BF2
Battlefield 2
Battlefield 2
Entwickler: DICE Schweden
Verleger: EA
Publikation: 23. Juni 2005
Plattform(en): PC (Windows XP, Windows Vista)
Genre: Taktik-Shooter
Spielmodi: Einzelspieler (begrenzt), Mehrspieler (Internet und LAN)
Steuerung: Maus, Tastatur, Joystick (optional, bessere Steuerung in Flugzeugen)
Systemminima: Windows XP (32bit Version), 1,7 GHz Prozessor, 512 MB RAM, Grafikkarte mit 128 MB RAM und ShaderModell 1.4, 2,3 GB Festplattenplatz, DirectX Version 9.0c
Medien: 1 DVD oder 3 CDs (nur USA)
Sprache: Deutsch
Kopierschutz: SafeDisc 4.5
Altersfreigabe: PEGI:
PEGI-Einstufung: 16+


USK:
Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG USK
Information: Kein offizieller Support für Windows 2000, läuft aber teilweise auch; inoffizieller Patch für Grafikkarten mit ShaderModell 1.3 im Netz verfügbar;
Aktuelle Version: 1.41

Battlefield 2 ist der dritte Titel der Computerspieleserie Battlefield und ist am 23. Juni 2005 erschienen. Es gehört zum Ego- und Taktik-Shooter-Genre. Die Vorgängerspiele waren Battlefield 1942 und Battlefield Vietnam. Die Ziffer 2 im Titel steht für den zweiten Teil der Reihe, der von DICE Schweden entwickelt wurde (Battlefield Vietnam wurde von DICE Kanada entwickelt).

Die Grafikengine wurde stark überarbeitet und weiterentwickelt.

Inhaltsverzeichnis

Spielprinzip

Battlefield 2 spielt hauptsächlich im Nahen und fernen Osten der Gegenwart, im Boosterpack „Armored Fury“ wurde die Handlung auf den amerikanischen Kontinent verlegt. Der Boosterpack „Euro Force“ bezieht die europäische Union in das fiktive Kriegsgeschehen im Nahen Osten mit ein. Das Spiel besitzt eine modernere Grafik als die anderen Teile der Battlefield-Reihe und es wird mehr Wert auf Strategie und Teamwork gelegt. Battlefield 2 handelt vom Kampf dreier Kriegsparteien (die USA mit dem USMC, China mit der PLA, und eine fiktive Koalition des Nahen Ostens, die Middle Eastern Coalition (kurz MEC), die mit modernen Waffensystemen wie z. B. dem M1A2 oder der SU-34 gegeneinander kämpfen. Dabei können wieder bis zu 64 Spieler auf 13 Karten gegeneinander antreten, die jeweils in einer 16-, 32- und 64-Spieler-Variante verfügbar sind. Die 13. Karte „Wake Island 2007“ ist mit dem Patch 1.3 hinzugekommen, und entspricht geographisch gesehen der gleichnamigen Karte „Wake Island“ aus Battlefield 1942 (und dessen Multiplayerdemo). Des Weiteren gibt es seit dem Patch 1.4 die 14. Karte „Road to Jalalabad“. Unabhängig von den Patches erschien im Juni 2007 die 15. Karte mit dem Namen „Highway Tampa“.

Wichtige Neuerungen

  • Der Commander-Modus
  • Das Squad-System
  • Die Kommunikations-Schnellauswahl (Commo-Rose)
  • Das Ranking-System
  • VoIP

Auch Battlefield 2 enthält das Anti-Cheat-Tool PunkBuster.

