BBG Bootsbau Berlin GmbH

Die BBG Bootsbau Berlin GmbH aus Berlin ist neben Empacher die größte deutsche Werft für Ruderboote.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Vorläufer

Das erste Unternehmen, auf das sich die BBG zurückverfolgen lässt, wurde bereits 1890 von Claus Engelbrecht gegründet. Es wurden hauptsächlich Yachten produziert, im Zweiten Weltkrieg mussten verschiedene Boote für die Marine gebaut werden.

Nachkriegszeit

Nach dem Krieg wurden in der Werft Schuhe aus verschiedenen Kunststoffen hergestellt, da es nach dem Krieg zunächst keinen Markt mehr für Boote gab. 1949 konnte der Bootsbau wieder aufgenommen werden, wobei die in der Schuhproduktion erworbenen Erkenntnisse über verschiedene Kunststoffe hilfreich beim Entwurf von Kunststoffbooten waren. Da die BBG der erste Hersteller von solchen Boote aus Holzlaminaten war, war die Nachfrage entsprechend hoch und es mussten neue Gebäude an der Müggelspree bezogen werden, wo auch heute noch der Firmensitz ist.

DDR-Zeit

Im Jahr 1956 wurde die Werft ein volkseigener Betrieb und in VEB Yachtwerft Berlin umbenannt. Neben Ruderbooten wurden auch andere Wasserfahrzeuge hergestellt, so z.B. eine Serie von Torpedobooten der Wiesel-Klasse für die Volksmarine und einige Schnellboote für die Grenzpolizei.[1]

In den 70er Jahren wurden die sog. Komposit-Boote entwickelt, die eine große Berühmtheit erlangten und deren Markenzeichen die graue Außenhaut aus Kunststoff ist. Die Boote bestanden aus eben dieser Außenhaut, die auf ein Holzgerüst gezogen war. Fast alle Nationalmannschaften des Ostblocks fuhren äußerst erfolgreich in diesen Booten, so gewann die DDR 1976 in Montréal 9 von 13 olympischen Medaillen. In diesem Jahr wurde auch die Produktion von Vollholzbooten eingestellt.

Aufgrund der durch diese Erfolge steigende Nachfrage wurde ein Großteil der Produktion in die Staaten des Ostblocks verlagert, da die Kapazitäten knapp wurden. Der Staat förderte den Betrieb und es wurden immer bessere Boote entwickelt und getestet, in Spitzenzeiten wurden zwei Boote pro Tag produziert.

1981 wurden auch erstmals Boote in das Nichtsozialistische Wirtschaftsgebiet exportiert, vor allem in die Bundesrepublik Deutschland.

Nach der Wiedervereinigung

Nach der Wende wurde die Werft in eine GmbH umgewandelt und trägt seither den Namen BBG Bootsbau Berlin GmbH. Die Verantwortlichen entschieden, dass die Boote von nun an die Farbe Rot tragen sollten, „denn rot symbolisierte für uns Kraft, Progressivität und ein Streben die technische Entwicklung weiter voranzutreiben.“ (Zitat von der Homepage der BBG).

Einzelnachweise

  1. [1] Schiffslisten bei DDR-Binnenschiffahrt.de


Weblinks


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