BASIC Computer Spiele
Schriftzug vom Band 1

Basic-Computer-Spiele (im Original Basic Computer Games) ist eine dreiteilige Computerbuchserie des Autors David H. Ahl (dem Gründer des Computermagazins Creative Computing), die erstmals 1978 erschien. Der Inhalt besteht aus vielen Programmausdrucken (Listings) in der Programmiersprache BASIC. Basic Computer Games war das erste Computerbuch, das sich mehr als eine Million Mal verkauft hat.[1]

Inhaltsverzeichnis

Überblick

Die Bücher beinhalten Programmausdrucke in Standard Microsoft BASIC Version 4 mit Tipps zur Anpassung an systempezifische BASIC-Dialekte, sowie die jeweiligen Probedurchläufe. Die Spielprogramme können einzeln abgetippt und auf einem externen Datenträger z. B. per Datasette abgespeichert werden. Lauffähig sind sie auf den meisten Heimcomputern. Derartige Listings aus Büchern und Zeitschriften sind erheblich preiswerter als kommerzielle Einzeltitel z. B. auf Cassetten oder Modulen. Zusätzlich erhält der Programmierer einen Lerneffekt und hat die Möglichkeit der Programmanpassung.

Layout

Im Gegensatz zu anderen Büchern und Zeitschriften dieser Art wird das Buch, das etwa dem Format DIN A4 entspricht, quer gehalten. Die Listings erstrecken sich somit auf beiden Seiten, wobei diese in 2 Spalten aufgeteilt sind. Gelesen wird erst die linke Spalte auf beiden Seiten. Erstellt wurden die Programme ursprünglich auf einem KSR-43-Teletype/Fernschreiber mit 72 Zeichen Breite und einer Punktmatrix von 7×9, wurden aber mit einem TRS-80 Modell 80 per OK Microline 80 ausgedruckt. Der Ausdruck wurde dann um 64 Prozent verkleinert.

Buchreihe

  • Basic-Computer-Spiele (Basic Computer Games), 1978 mit 101 Listings ISBN 3887450094
  • Basic-Computer-Spiele Band 2 (More Basic Computer Games), 1979, 84 Spiele, ISBN 3887450108
  • Big Computer Games, 1984, 12 Spiele, ISBN 0916688402

Der erste Teil basiert auf 101 Basic Computer Games vom gleichen Autor, herausgegeben 1973 von Digital Equipment Corporation.

Zudem erschienen manche Spiele für verschiedene Systeme auch direkt auf Cassetten und Disketten.

Spieltitel

ELIZA (hier in EMACS)
Star Trek (ähnliche Version)

Die Spiele reichen von einfachen Quiz-, Karten- und Brettspielen, bis hin zu Simulationsspielen und Programmen mit Künstlicher Intelligenz.

Die Grafik, sofern vorhanden, existiert nur als ASCII-Art, damit sie auf allen Systemen lauffähig ist. Mit einigem Aufwand kann diese jedoch verbessert werden, da das entscheidende die BASIC-Routinen und Formeln sind. Berücksichtigt werden muss auch die maximale Anzahl der Spalten, die der Computer darstellen kann. Ausgegangen wird normalerweise von 40 Zeichen pro Zeile. Einige umfangreiche Spiele benötigen mehr als 5 KB RAM. Nachfolgend einige bekannte Spiele:

Bei Sportspielen und Simulationen müssen verschiedene Parameter, wie Zielrichtung, Schlägerauswahl oder Winkel eingegeben werden. Die Ausgabe erscheint als deutscher Text mit zum Teil menschlichen Kommentaren. Bei Grafikspielen wird nach jedem Spielzug die Grafik entsprechend aktualisiert.

Veröffentlichung

Die Originalausgabe erschien 1978 bei Workman Publishing (New York) für $ 7,95. Es gab drei Ausgaben für Mikrocomputer, DEC und den TRS-80 auf englisch, deutsch und französisch.

Die Erstveröffentlichung in Deutschland erschien 1982 im SYBEX Verlag zu einem Preis von 32 DM. Die Bücher sind nicht mehr lieferbar.

Fußnoten

  1. Anderson, J. J. Dave tells Ahl--the history of Creative computing. Creative Computing v. 10 (November 1984) Seite 66-8+

Weblinks


Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • BASIC-Computer-Spiele — Schriftzug vom Band 1 Basic Computer Spiele (im Original Basic Computer Games) ist eine von David H. Ahl herausgegebene Buchreihe, deren erster Titel 1973 von Digital Equipment veröffentlicht wurde. Der Inhalt besteht aus vielen… …   Deutsch Wikipedia

  • Basic Computer Spiele — Schriftzug vom Band 1 Basic Computer Spiele (im Original Basic Computer Games) ist eine dreiteilige Computerbuchserie des Autors David H. Ahl (dem Gründer des Computermagazins Creative Computing), die erstmals 1978 erschien. Der Inhalt besteht… …   Deutsch Wikipedia

  • Computer Bild — Beschreibung Deutsche Computerzeitschrift …   Deutsch Wikipedia

  • Computer-Betriebssystem — Ein Betriebssystem ist die Software, die die Verwendung (den Betrieb) eines Computers ermöglicht. Es verwaltet Betriebsmittel wie Speicher, Ein und Ausgabegeräte und steuert die Ausführung von Programmen. Betriebssystem heißt auf Englisch… …   Deutsch Wikipedia

  • Basic Input Output System — Flash ROM mit Award BIOS AMIBIOS Als Basic Input Output System (BIOS) bezeichnet man die Firmware bei x86 PCs (für andere Systeme siehe unten im Kapitel …   Deutsch Wikipedia

  • Spiele Filme Technik — Die SFT ist eine deutsche Multimedia Zeitschrift, die erstmals am 27. Oktober 2004 erschien. Die Erstausgabe verkaufte sich 500.000 mal. [1] Der Name ist eine Abkürzung für die Begriffe „Spiele“, „Filme“ und „Technik“. Behandelt werden… …   Deutsch Wikipedia

  • Amiga-Computer — Letztes offizielles Logo Der Commodore Amiga (spanisch amiga: Freundin) war ein von Mitte der 1980er bis Anfang/Mitte der 1990er weit verbreiteter Computer, der besonders in seinen Einsteigermodellen (A500 und A1200) als Heimcomputer beliebt war …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der BASIC-Dialekte — Aufgrund der seit Jahrzehnten bestehenden Popularität der Computer Programmiersprache BASIC existieren zahlreiche BASIC Implementierungen auf einer Vielzahl von Plattformen. Entsprechend den sehr unterschiedlichen Umgebungen und Einsatzzwecken… …   Deutsch Wikipedia

  • Trommeschläger Computer Service — Colour Genie, Version von 1983 mit Pegelanzeige Colour Genie mit Diskettenlaufwerk und Joysticks (2006) …   Deutsch Wikipedia

  • Colour Basic — Colour Genie, Version von 1983 mit Pegelanzeige Colour Genie mit Diskettenlaufwerk und Joysticks (2006) …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”