Rustam Rahimov

Rustam Rachimow (* 16. Februar 1975 in Duschanbe; eigentlich Rustamhodscha Rachimow) ist ein deutscher Amateurboxer tadschikischer Herkunft.

Rachimow begann im Alter von zwölf Jahren mit dem Boxen. 1995 setzte er sich bei der Weltmeisterschaft in Berlin von seiner Mannschaft ab und beantragte in Deutschland Asyl. Nachdem er in der Folge sieben Jahre nicht boxen durfte, wurde er 2002 eingebürgert und tritt seitdem für die deutsche Nationalstaffel an.

Deutscher Meister wurde Rachimow in den Jahren 2002 und 2003 im Federgewicht sowie 2005, 2006 und 2007 im Bantamgewicht. Bei der Weltmeisterschaft 2003 in Bangkok verlor er im Halbfinale gegen den Lokalmatadoren Somjit Jongjohor und belegte einen dritten Platz. Rachimow nahm dann für Deutschland an den Olympischen Spielen 2004 in Athen teil und gewann einen Bronzemedaille im Fliegengewicht, als er dem letztlichen Olympiasieger Yuriolkis Gamboa aus Kuba unterlag. Ein weiterer dritter Rang gelang ihm bei der Europameisterschaft 2004 in Pula.

2005 gewann er im Bantamgewicht bei der Weltmeisterschaft in Mianyang Silber. Er schlug den US-amerikanischen Jungstar Gary Russell junior, unterlag aber im Finale dem Kubaner Guillermo Rigondeaux. Bei der Militärweltmeisterschaft 2006 belegte der Sportsoldat ebenfalls den zweiten Platz. Weniger Erfolg hatte er bei der Weltmeisterschaft 2007 in Chicago, wo er bereits in der zweiten Runde gegen den Kasachen Mirschan Rachimschanow ausschied. Durch einen dritten Platz beim ersten europäischen Olympia-Qualifikationsturnier in Italien erwarb er das Recht bei den Olympischen Spielen 2008 in China im Bantamgewicht (bis 54 kg) zu starten.

Am 12. August 2008 schied Rachimow bereits in der ersten Olympia-Runde im Bantamgewicht aus. Er unterlag dem Favorit Hoorshid Tajibaev klar mit 11:2 Punkten. Rachimow war bei dieser Olympia die letzte Box-Hoffnung der Deutschen, da die anderen drei deutschen Boxer in den Tagen zuvor ebenfalls ausschieden. Kein deutscher Boxer erlangte die zweite Runde.


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