BB Ge 6/6 81
Ge 4/4
BB Ge 6/6 81 vor dem Umbau zur Ge 4/4 1928
Nummerierung: BB 81 / RhB 181
Anzahl: 1
Hersteller: SLM / BBC
Baujahr(e): 1916
Ausmusterung: 1970 (nun Museumsfahrzeug)
Achsformel: C'C' (Nach Umbau B'B')
Gattung: 4
Spurweite: 1000 mm
Länge über Puffer: 13'900 mm
Gesamtradstand: 9'800 mm
Dienstmasse: 46,6 t
Höchstgeschwindigkeit: 45 km/h
Stundenleistung: (1040 PS)
Anfahrzugkraft: 14'500 kg
Treibraddurchmesser: 855 mm
Laufraddurchmesser: 280 mm (Bremsgestell)
Stromsystem: 1000 V
Stromübertragung: Stromabnehmer
Anzahl der Fahrmotoren: 4
Antrieb: elektrisch
Bremse: Vakuumbremse, elektrische Widerstandsbremse
Besonderheiten: 1929 Umbau von der Ge 6/6 zur Ge 4/4

Bei der Ge 6/6 81, handelt es sich um eine sechsachsige Elektrolokomotive der Berninabahn (BB), heute Teil der Rhätischen Bahn (RhB). Als Einzelstück, wurde sie von der Schweizerischen Lokomotivfabrik in Winterthur mit elektrischer Ausrüstung von Brown Boweri &Cie hergestellt, und 1916 abgeliefert. Als schmalspurige Elektrolokomotive mit sechs angetriebenen Achsen, erhielt sie die Bauartbezeichnung Ge 6/6.

Geschichte der Ge 6/6

Die damals rasche Verkehrszunahme verlangte nach einer eigenen Lokomotive für den schweren Verkehr. Mit einem Gewicht von 45 Tonnen, verteilt auf ursprünglich 6 Antriebsachsen und zwei kleinen Achsen für den Hilfsrahmen des Bremsgestells, beinhaltend die elektromagnetische Schienenbremse, galt sie damals als stärkste meterspurige Lokomotive Europas. Die dreiachsigen Drehgestelle mit dem Stangenantrieb bewährten sich nicht und verursachten verschiedene auf die Dauer unhaltbare Störungen. So ist der Bruch von Triebstangen nachgewiesen. Eine dieser Triebstangen durchschlug dabei sogar das Dach.

Umbau zur Ge 4/4 181

Die RhB Ge 4/4 181 bei der BC (Zustand Frühling 2008)

Ein Umbau im Jahre 1929 von der Achsfolge C’C’ auf die Achsfolge B’B’ durch Ausbau der mittleren Achse , das Absenken der Triebmotoren und der Einbau von neuen Antriebsstangen liess die Störungen nachhaltig verschwinden. Gleichzeitig konnte die Leistung von 960 auf 1040 PS gesteigert werden, dies unter Absenkung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 auf 45 km/h.

Der Bremswagen mit den Magnetschienenbremsen

Als Besonderheit besitzt die Lokomotive einen mit zwei Achsen ausgerüsteten Hilfsrahmen für die aus der Fahrleitung gespeiste elektromagnetische Schienenbremse. Infolge dieses Hilfsrahmens hat die Lokomotive korrekterweise die Achsfolge B’2’B’ ursprünglich C’2’C’. Dies, wie auch ein kleines Gepäckabteil, wurde bei der offiziellen Bezeichnung der Lokomotive nie berücksichtigt. Korrekterweise müsste diese Lokomotive heute als GDe 4/6 bezeichnet werden.

Unter der Rhätischen Bahn (RhB), die Berninabahn (BB) wurde 1943 in die Rhätische Bahn integriert, erhielt die Lokomotive die Nummer 181. 1970 wurde die Lokomotive ausgemustert und kam zur Museumsbahn Blonay-Chamby wo sie anfänglich regelmässig eingesetzt wurde. Infolge eines Schadens an der elektrischen Ausrüstung 1990 verfiel die Lokomotive in den Hallen der Museumsbahn in einen Dornröschenschlaf. Erst im Jahre 2008 wurde die Lokomotive, dank eines grosszügigen Sponsors so weit aufgearbeitet, dass sie wieder eingesetzt werden könnte.


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