Commandermodus und Squadsystem

Eine der wichtigen Neuerungen gegenüber den Vorgängern ist der Posten des Commanders. Dabei können sich Spieler zu Beginn der Runde als Commander bewerben; derjenige Bewerber mit dem höchsten militärischen Dienstgrad besetzt den Posten (siehe Statistiken). Der Commander kann weiterhin aktiv am Spielgeschehen teilnehmen, jedoch stehen ihm auch eine Menge zusätzlicher Funktionen zur Verfügung. So kann er z. B. andere Spieler (nur Squadleader, s. u.) auf einer Übersichtskarte zu einem Einsatzpunkt dirigieren oder ihnen Befehle erteilen, die diese dann an ihre Squadmember weitergeben können. Außerdem kann der Commander eine Aufklärungsdrohne (engl. UAV: Unmanned Aerial Vehicle, auf deutsch „Unbemanntes Luftfahrzeug“) starten, die einen Bereich des Schlachtfeldes für einige Sekunden überwacht und die Position von Gegnern allen Spielern des eigenen Teams anzeigt. Weiterhin kann der Commander Versorgungskisten (und seit Version 1.3 auch Fahrzeuge) per Fallschirm abwerfen, an denen andere Spieler sich heilen und ihre Munition auffüllen können. Zudem hat der Commander die Möglichkeit, in bestimmten Zeitabständen jeden beliebigen Punkt auf der Karte durch Artillerie unter Beschuss zu nehmen. Dem Commander ist es auch möglich, jeden einzelnen Punkt der Karte genau zu beobachten und die Übersichtskarte soweit zu zoomen, dass er seine Mitstreiter vor einzelnen feindlichen Soldaten warnen kann. Des Weiteren hat er die Möglichkeit, die Karte komplett nach Gegnern zu scannen und deren Positionen seinem Team mitzuteilen. Die gegnerischen Mitspieler können jedoch die Handlungsfreiheit des Commanders einschränken, indem sie seine Radarstation, seinen UAV-Trailer oder seine Artilleriegeschütze zerstören.

Ein Squad ist ein kleinerer Verband innerhalb eines Teams, dass aus bis zu 6 Spielern besteht (ein Squadleader und bis zu fünf Squadmember). Dabei kann nur der Squadleader direkt mit dem Commander kommunizieren (z. B. kann er Befehle anfordern oder vom Commander eine der o. g. Commanderfunktionen anfordern). Auch kann er seinen Squadmembern Befehle erteilen (z. B. „Hier Angreifen!“, „An diese Position vorrücken!“ oder „Hier reparieren!“). Zusätzlich dient er als mobiler Einstiegspunkt für seine Squadmember. Dies ist jedoch nur möglich, solange das Team mind. eine Flagge unter Kontrolle hat. Aus taktischen Gründen bleibt so der Squad Leader zumeist versteckt und lässt die Squadmember für sich arbeiten. Der Squadleader hat die Möglichkeit, andere Mitspieler in sein Squad einzuladen oder auch wieder aus dem Squad zu entfernen.

Ein Spieler wird Squadmember, sobald er in das Squad eines Squadleaders eintritt. Nun hat er die Möglichkeit, mit den anderen Squad-Mitgliedern zu kommunizieren und im Falle des Ablebens wieder beim Squadleader einzusteigen. Nach dem sogenannten Spawn (Neueinstieg) orientiert sich der Squadmember nach seinem Squadleader.

Dieses Squadsystem trägt zur stärkeren Ausrichtung des Spiels auf Teamwork und Strategie bei, da diese Squads als kleine Gruppen effektiv und unabhängig voneinander im Gefecht operieren können. Somit kann der Spieler wesentlich effektiver kämpfen, wenn er nicht allein, sondern im Verbund vorgeht.

Die letzte Möglichkeit zu spielen ist der Einsame Wolf (Lone Wolf). Diese Spieler gehören keinem Squad an. So können sie selbstständig agieren und beispielsweise die Ausrüstung des feindlichen Commanders sabotieren. Oft wählen Scharfschützen diese Möglichkeit, um zu verhindern, dass sie in ihrem Versteck durch Squad-Mitglieder enttarnt werden.

