B-Sprache

B-Sprache

Spielsprachen bzw. Sprachspiele (nicht zu verwechseln mit dem philosophischen Begriff des Sprachspiels) sind spielerische Modifikationen vorhandener Sprachen. Sie sind in vielen Regionen vor allem bei Kindern sehr beliebt und können eine positive Rolle beim Spracherwerb spielen. Aufgrund der meist sehr strengen Umformungsregeln werden sie zu den konstruierten Sprachen gerechnet.

Inhaltsverzeichnis

Gibberisch

Die Bezeichnung Gibberisch (englisch Gibberish [1]) wird vor allem für eine völlig individuelle Phantasiesprache verwendet, die mit einem Synonym auch Grammelot [2] genannt wird.

Bei dieser Form einer sprachlichen Artikulation gibt es keine Regeln, sondern es gilt das Prinzip eines von Aussagen befreiten Sprechens. Das Prinzip schafft phantastische Möglichkeiten für Einzel- und Gruppenübungen, zum Beispiel im Rahmen der Improvisation und der Entspannungstechnik. Ein Grund für den Vorzug dieser Art von Gibberisch mag sein, dass der eigentliche Sprechakt über keine kontrollierte Bindung an Inhalte verfügen muss. Die jeweiligen Akteure können sich auf das Spiel, auf die Entspannung konzentrieren.

Grüfnisch

Grüfnisch ist in der Schweiz, unter Jugendlichen und Kindern, eine weit verbreitete Spielsprache. Bei der Sprache werden die Vokallaute (a, e, i, o, u, ä, ö, ü) umgewandelt in :

  • a- anafa
  • e- enefe
  • i- inifi
  • o- onofo
  • u- unufu
  • ä- änäfä
  • ü- ünüfü
  • ö- önöfö

Ausnahme: Bei Doppelvokalen wird nur der erste verlängert (z.B. "au" => 'anafau')

Diese Sprache wird von vielen Kindern ( Senta ) auch als Geheimsprache benutzt.

Pig Latin

Im Pig Latin wird der Anfang der ersten Silbe ans Ende des Worts gesetzt und um eine Endung erweitert. Varianten hiervon im deutschen Sprachraum sind das Mattenenglisch und Kedelkloppersprook

Löffelchensprache

Eine weitere Spielsprache ist die Löffelchensprache (auch Löffelsprache). Die Regeln:

Hinter jedem Vokal und Diphthong wird ein -lef oder -lew (oder andere ähnliche Phrasen, wie z. B. -lof) + die Wiederholung des betreffenden Vokales bzw. Diphthongs gesetzt.

Beispiel: Halefallolefo! Wielefie gelefeht elefes dilefir? Milefir gelefeht elefes gulefut. Ulefund ilefich holefoffelefe, dielefie aulefauch.

( Übersetzung: Hallo! Wie geht es dir? Mir geht es gut. Und ich hoffe, dir auch. )

Räubersprache

Siehe Kalle Blomquist

Silbenverdrehung

In einigen Sprachen gibt es Spielsprachen, die darauf beruhen, dass die Silben vertauscht werden, im Französischen zum Beispiel Verlan, im argentinischen Spanisch Vesre.

B-Sprache u.ä.

In einigen Varianten von Spielsprachen, wie zum Beispiel der B-Sprache (in dieser BEBE-Sprabachebe genannt), werden Vokale verdoppelt und vorgegebene Buchstaben (hier also B) oder Silben eingefügt. Diphthonge zählen dabei entweder als einzelne Vokale oder werden zertrennt.

Beispiel: Kabannst dubu mibir sabageben, wobo dubu hibinfabahreben wibillst? (Kannst du mir sagen, wo du hinfahren willst?)

Weblinks

  • Grüfnisch Übersetzer - auf dieser Seite kann man Texte auf grüfnisch übersetzen lassen und grüfnische E-Mails versenden.
  • "Parallelnetze" - Simultanübersetzung ganzer WWW-Präsentationen in Löffelsprache, Kontrabasschinesisch und andere. Beispielübersetzung dieses Artikels
  • Löffelkonverter - eine Internetseite, die Wörter und Sätze vom Deutschen in die Löffelsprache und umgekehrt übersetzen kann
  • B-Konverter - auf dieser Internetseite gibt es den B-Sprache-Konverter

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