B. J. Wilson
Barrie James Wilson, 1976

Barrie James Wilson, auch bekannt als B. J. Wilson (* 18. März 1947; † 8. Oktober 1990) war ein britischer Rockmusiker.

Seine Karriere begann 1963 bei den Paramounts, denen er bis 1966 angehörte. Er wurde bekannt als Schlagzeuger der Band Procol Harum, die aus den Paramounts hervorging. Mit ihr spielte er von Sommer 1967 bis Mai 1977.

Während dieser Zeit wurde er immer wieder als Studiomusiker angefragt. Er ist zu hören auf Alben von Jody Grind, Leon Russell, Lou Reed, Frankie Miller, John Hiatt, Bob Siebenberg und Joe Cocker, zu dessen Welterfolg With A Little Help From My Friends von 1968 er den kraftvollen Auftakt beisteuerte. Bei diesen Aufnahmesessions begegnete Wilson Jimmy Page, der für seine zukünftige Band Led Zeppelin einen geeigneten Schlagzeuger suchte. Page war von Wilson zunächst so beeindruckt, dass er ihm den Job geben wollte. Wilson gab Procol Harum den Vorzug. Mit ihnen spielte er insgesamt 10 Alben ein.

Neben seinem unnachahmlichen Schlagzeugspiel beherrschte er auch die Mandoline. Es ist fast in Vergessenheit geraten, dass man ihn 1972/1973 für einige wenige Procol-Harum-Auftritte in Deutschland dieses Instrument spielen sah.

Nach der Auflösung von Procol Harum schloss er sich der Frankie-Miller-Band an und später Joe Cocker. Für einen Auftritt in Eberhard Schoener's 1. Rock meets Classic-Nacht am 12. November 1980 in München holte Gary Brooker ihn in seine Band. Ebenso verpflichtete Brooker ihn für Aufnahmen zu seinem Album Echoes In The Night im Jahr 1985. Für das einzige Gary-Brooker-Konzert im Februar 1983 in Hamburg reisten Fans von weither an in der Hoffnung, B. J. Wilson noch einmal zu sehen. Dieser Wunsch erfüllte sich nicht. Letztmalig in Deutschland konnte man ihn in der Band von Joe Cocker im Oktober 1982 erleben.

1979 siedelte er in die USA über. Dort starb er im Oktober 1990. Er wurde in Corvallis im US-Bundesstaat Oregon beigesetzt.

Seit seinem Tod trägt Gary Brooker Wilsons erklärten Lieblingssong A Salty Dog im Andenken an ihn vor. Procol Harum haben ihm das Album The Prodigal Stranger gewidmet. Joe Cocker hat sich in dem Song Another Mind Gone mitgeteilt. Leo Kottke hat auf seinem Album My Father's Face mit dem Song BJ an ihn erinnert.

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