Weitere Neuerungen

Das sogenannte „Commo-Rose“ dient zur nonverbalen Kommunikation. Per Knopfdruck wird ein(e) voreingestellter Befehl oder Aussage abgespielt. Mitspieler können so beispielsweise über feindliche Aktivitäten informiert werden.

Mit den Statistiken werden nun alle Aktionen eines Spielers auf einem Zentral-Server gespeichert, die auf einem offiziellen Ranked-Server vorgenommen werden. Somit kann man jederzeit Daten wie Spielzeit, Kills, Zeit auf bestimmten Karten u. v. a. im Internet ansehen. Außerdem wird man mit Erreichen von bestimmten Punktzahlen (Global Score) befördert. Ein höherer Rang gewährt dem Spieler auch Vortritt bei der Auswahl des Commander zu Beginn einer Spielrunde. Zudem kann man beim Erreichen eines höheren Ranges neue Waffen für eine bestimmte Klasse freischalten. Diese können auch je nach Severeinstellung („Global Unlocks“) auf Online- und LAN-Servern genutzt werden (im Singleplayer kann man jedoch nicht mit freigeschalteten Waffen spielen). Durch verschiedene Tätigkeiten, z. B. dem Absolvieren einer bestimmten Spielzeit, ist es möglich, verschiedene Auszeichnungen zu erwerben. Diese Auszeichnungen (Medaillen, Ribbons, Abzeichen) sind, wie die verfügbaren Ränge, echten militärischen Dienstgraden und Auszeichnungen nachempfunden. Dieses System der Beförderungen erzeugt Konkurrenz zwischen den Spielern, die über die einzelnen Runden hinausgeht, und ist somit für den Reiz des Spieles mitverantwortlich.

Das Spiel verfügt zudem über VoIP, eine eingebaute Funktion zur Kommunikation der Spieler untereinander (ähnlich Teamspeak). So können selbst Gelegenheitsspieler miteinander Strategien absprechen oder um Hilfe rufen - Mikrofon vorausgesetzt - ohne weitere Programme installieren zu müssen. Damit nicht jeder einzelne Spieler von z. B. Gesprächen in anderen Sprachen abgelenkt wird, hat die Sprachfunktion folgende Beschränkungen:

  • Squadlose Spieler können mit niemandem reden.
  • Spieler eines Squads können sich nur mit ihrem Squad unterhalten.
  • Squadleader können sowohl mit ihrem Squad als auch mit dem Commander sprechen.
  • Der Commander kann nur mit Squadleadern reden.

Klassensystem

Bei Battlefield 2 gibt es - wie in Battlefield 1942 - das Klassensystem. Soldaten werden dazu in Aufgabenkategorien eingeteilt.

Hier gibt es in jedem Team die gleichen Klassen. Sie sind jedoch durch unterschiedliche Waffen gekennzeichnet (im niedrigsten Rang kann man keine Waffe freischalten). So kommt es, dass sich die Soldaten in unterschiedlichen Teams auch durch ihre Waffen unterscheiden. Diese sind jedoch so balanciert, dass die gleiche Klasse in allen Teams dieselbe Durchschlagskraft besitzt.

Klassen in Battlefield 2

Special Forces

Die Special Forces (sogenannte „Spec Ops“ für Special Operations) operieren eher im Hintergrund und sind nicht für den Einsatz an vorderster Front gedacht. Durch fehlende Rüstung können sie auch über längere Strecken sprinten. Dadurch sind sie aber gegenüber stärker gepanzerten Einheiten oder gar Fahrzeugen eher hilflos. Sie besitzen zwar ein äußerst präzises Gewehr als Primärwaffe, aber ihre tatsächliche Zerstörungskraft liegt im C4. Dadurch lassen sich feindliche Stützpunkte bei Bedarf sprengen, hauptsächlich ist das C4 aber für die Zerstörung strategisch wichtiger Punkte vorgesehen. Dazu gehören vorrangig das UAV-Fahrzeug, die Artillerie oder das Radar des Feindes, aber auch Brücken und Fahrzeuge können somit effektiv zerstört werden. Er kann von überall auf der Karte die Sprengladungen mit seinem Fernzünder zur Detonation bringen - vorausgesetzt, er ist in der Zwischenzeit nicht gestorben. Wenn er stirbt, können Team-Mitglieder oder auch Feinde seine Ausrüstung aufheben und die Sprengsätze zur Explosion bringen.

