Ayas (Türkei)

Ayas (armenisch Այաս) ist ein Ortsteil des heutigen Yumurtalık in der türkischen Provinz Adana.

Geschichte

In der Antike war die Stadt unter ihrem griechischen Namen Aigeai (Αἰγέαι) bekannt und gehörte zum Ebenen Kilikien (der Pedias). Der Ort ist strategisch günstig am Golf von Issos gelegen. Der Hafen von Aigeai bot eine gute und gern genutzte Möglichkeit, nach Alexandreia ad Orontem überzusetzen. Aigeai ist vermutlich eine makedonische Gründung, benannt nach der makedonischen Hauptstadt Aigai.

Strategische Bedeutung erhielt der Ort vor allem ab dem 2. Jahrhundert n. Chr. im Zuge der Partherkriege. Gaius Iulius Caesar machte den Ort zum oppidum liberum. Hier setzt auch die caesarianische Zeitrechnung an: die Ärenrechnung in Aigeai beginnt 47 v. Chr., wohl Anfang November.

Auf ihren Münzen zeigt die Stadt häufig eine Ziege und verweist mit Asklepios-Darstellungen auf ihre Bedeutung als Kult-Zentrum. In der Spätantike wurde die Stadt Bischofssitz. Auf das Bistum geht das Titularbistum Aegeae der römisch-katholischen Kirche zurück.

Das mittelalterliche Ayas war eine wichtige Hafen- und Handelsstadt Kleinarmeniens.


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