

Die Aktien der Axpo Holding sind zu 100 % in der Hand der nordostschweizerischen Kantone bzw. Kantonswerke. Im Detail sind dies:[1]

Beteiligungen an Schweizer Kernkraftwerken

Anlage NOK EGL CKW Axpo
Kernkraftwerk Beznau 100,0 % 100,0 %
Kernkraftwerk Gösgen 25,0 % 12,5 % 42,5 %
Kernkraftwerk Leibstadt 22,8 % 16,3 % 1) 13,6 % 52,7 %

1) Die CKW halten 13,57 % der Aktien am KKL, 5,43 % sind im Besitz der AEW Energie AG, die Miteigentümer der Axpo sind. Dadurch sind indirekt 58,1 % des Kernkraftwerk Leibstadt im Besitz der Axpo und Axpo-naher Gesellschaften.

Zukünftige Ausrichtung

Axpo plante bis 2011 möglichen zukünftigen Energieengpässen in der Schweiz mit dem Bau eines neuen Kernkraftwerkes entgegenzutreten. Um die laut der Axpo Holding drohende Stromlücke zu schliessen, sei der Bau von Ersatz-Kernkraftwerken "unumgänglich".

Die Energiepolitik der Schweiz sieht den Ausstieg der Schweiz aus der Atomkraft vor bis ins Jahr 2035.

Im Kanton Zürich, als grösstem Aktionär, musste die Regierung wegen des allzu offensichtlichen Drucks aus dem Parlament die Energiestrategie zurückziehen, um nicht dem Plan des Bundes zum Ausstieg aus der Kernkraft zu widersprechen. Die Städte Zürich und Winterthur hatten den Ausstieg schon beschlossen. Der neue Regierungsrat Martin Graf der Grünen Partei der Schweiz wird in den Axpo-Verwaltungsrat entsendet.[2]

Die Regierung des zweitgrössten Aktionärkantons Aargau will sich hingegen nicht so recht entscheiden. Der von den Medien mitgeteilte Atomausstieg sei ein Missverständnis. Man wolle jedoch gleichzeitig dem bundesrätlichen Kurs nicht Widersprechen.[3]

Kritik

Die Axpo war 2011 nominiert für den Public Eye Award, mit welchem Konzerne ausgezeichnet werden, welche sich laut den Initianten besonders verantwortungslos gegenüber Mensch und Umwelt verhalten. Gemäss Nominationstext ist Majak, Bezugsort der Kernkraft-Brennelemente, der "verstrahlteste Ort der Welt"[4]. Die NZZ schrieb dazu: Dass Umweltschützer besser über die Herkunft Bescheid wussten als die Axpo-Spezialisten, wirkt peinlich[5]. Die Axpo wollte die Anlage besuchen, was jedoch selbst den Inspektoren der IAEA verwehrt wird [6]. [7]

Varia

Die Axpo Holding ist Hauptsponsorin der höchsten Schweizer Fussballliga, der darum nach ihr benannten Axpo Super League.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b c Geschäftsbericht 2009/2010 der Axpo Holding AG (PDF, 5 MB), Kennzahlen auf Seite 3
  2. Kanton Zürich revidiert Energiestrategie
  3. Zickzackkurs im Aargau
  4. Nominationstext Public Eye Award
  5. NZZ vom 10. September 2010
  6. Aargauer Zeitung: nicht einmal IAEA darf Majak inspizieren
  7. NZZ: Axpo in Russland "ausgesperrt"

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