B-ISDN
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Das schmalbandige ISDN (Schmalband-ISDN beziehungsweise S-ISDN; engl. Narrowband ISDN beziehungsweise N-ISDN) mit 64 kbit/s pro Nutzkanal sollte zu einem breitbandigen Netz, dem Breitband-ISDN oder B-ISDN ausgebaut werden. Das B-ISDN in seiner ursprünglichen Konzeption kam aber über Pilotversuche nicht hinaus. Diese Pilotversuche ermöglichten den Teilnehmern ursprünglich eine Datenübertragungsrate von maximal 155 Mbit/s, in einer nächsten Stufe waren 622 Mbit/s geplant. Die geplante Netztopologie des B-ISDN hätte ebenfalls dem ISDN entsprochen: zentrale Vermittlungsstellen in einem hierarchischen Sternnetz mit Vermaschung. Eine der ursprünglichen Grundideen war, dass auch der wachsende Verkehr des ISDN mittels Konzentratoren und Multiplexern in das B-ISDN überführt werden sollte.

Zu den wichtigsten Technologien, die das Konzept des B-ISDN ermöglichen, zählten:

Folgende Anwendungen waren zum Beispiel für das B-ISDN vorgesehen:

Als Zugangsnetz sollten – neben neu zu verlegender Glasfaserkabel – auch Techniken genutzt werden, die bestehende Telefon- und Kabelnetze nutzen. Zu diesen Technologien gehören unter anderem die folgenden:

Für die heutigen Breitbandnetze werden die Begriffe B-ISDN oder Breitband-ISDN nicht mehr verwendet. Der Hauptgrund dafür ist, dass die Netzkonzeption des B-ISDN sich als zu teuer erwies: IP-Router sind billiger als ATM-Vermittlungsstellen. Des Weiteren wäre das verbindungsorientierte B-ISDN im Vergleich zu den verbindungslosen IP-Netzen deutlich schlechter geeignet für die heute im Internet vorherrschenden Anwendungen, wie beispielsweise das World Wide Web. Die öffentlichen Breitbandnetze verwenden heute zwar ATM sowohl im Anschlussbereich als auch im Backbone-Bereich, aber nur als Transport-Infrastruktur.

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