B.M.V.-Schule Essen
B.M.V-Schule Essen
BMV-Schule Essen.jpg
Schulform Gymnasium (privates, staatlich anerkanntes, katholisches Mädchengymnasium)
Gründung 1652
Ort Essen
Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Koordinaten 51° 26′ 19,7″ N, 6° 59′ 46″ O51.4387944444446.9961138888889Koordinaten: 51° 26′ 19,7″ N, 6° 59′ 46″ O
Träger Augustiner Chorfrauen der Congregatio Beatae Mariae Virginis
Schüler etwa 1350
Lehrer 101 incl. Referendare (Stand: 2011)
Leitung Schwester M. Ulrike Michalski
Website www.bmv-essen.de
Gedenktafel am Gebäude

Die B.M.V.-Schule im Essener Stadtteil Holsterhausen ist ein staatlich anerkanntes katholisches Mädchengymnasium in der Trägerschaft der Augustiner Chorfrauen der Congregatio Beatae Mariae Virginis zu Essen. Frei übersetzt bedeutet „Beatae Mariae Virginis“ Unserer Lieben Jungfrau.

Der Orden der Augustiner Chorfrauen wurde 1597 in Lothringen gegründet und hat als Apostolat die Erziehung der (weiblichen) Jugend. Von Lothringen aus wurden in Frankreich und in vielen anderen Ländern Klöster gegründet, so auch in Deutschland. 1652 gingen drei Schwestern auf Anfrage der damaligen Fürstäbtissin Anna Salome von Salm-Reifferscheidt aus Münster nach Essen und gründeten dort in der Innenstadt das Kloster und die (Mädchen-)Schule B.M.V. 1931 zogen die Schwestern und die Schulgemeinschaft wegen Platzmangels aufgrund der stets wachsenden Schülerinnenzahl nach Essen-Holsterhausen, wo sie bis heute als Mädchengymnasium besteht.

Die Schule hat etwa 1350 Schülerinnen, die nicht nur aus dem Einzugsgebiet Essen kommen. Sie ist sechszügig angelegt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Äbtissin des Stifts Essen Anna Salome von Salm-Reifferscheidt förderte nach Ende des Dreißigjährigen Kriegs besonders das Bildungswesen im Stiftsgebiet. Um auch Mädchen Bildung zugänglich zu machen, rief sie die Augustiner-Chorfrauen, die besonders der Mädchenbildung verpflichtet sind, nach Essen, damit diese eine Mädchenschule mit angeschlossenem Pensionat für auswärtige Schülerinnen gründeten. 1652 eröffneten die Ordensfrauen dann eine höhere Schule für Mädchen, die bis ins Jahr 1830 die einzige in Essen blieb.

Von der Säkularisation aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses von 1802 wurde das Kloster ausgenommen, da es die Schule unterhielt.

Aufgrund Bismarcks Gesetzen erfolgte am 31. März 1876 die Schließung der Volksschule und der höheren Schule. Bis 1889 lebten die Nonnen im Exil in Steyl in Holland. Nach ihrer Rückkehr wurde am 1. Mai die Höhere Schule wieder eröffnet, die Volksschule blieb verboten.

1929 wurde die erste Abiturprüfung an der B.M.V.-Schule abgelegt. Ein Umzug von Kloster und Schule nach Essen-Holsterhausen, dem heutigen Standort, erfolgte 1931. Während des Zweiten Weltkrieges wurden Kloster- und Schulgebäude zerstört, bereits zuvor war 1940 der Unterricht durch das NS-Regime untersagt worden. Am 19. Oktober 1945 wurde der Unterricht im Schichtbetrieb, da nur zwei Klassenräume zugänglich waren, wieder aufgenommen.

Partnerschulen

Mit der Privatschule in Moreton Hall in England, einer privaten Internatsschule, wird ein Schüleraustausch gepflegt. In Frankreich ist die Schule Notre Dame des Oiseaux in Paris, deren Träger die Augustiner Chorfrauen sind, und in der Slowakei ist Petra Fouriera, deren Träger auch die Augustiner Chorfrauen sind, Partnerschule. Auch mit der Ursulinen-Schule Santa Ursula Maipu in Santiago de Chile wird ein regelmäßiger Austausch gepflegt.

Waldpraktikum

Alljährlich findet ein Waldpraktikum für die Schülerinnen der 7. und 8. Klassen statt. In Jugendwaldheimen Niedersachsens arbeiten die Jugendlichen in einer Woche täglich mehrere Stunden im Wald und lernen den Lebensraum kennen.

Weblinks


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