B.K.S. Iyengar
B. K. S. Iyengar

B. K. S. Iyengar (Belur Krishnamachar Sundararaja Iyengar; * 14. Dezember 1918 in Bellur, Karnataka) ist der Gründer des Iyengar Yoga, einer Form des Hatha Yoga. Er hat weltweite viele Schüler und Jünger und ist Autor mehrerer Yoga-Bücher. Iyengar hat die Asanas systematisch geordnet.

Inhaltsverzeichnis

Frühe Jahre

B. K. S. Iyengar wurde am 14. Dezember 1918 als elftes von dreizehn Kindern[1] geboren. Die weitverzweigte Familie Iyengar war verarmt, gehörte aber der Brahmanenkaste an. Aufgrund einer Grippe-Epidemie zum Zeitpunkt der Geburt kam Iyengar schwach und kränkelnd zur Welt. Während seiner Kindheit litt er an mehreren Krankheiten wie Malaria, Tuberkulose, Typhus sowie genereller Unterernährung. 1923 zog die Familie nach Bangalore. Sein Vater war Lehrer und starb 1927.

Mit 15 Jahren wurde er Schüler seines Schwagers, des Yogis Sri T. Krishnamacharya in Mysore und lernte dort die Asanas. Bald verbesserte sich sein Gesundheitszustand und er wurde schließlich völlig geheilt. Auf Anregung von Krishnamacharya ging Iyengar 1937 nach Pune, um dort Yoga zu lehren. In vielen Stunden täglicher Übungen und experimentellem Selbststudium verschiedener Techniken entwickelte er seinen unorthodoxen Stil. Er verbesserte seine Methoden und steigerte dadurch die Zahl seiner Schüler und seine Bekanntheit. Er verwendet Hilfsmittel wie Kissen, Stühle, Seile, Holzklötzchen usw., um die Wirkung von Asanas zu steigern oder Probleme der Ausübung aufgrund von Behinderungen zu umgehen. 1943 heiratete er in einer arrangierten Hochzeit Ramamani.

Internationale Anerkennung

1952 suchte ihn Yehudi Menuhin auf, um bei ihm Yoga zu praktizieren. Er freundete sich mit ihm an und überredete Iyengar, in London, der Schweiz, in Paris und anderen Orten zu lehren. Durch seine Demonstrationen und Kurse begegneten viele Menschen aus dem Westen dem Yoga zum ersten Mal, Yoga wurde allmählich bekannt. 1966 veröffentlichte Iyengar Light on Yoga. Es wurde in viele Sprachen übersetzt und international zum Standardwerk. Dadurch wurde Yoga international populär. Rasch wurde Hatha-Yoga die am meisten praktizierte Form des Yoga in Europa und den USA. Zu seinen Schülern gehörten unter anderem Jiddhu Krishnamurti, Aldous Huxley und die damals neunzigjährige Königin Elisabeth von Belgien.

1975 eröffnete das Ramamani Iyengar Memorial Yoga Institute in Pune, in Erinnerung an seine kurz zuvor verstorbene Frau. Er zog sich 1984 aus dem Lehrbetrieb zurück, bleibt aber weiterhin in seiner Schule sehr aktiv, lehrt spezielle Klassen und schreibt Bücher. Seine Tochter Geeta und sein Sohn Prashant sind inzwischen selbst zu international anerkannten Lehrern geworden. Gegenwärtig (2008) gibt es in 49 Ländern Yoga-Studios unter seinem Namen[2] .

Im Jahr 2002 wurde er mit dem Padma Bhushan geehrt.

Werke

  • 1966. Light on Yoga – Yoga Dipika. dtsch: Licht auf Yoga, 1969, umfassend neu bearbeitet 1993.
  • 1981. Light on Pranayama – Pranayama Dipika. dtsch: Licht auf Pranayama, 1984.
  • 1988. The Tree of Yoga – Yoga Vriksha. dtsch: Der Baum des Yoga, 1991.
  • 1993. Light on the Yoga Sutras of Patanjali - Patanjala Yoga Pridipika.
  • 2005. Light on Life. dtsch: Licht fürs Leben, 2007.

Quellen

  1. Der SPIEGEL Nr. 52/2007, S. 119
  2. Der SPIEGEL Nr. 52/2007, S. 119

Literatur

  • Wilfried Huchzermeyer: Das Yoga-Wörterbuch. Sanskrit-Begriffe, Übungsstile, Biographien. edition sawitri 2006, ISBN 3-931172-25-2
  • Wilfried Huchzermeyer (Hrsg.): Yoga Abenteuer Meditation. Die besten Artikel aus internationalen Zeitschriften. (Mit einem Beitrag über B.K.S. Iyengar). edition sawitri, ISBN 3-931172-09-0

Weblinks


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