Scharfschütze

Auch dem Scharfschützen (engl. Sniper) ist eine Rolle im Hintergrund zugedacht. Dazu besitzt er einen Ghillie Suit, der ihn zusammen mit Pflanzen (Gräsern, Bäumen und Sträuchern) in seiner Umgebung schwer erkennbar macht, um so möglichst unentdeckt zu bleiben. Er soll nicht nur feindliche Infanterie-Einheiten aus der Ferne ausschalten, sondern auch feindliche Fahrzeuge „sichten“ und sie an seine Kameraden durchfunken. Taktisch wichtige Punkte wie zum Beispiel Kontrollpunkte kann er zusätzlich mit 2 Claymore-Anti-Personen-Minen gegen Infanteristen absichern. Da er wie die Special-Forces-Klasse schwach gepanzert ist, kann er zwar länger sprinten, ist aber im Nahkampf stärkeren Einheiten unterlegen.

Sturmsoldat

Der Sturmsoldat ist die eigentliche Kampfeinheit im Spiel. Sie ist mit einer starken Rüstung ausgestattet, hat aber außer der üblichen Ausrüstung (Messer, Pistole und Granaten) kein nennenswertes Waffen-Zubehör, bis auf Blend- oder Rauchgranaten und einen integrierten Granatwerfer, welcher beim Volltreffer die gegnerische Einheit sofort tötet.

Versorgungssoldat

Da es im Gegensatz zu den Vorgängern keine fest installierten und unzerstörbaren Munitionskisten mehr gibt, wurde dem Versorgungssoldaten (engl. Supply) die Rolle des Munitionsnachschubs zugedacht. Dazu besitzt er Munitionspakete (engl. Ammo-Packs), die er seinen Kameraden zuwerfen kann und sie und sich selbst dadurch wieder aufmunitionieren kann oder sich in einem Fahrzeug befindet und Teammitglieder in der näheren Umgebung mit Munition versorgen kann. Er kann die Pakete auch in der Gegend verteilen. Läuft ein Spieler darüber, wird sein Munitionsvorrat wieder komplett aufgefüllt. Dabei spielt es keine Rolle, welcher Klasse der Kamerad angehört. Für das Aufmunitionieren erhält derjenige, der das Ammo-Pack ausgelegt hat, einen Teampunkt.

Weil der Versorgungssoldat auch an der Front seine Teammitglieder mit Munition versorgen muss, ist er mit einer starken Panzerung, sowie einem leichten Maschinengewehr ausgestattet, durch die er beim Sprinten und Springen allerdings schneller an Kraft verliert.

Pionier

Der Pionier ist mit seinem Schraubenschlüssel für Reparaturen an zerstörbaren Objekten zuständig: egal, ob Fahrzeuge, Brücken, Artillerie-Geschütze, Radar- oder UAV-Wagen. Durch die Reparatur an diesen Objekten erhält der Pionier abhängig vom Reparaturumfang einen Teampunkt. Diesen erhält er jedoch nur, wenn es sich um ein eigenes Fahrzeug oder eigene Commander-Mittel handelt. Für das Reparieren von neutralen Objekten (dazu gehören unter anderem zerstörte Brücken und unbemannte Fahrzeuge) gibt es keine Reparaturpunkte. Je mehr Pioniere an einem Objekt reparieren, desto weniger Zeit wird zum Reparieren benötigt. Sitzt ein Pionier in einem Fahrzeug, werden beschädigte Objekte und andere Fahrzeuge in der Nähe automatisch repariert.

