Aylin Tezel

Aylin Tezel (* 1983 in Bünde) ist eine deutsche Schauspielerin und Tänzerin. Ab 2012 gehört sie zum Ermittlerteam des neuen WDR-Tatorts, der in Dortmund spielt[1].

Inhaltsverzeichnis

Leben

Tezels Mutter ist eine deutsche Krankenschwester, ihr Vater ein türkischer Arzt; sie wuchs in Bielefeld-Sennestadt auf. Ihre Muttersprache ist Deutsch.[2]

Seit ihrem sechsten Lebensjahr tanzt Tezel. Sie erhielt eine Tanzausbildung (klassisches Ballett, zeitgenössischer Tanz und HipHop) und absolvierte später noch eine Tanzpädagogenausbildung. Nach dem Abitur an der Hans-Ehrenberg-Schule in Bielefeld-Sennestadt, besuchte Tezel die Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin, brach ihre Ausbildung jedoch vorzeitig ab und begann Filme zu drehen. Schon vorher hatte sie, die sich bereits im Alter von 15 Jahren intensiv für das Theater zu interessieren begann, an Tanz- sowie Schauspielfortbildungen mit Lehrern wie Yoshi Oida und Royston Maldoom teilgenommen.

Erste Fernsehrollen folgten 2007. Besondere Bekanntheit erreichte Tezel Ende 2007 durch die Darstellung einer Hauptfigur in dem umstrittenen Film Wem Ehre gebührt aus der Krimi-Reihe Tatort. 2008 erschien der Kinofilm Unschuld von Andreas Morell nach Arthur Schnitzler, in dem Tezel neben Kai Wiesinger und Nadeshda Brennicke in einer Hauptrolle zu sehen ist.

2009 spielte die Schauspielerin Hauptrollen in den Kinofilmen Bis aufs Blut – Brüder auf Bewährung (First Steps Award 2010) sowie in Yasemin Şamderelis Überraschungserfolg Almanya – Willkommen in Deutschland. Der Film wurde 2011 – außer Konkurrenz – bei den 61. Internationalen Filmfestspielen Berlin aufgeführt und gewann beim Deutschen Filmpreis 2011 die Lola für das beste Drehbuch und den Deutschen Filmpreis in Silber für den Besten Film. Im gleichen Jahr war sie in der Hauptrolle der Bloch-Folge Inschallah als 17-jährige Irakerin zu sehen und drehte unter der Regie von Dietrich Brüggemann die Teamworx-Kinoproduktion Drei Zimmer, Küche, Bad.

Im ARD-Märchen "Aschenputtel" spielt Aylin Tezel die Titelrolle neben Barbara Auer als Stiefmutter. Regie führte Uwe Janson.

Filmografie (Auswahl)

Weblinks

Einzelnachweise

  1. WDR-Pressemitteilung "Dem Tatort ein Revier" http://www.wdr.de/unternehmen/presselounge/pressemitteilungen/2011/10/20111012_tatort.phtml
  2. Anke Groenewold: Aylin Tezel: Die Spielwütige. In: ne-news.de. 11. September 2010, abgerufen am 18. Juli 2011.

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