Aßling
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Aßling
Aßling
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Aßling hervorgehoben
47.992512.006111111111489
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Ebersberg
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Aßling
Höhe: 489 m ü. NN
Fläche: 31,38 km²
Einwohner:

4.299 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 137 Einwohner je km²
Postleitzahl: 85617
Vorwahl: 08092
Kfz-Kennzeichen: EBE
Gemeindeschlüssel: 09 1 75 112
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstraße 1
85617 Aßling
Webpräsenz: www.assling.de
Bürgermeister: Werner Lampl (CSU)
Lage der Gemeinde Aßling im Landkreis Ebersberg
Pliening Poing Vaterstetten Zorneding Oberpframmern Egmating Markt Schwaben Forstinning Anzing Anzinger Forst Ebersberger Forst (gemeindefreies Gebiet) Eglhartinger Forst Hohenlinden Steinhöring Frauenneuharting Emmering (Landkreis Ebersberg) Aßling Baiern (Landkreis Ebersberg) Glonn Kirchseeon Ebersberg Grafing bei München Moosach Bruck (Oberbayern) Landkreis Erding Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Rosenheim München München Landkreis München Landkreis RosenheimKarte
Über dieses Bild
Rathaus

Aßling ist eine etwa 4.300 Einwohner zählende Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Ebersberg und gehört zur Region München. Zusammen mit den Gemeinden Emmering und Frauenneuharting bildet sie die etwa 7.200 Einwohner zählende Verwaltungsgemeinschaft Aßling.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Aßling liegt im oberbayerischen Voralpenland und wird vom Flüsschen Attel durchflossen. Die Gemeinde befindet sich im Einzugsbereich der etwa 40 km entfernten Landeshauptstadt München direkt an der Bahnlinie München – Rosenheim mit eigener Bahnstation. Nach Grafing sind es nur 7 km, nach Ebersberg 11 km, nach Wasserburg am Inn 23 km und nach Rosenheim 20 km. Allerdings gibt es in der Umgebung von Aßling keine Schnell- oder Bundesstraßen.

Zur Gemarkung Aßling gehören die Orte Aßling, Lorenzenberg, Dorfen und Loitersdorf.

Eine Besonderheit ist, dass sich nördlich von Aßling der 48. nördliche Breitengrad und der 12. östliche Längengrad schneiden. Diese Stelle ist mit einem Findling markiert.

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: In Blau ein sechsspeichiges silbernes Rad, beiderseits und unten begleitet von je einer silbernen Blume mit goldenem Butzen.

Geschichte

Aßling wurde am 18. September 778 als Azzalinga erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Schwaben des Kurfürstentums Bayern. Aßling war Sitz einer Hauptmannschaft. Durch das zweite Gemeindeedikt von 1818 entstand die heutige Gemeinde mit den Teilorten Adelpolt, Ametsbichl, Aßling, Ast, Bichl, Haar, Holzen, Längholz, Langkofen, Martermühle, Niclasreuth, Obstädt, Osterwald, Pörsdorf, Pürzelberg, Rammel, Sixtenreit, Sonnenreit, Steinkirchen, Stelzenreit, Tegernau, Thaldorf und Wollwies.

Während des 2. Weltkrieges fielen auch in Aßling Bomben. Am 21. April 1945 wurden der Bahnhof, die Bahnstrecke, sowie Teile des Bahnhofsviertels bombardiert.

Am 16. Juli 1945 kam es auf der Bahnstrecke München–Rosenheim bei Aßling zu einem schweren Zugunglück. Auf einen, wegen eines Lokschadens auf der Strecke liegen gebliebenen Zug fuhr ein Güterzug auf. Es waren 102-106 Tote zu beklagen.

1978 wurde im Zuge der Gemeindegebietsreform die ehemals eigenständige Gemeinde Loitersdorf mit den Ortschaften Dorfen, Hochreit, Lorenzenberg, Loitersdorf, Ober- und Untereichhofen, Pfadendorf, Hainza, Pausmühle, Setzermühle und Siglmühle an die Gemeinde Aßling angegliedert.

Die vollständige Kanalisierung Aßlings wurde Mitte der 1960er Jahre in Angriff genommen. 1976 ging eine vollbiologische Kläranlage in Betrieb.

Am 1. Mai 1979 wurde Aßling dann schließlich zum Kleinzentrum im Sinne des Bayerischen Landesentwicklungsprogramms ernannt.

Von 1964 bis in die 1990er Jahre hinein, wurde westlich von Aßling durch die Preussag AG Erdöl gefördert. Am nahe gelegenen Bahnhof Aßling wurde eine Ölverladestation errichtet. Nach der Einstellung der Erdölförderung wurden sowohl die Ölverladestation, als auch die Förderanlagen abgerissen. Auf dem ehemaligen Fördergelände wurde ein Gewerbegebiet eingerichtet, welches heute, in Anlehnung an die Erdölförderung den Namen Am Ölfeld trägt.

Einwohnerentwicklung

Jahr - Einwohner
1840 744
1871 905
1900 960
1925 1.254
1939 1.260
1946 1.926
1961 2.101
1978 2.440
1979 3.117
1989 3.536
1999 4.031
2005 4.282
2009 4.304

Der sprunghafte Anstieg der Einwohnerzahl zwischen 1978 und 1979 ist auf die Eingemeindung der bis dahin eigenständigen Gemeinde Loitersdorf zurückzuführen.