Ebenso wichtig ist das Auslegen von Panzerabwehr-Minen (engl. AT-Mines, Anti-Tank-Mines). Dazu kann er die Minen auf den Boden legen. Fährt ein Fahrzeug darüber, wird es samt Insassen in die Luft gesprengt und dabei eliminiert. Sinnvoll zum „Sperren“ bestimmter Zufahrten. Infanteristen können diese Minen nicht auslösen.

Der Pionier kann Minen (egal ob feindliche oder eigene) jeglicher Art (dazu gehören auch die vom Scharfschützen gelegten Claymores) auch wieder räumen, indem er sie mit dem Schraubenschlüssel beseitigt.

Allerdings muss der Pionier aufgrund seiner fehlenden Panzerung aufpassen, dass er von seinem Team gut geschützt wird.

Sanitäter

Wie auch in Battlefield 1942 ist der Sanitäter (engl. Medic) in Battlefield 2 wieder mit von der Partie. Er bekommt durch den Defibrillator allerdings ein sehr mächtiges Zubehör mit auf den Weg: er kann schwer verletzte Kameraden wieder reanimieren. In den meisten Fällen werden Kameraden durch Geschosse „nur“ kritisch verwundet und sterben „erst“ nach 15 Sekunden (vom Server festgelegte Zeit - auf einem Ranked-Server: 15 Sekunden). Das ist das Zeitfenster für den Sanitäter, um zum Verwundeten zu eilen und ihn mit Hilfe des Defibrillators wieder zu beleben. Gelingt dies, hat der Reanimierte wieder volle Gesundheitspunkte und kann weiterkämpfen. Der Sanitäter bekommt dafür zwei Teampunkte.

Gewisse Umstände führen allerdings zum sofortigen Ableben des Soldaten, sodass er nicht mehr reanimiert werden kann - er ist dann eliminiert (was dem Spieler auch angezeigt wird): direkter Treffer durch Artillerie, Panzer- oder Panzerabwehrgeschoss, wenn er in einem Fahrzeug gestorben ist, sich beim Ableben gerade an einer stationären Abwehrstellung oder auf einer Leiter befunden hat. Granaten können Spieler bei einem Treffer nicht eliminieren. Explodieren allerdings mehrere Granaten in unmittelbarer Nähe eines schwer verwundeten Soldaten, so führt das zu seiner Eliminierung und er kann nicht mehr reanimiert werden.

Ebenso kann der Sanitäter in einem Fahrzeug Teammitglieder in der näheren Umgebung heilen oder Medipacks verteilen. Die Spieler, die darüberlaufen, werden komplett geheilt. Dadurch erhält der Sanitäter den Vorstoß seiner Truppen am Leben und bekommt nebenbei noch einen Teampunkt. Er kann sich ebenfalls selbst heilen, weswegen der Sanitäter eine gern gewählte Klasse ist.

Der Sanitäter sollte ebenso nicht im unmittelbaren Fronteinsatz eingesetzt werden, da er ebenso schwach gepanzert ist wie der Pionier, der Scharfschütze oder der Spec-Ops.

Die Community kritisiert oft die erhebliche Stärke des Sanitäters. Dieser ist mit den Waffen Messer, Pistole, Granaten, starken und sehr präzisen Sturmgewehren, sowie Defibrillator (der auch als Waffe eingesetzt werden kann, eine erstaunlich große Reichweite aufweist und bei Treffer zum sofortigen Ableben des Opfers führt), was ihn schon mal zu einem sehr gefährlichen Gegner macht. Die schwächere Panzerung gegenüber gewissen anderen Klassen wird durch die Fähigkeit sich selbst zu heilen mehr als wett gemacht und mit dem Defibrilator kann er die gefallenen Kameraden schnell wieder ins Leben zurückrufen und sich so in kurzer Zeit eine ansehnliche Unterstützung sichern. Außerdem verfügt er über eine große Ausdauer, d. h. er kann länger sprinten als z. B. der Sturmsoldat.

