60x90 mm
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6 × 9 (sprich sechs mal neun) ist ein Aufnahmeformat in der Fotografie, und gleichzeitig ein kleines Abzugformat.

Abzugformat

Das Abzugformat 6x9 cm war eine quasi-standardisierte Größe von Visitenkartenporträts in der Mitte der 19. Jahrhunderts; zu dieser Zeit hatten fotografische Platten typischerweise noch deutlich größere Plattenformate und die Abzüge wurden noch nicht vergrößert; das Abzugformat entspricht daher in der Regel dem Negativformat. Visitenkartenporträts wurden daher auf großformatigen Platten aufgenommen, auf die mit Hilfe einer Mehrfachoptik und einer Plattenkassette mehrere Aufnahmen belichtet wurden.

Aufteilung einer Kollodium-Nassplatte für Visitenkartenporträts um 1860

Da heute nahezu alle Filme vergrößert werden, ist das 6x9-cm-Format bei Abzügen ausgestorben; die kleinsten heute noch erhältlichen Abzüge aus dem industriellen Fotolabor haben das Format 9x13 cm.

Negativformat

Das Negativformat 6 × 9 ist das größte herkömmliche Mittelformat. Dazu wird handelsüblicher Rollfilm (120er oder 220er) verwendet. Es gibt aber auch Planfilm in 6 × 9.

Ende des 19. Jahrhunderts galt es noch als „Kleinbild“, mit entsprechend geringer Bildqualität. Als Negativformat wurde es bis in die 1960er Jahre in Klapp- und Boxkameras genutzt, die mit 120er Rollfilm arbeiteten. Bei den Boxen war es nicht üblich, Vergrößerungen von den Negativen anfertigen zu lassen, stattdessem wurden Kontaktabzüge hergestellt, deren Abmessungen denen des Negativformats entsprachen, oft mit Büttenrand auf Papier 7x10cm.

Heute ist 6 × 9 bei Mittelformatkameras selten. Es wurde weitgehend durch die kleineren Formate 4,5 × 6, 6 × 6 und 6 ×7 verdrängt, wird aber noch bei Fach- bzw. Großformatkameras mit 120er und 220er Rollfilmrückwänden verwendet.

6 × 9 ist auch das größte Format für konventionelle Filmscanner (Nikon) und Vergrößerungsgeräte (z.B. Durst).


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