Politik

Bürgermeister

Erster Bürgermeister ist Werner Lampl (CSU), der aufgrund des Ausscheidens seines Amtsvorgängers aus gesundheitlichen Gründen im Jahr 2004 ohne gleichzeitige Kommunalwahl gewählt wurde. Franz Hilger ist zweiter und Anton Günthner-Biller dritter Bürgermeister. Am 26. September 2010 wurde Lampl erneut zum Bürgermeister gewählt. Er erhielt 66,77 % der Stimmen, der gemeinsame Kandidat von SPD und GRÜNEN, der Landesschatzmeister der Bayrischen GRÜNEN, Benedikt Mayer erhielt 33,23 %.[2]

1. Bürgermeister der Gemeinde Aßling seit 1882

  • 1882 - 1888 : Bartholomäus Maier
  • 1888 - 1899 : Friedrich Kappelsberger
  • 1899 - 1919 : Josef Heilmann
  • 1919 - 1929 : Josef Maierbacher
  • 1929 - 1935 : Franz Heilmann
  • 1935 - 1945 : Michael Rottmayr
  • 1945 - 1948 : Leonhard Ampletzer
  • 1948 - 1960 : Gregor Mayr
  • 1960 - 1972 : Michael Rottmayr
  • 1972 - 1996 : Hans Lebmeier
  • 1996 - 2004 : Johann Kastenmüller
  • 2004 - dato : Werner Lampl

Gemeinderat

Der Gemeinderat Aßlings besteht aus 16 Sitzen, seit der letzten Gemeinderatswahl am 2. März 2008 sind die Sitze wie folgt verteilt: CSU 6 Sitze, SPD 2 Sitze, GRÜNE 2 Sitze, UNL 4 Sitze und Freie Wähler 2 Sitze.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 11, im produzierenden Gewerbe 182 und im Bereich Handel und Verkehr 122 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 159 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1.240. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 9 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 97 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1720 ha. Davon waren 480 ha Ackerfläche und 1240 ha Dauergrünfläche.

Aßling verfügt über zwei Gewerbegebiete. Das Gewerbegebiet Am Schwartlinggraben wurde in den 1980er Jahren eingerichtet. Später dann, in den 1990er Jahren, wurde das Gewerbegebiet Am Ölfeld eingerichtet.

Bildung

Im Jahr 2010 existierten folgende Einrichtungen:

  • Die Grund- und Hauptschule Aßling mit etwa 30 Lehrern und 500 Schülern.
  • Drei Kindergärten: Der Kindergarten St. Georg, der AWO Kindergarten Villa Kunterbunt und der Kindergarten Berger Spatzennest.
  • Die Musikschule VHS Ebersberg.
  • Die Gemeindebücherei, welche über einen Bestand von ca. 6.000 Büchern verfügt.

Des Weiteren ist zur Zeit der Bau einer Kindertagesstätte geplant[3].

Religionen

Neben einer katholischen existiert auch eine protestantische Gemeinde.

Die größte katholische Kirche, die St.-Georg-Kirche befindet sich im Zentrum Aßlings. Außerdem existieren in der Gemeinde Aßling noch zwei weitere Filialkirchen des Pfarrverbandes Aßling in Holzen und Niclasreuth.

Ein evangelisches Gemeindehaus befindet sich ebenfalls in Aßling.

Sehenswürdigkeiten

  • Rathaus
  • Pfarrkirche St. Georg
  • Aussichtspunkt auf dem Büchsenberg
  • Findling, welcher die Schnittstelle zwischen dem 48. nördlichen Breitengrad und dem 12. östlichen Längengrad markiert.

siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Aßling

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Sonnwendfeuer
  • Skapulierfest
  • Gemeindesportfest
  • Bürgerfest
  • Nachtflohmarkt
  • Weihnachtsmarkt

Persönlichkeiten

  • Der Schauspieler und Schlagersänger Rex Gildo (1936–1999) wohnte einige Jahre in der Gemeinde Aßling.
  • Der Maler und Architekt Franz Holper (1862–1935) lebte von 1919 bis 1924 in der Gemeinde Aßling.

Fotos

Literatur

  • Gottfried Mayr: Ebersberg - Gericht Schwaben (Historischer Atlas von Bayern, Altbayern 48), München, 1989, S. 285-287
  • Hans Lebmeier: Aßling - auf dem Weg ins 20. Jahrhundert, Aßling, 1995, S. 458-459 und S. 461-464, ISBN 3-89570-069-X
  • Verwaltungsgemeinschaft Aßling: Bürgerinformation - 3. Auflage 2003, Aßling, 2003, S. 8-13
  • Verwaltungsgemeinschaft Aßling: Bürgerinformation - 4. Auflage 2009, Aßling, 2009, S. 11-15 und S. 27

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
  2. SPD-Ortsverein Aßling
  3. Merkur-Online: Kita-Bau beginnt, abgerufen am 31. Juli 2010

Weblinks

 Commons: Aßling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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