BBÖ 478
BBÖ 478 / ÖBB 392
Museumslok 392.2530 der ÖGEG in Selzthal
Nummerierung: BBÖ 478.01–50,
ÖBB 392.2501–2550 (mit Lücken)
Anzahl: BBÖ: 50
ÖBB: 43
Hersteller: Floridsdorf (5), Wr. Neustadt (40), StEG (5),
Baujahr(e): 1926–1927
Ausmusterung: 1972
Achsformel: Dh2t
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Länge über Puffer: 11,170 m
Höhe: 4,399 m
Fester Radstand: 4.200 mm
Gesamtradstand: 4.200 mm
Dienstmasse: 64,0 t
Reibungsmasse: 64,0 t
Höchstgeschwindigkeit: 40 km/h
Treibraddurchmesser: 1.140 mm
Steuerungsart: Lentz-Ventilsteuerung
Zylinderanzahl: 2
Zylinderdurchmesser: 530 mm
Kolbenhub: 570 mm
Kesselüberdruck: 14,0 atm
Anzahl der Heizrohre: 109
Heizrohrlänge: 4,500 m
Rostfläche: 2,00 m²
Strahlungsheizfläche: 9,7 m²
Rohrheizfläche: 101,1 m² (feuerberührt)
Überhitzerfläche: 30,25 m²
Verdampfungsheizfläche: 110,8 m² (feuerberührt)
Wasservorrat: 10 m³
Brennstoffvorrat: 2,5 t
Lokbremse: Dampfbremse

Die Dampflokomotivreihe BBÖ 478 war eine Verschub-Tenderlokomotivreihe der Österreichischen Bundesbahn (BBÖ).

Es war in Österreich allgemein üblich, Schlepptenderlokomotiven, die für den Streckendienst zu schwach geworden waren, im Verschub einzusetzen. In den 1920er-Jahren sah sich die BBÖ allerdings einem massiven Mangel an Verschublokomotiven gegenüber, da die bisher verwendeten Lokomotiven stark überaltert waren. Man versuchte durch den Kauf von Schweizer Lokomotiven (Reihen BBÖ 130, BBÖ 279 und BBÖ 379), den Mangel hintanzuhalten. Es war jedoch klar, dass die vernünftigste Lösung war, eigene neue Verschublokomotiven anzuschaffen.

Da sich zur selben Zeit die Nebenbahnlokomotive 378 in Entwicklung befand, wollte man unter Übereinstimmung möglichst vieler Bauteile die Verschublokomotivreihe ähnlich dieser gestalten. Unter Wegfall der Laufachsen entstand so die Reihe 478. Außer den dadurch bedingten Änderungen am Rahmen, erhielten die 478er etwas vergrößerte Zylinderdurchmesser, sonst waren die beiden Reihen praktisch gleich.

Wie auch bei den 378ern ging die Reihe 478 ohne Probelokomotive sofort in Serienfertigung. Die BBÖ nahm insgesamt 50 Stück in ihren Bestand auf. Sie wurden zunächst in Wien Westbahnhof, Wiener Neustadt und Villach eingesetzt, später in fast allen größeren Bahnhöfen. Einige erhielten in den 1930er-Jahren geschweißte Wasserkästen zur besseren Dichthaltung.

1938 übernahm sie die Deutsche Reichsbahn zunächst als 92.2301–2350. Sie wurden aber bald in 92.2501–2550 umgezeichnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg blieben der ÖBB noch 43 Stück, denen sie unter Beibehaltung der Ordnungsnummern die Reihennummer 392 zuwies. Die letzten 392er waren bis 1972 im Bestand der ÖBB.

Erhalten blieben die 392.2510 und die 392.2530; beide sind Eigentum der ÖGEG.

Die Wolfsegg-Traunthaler Kohlenwerks AG beschaffte 1941 eine ähnliche Maschine, die 1959 einen Giesl-Ejektor, Siederohrdrosselung und Mikro-Funkenfänger erhielt. Sie wurde 1974 ausgemustert.

Literatur

  • Helmut Griebl, Josef-Otto Slezak, Hans Sternhart, BBÖ Lokomotiv-Chronik 1923–1938, Verlag Slezak, Wien, 1985, ISBN 3-85416-026-7
  • Heribert Schröpfer: Triebfahrzeuge österreichischer Eisenbahnen - Dampflokomotiven BBÖ und ÖBB, alba, Düsseldorf, 1989, ISBN 3-87094-110-3
  • Dieter Zoubek - Erhaltene Dampflokomotiven in und aus Österreich, Eigenverlag, 2004, ISBN 3-200-00174-7

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