62. Armee (Rote Armee)

Die 62. Armee war ein Großverband der Roten Armee in der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Die 62. Armee wurde im Juli 1942 aus der 7. Reservearmee gebildet. Sie war maßgeblich an der Verteidigung Stalingrads gegen die deutsche 6. Armee beteiligt. Auf Grund der bewiesenen Standhaftigkeit in der Schlacht von Stalingrad erhielt sie den Gardetitel und ab 16. April 1943 erfolgte die Umbenennung in 8. Gardearmee. Diese Armee war auch an der Berliner Operation 1945 beteiligt. Mit dem Leninorden erhielt dieser Kampfverband die höchste sowjetische Auszeichnung.

Nach Kriegsende 1945 gehörte die 8. Gardearmee zur Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland und war überwiegend im Süden der DDR stationiert (Bezirke Halle, Leipzig und Erfurt). Sie bezeichnete sich auch hier noch im Beinamen als "Stalingrader Armee". Ihre Auflösung erfolgte im Zuge des Abzugs der russischen Streitkräfte aus Deutschland im Juli 1992.

Inhaltsverzeichnis

Oberkommando 1942-1945

62. Armee

  • Generalmajor W.Ja. Kolpaktschi (Juli–August 1942)
  • Generalleutnant A.I. Lopatin (August–10. September 1942)
  • Generalleutnant W.I. Tschuikow (10. September 1942–April 1943)

8. Gardearmee

  • Generalleutnant W.I. Tschuikow (April 1943–Mai 1945)

Gliederung 1942-1943

7. Reservearmee

Stand: 1. Juli 1942; Stawka-Reserve

  • 33. Gardeschützendivision
  • 147., 181., 184., 192., 196. Schützendivision

62. Armee

Stand: 1. Februar 1943; Donfront

  • 39. Gardeschützendivision
  • 13., 45., 95., 138., 284. Schützendivision
  • 92. Schützenbrigade
  • 156. Befestigtes Gebiet

8. Gardearmee

Stand: 1. Juli 1943; Südwestfront

  • 28. Gardeschützenkorps (39., 79., 88. Gardeschützendivison)
  • 32. Schützenkorps (259., 266., 279. Schützendivision)
  • 78. Schützendivision

Stand: 31. Dezember 1943; 3. Ukrainische Front

  • 4. Gardeschützenkorps (35., 47., 57. Gardeschützendivision)
  • 28. Gardeschützenkorps (39., 79., 88. Gardeschützendivision)
  • 29. Gardeschützenkorps (27., 74., 82. Gardeschützendivision)

Gliederung der 8. Gardearmee 1991

Der Sitz des Stabes der 8. Gardearmee befand sich in Nohra (bei Weimar).

  • 27. Garde-Mot. Schützendivision (General-Maerker-Kaserne, Halle (Saale))
    • 68. Garde-Mot. Schützenregiment (Halle)
    • 243. Garde-Mot. Schützenregiment (Halle)
    • 244. Garde-Mot. Schützenregiment (Schlotheim)
    • 28. Panzerregiment (Halle)
    • 54. Garde-Panzerartillerieregiment (Halle)
  • 39. Garde-Mot. Schützendivision (Ohrdruf)
    • 117. Garde-Mot. Schützenregiment (Meiningen)
    • 120. Garde-Mot. Schützenregiment (Ohrdruf)
    • 172. Garde-Mot. Schützenregiment (Gotha)
    • 15. Garde-Panzerregiment (Ohrdruf)
    • 87. Artillerieregiment (Gotha)
  • 57. Garde-Mot. Schützendivision (Naumburg)
    • 170. Garde-Mot. Schützenregiment (Naumburg)
    • 174. Garde-Mot. Schützenregiment (Weißenfels)
    • 241. Garde-Mot. Schützenregiment (Leipzig)
    • 57. Garde-Panzerregiment (Zeitz)
    • 128. Artillerieregiment (Zeitz)
  • 79. Garde-Panzerdivision (Jena)
    • 17. Garde-Panzerregiment (Saalfeld)
    • 65. Garde-Panzerregiment (Nohra)
    • 211. Garde-Panzerregiment (Jena)
    • 66. Garde-Mot. Schützenregiment (Nohra)
    • 172. Artillerieregiment (Rudolstadt)
    • 79. Flugabwehrregiment (Jena)

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