Panzerabwehrschütze

Der Panzerabwehrschütze ist die einzige Klasse, die Panzern, Transportpanzern und leichten Transportfahrzeugen wie Jeeps durch tragbarem Raketenwerfer und seiner schweren Panzerung aktiv gefährlich werden kann. Die abgefeuerten Raketen können bis zum Einschlag durch einen Lenkdraht zielgenau gesteuert werden, sodass sich auch bewegte Objekte treffen lassen. Benutzt der Schütze dabei den Zoom, ertönt bei dem anvisierten Fahrzeug ein Warnton, sodass der Fahrer Gegenmaßnahmen ergreifen kann - zum Beispiel kann der Fahrer eines Panzerfahrzeugs Nebelbatterien abfeuern, um das Zielen zu erschweren und sich gegebenenfalls zurückzuziehen.

Im Gegensatz zu anderen Ego-Shootern besitzt der Raketenwerfer einen sehr geringen Streuschaden, sodass der Raketenwerfer präzise gezielt eingesetzt werden muss.

Gegen Infanterie kann sich der Panzerabwehrschütze mit einer leichten Maschinenpistole oder einer freischaltbaren Schrotflinte zur Wehr setzen.

Patches

Nach dem letzten Patch vom 17. November 2006 trägt das Spiel die Versionsnummer 1.41.

Zuvor wurde am 5. September 2006 der Patch 1.4 veröffentlicht, der zahlreiche Bugs beseitigte und mit „Road to Jalalabad“ eine weitere Ranked-Zusatzkarte präsentiert wurde. Die größte Neuerung ist der sogenannte „Infantry-Only-Modus“. Diese Serveroption lässt alle Fahrzeuge (mit Ausnahme von Booten) vom Schlachtfeld verschwinden, so dass die Soldaten nur noch „zu Fuß“ unterwegs sein können. Allerdings wird dieser Modus in der Community auch kritisiert, da er das für die Battlefield-Reihe typische Element der Fahrzeuge entfernt.

Zuvor erfuhr der im Mai erschienene Patch mit der Versionsnummer 1.3 harte Kritik, da er zu häufigen Serverabstürzen führte. Als wesentliche Neuerungen brachte Patch 1.3 mit sich:

  • Den Spielmodus COOP; eine Mischung aus Single- und Multiplayer, bei der die menschlichen Spieler von computergesteuerten Spielern unterstützt werden.
  • Die Verhinderung des so genannten Squad-Hopping: Spieler können ihre Squadzugehörigkeit nun nur noch ändern, solange sie am Leben sind.
  • Den Fallschirmabwurf von Jeeps durch den Commander, ähnlich wie die Versorgungsgüterfunktion.

Am 28. Juni 2007 veröffentlichte DICE/EA eine neue offizielle Ranked-Karte die den Namen „Highway Tampa“ trägt.

Am 23. Juni 2008 ließ DICE zum dreijährigen Jubiläum des Spiels und zum Verkaufsstart des Spiels Bad Company mitteilen, dass an einem neuen Update mit vorhergehender Open-Beta-Phase, gearbeitet wird.[1]

Modifikationen

Für Battlefield 2 sind eine Vielzahl von kostenlosen und nicht offiziellen Modifikationen veröffentlicht worden. Erstellt wurden die Inhalte von der BF2-Community, die auch 2009 noch fleißig entwickelt. Diese Mods beinhalten oftmals komplett neue Szenarien, Armeen oder Zeitalter. Es gibt sowohl einfache Veränderungen des Originalspiels, bis hin zu komplett neuen Inhalten.

Add-ons

Logo von Special Forces

Im November 2005 erschien das erste Add-on namens Special Forces. Dieses wurde vom später aufgelösten Studio DICE-Kanada entwickelt, während für Battlefield 2 das Mutterhaus in Stockholm verantwortlich zeichnet. In diesem Add-on sind 8 neue Karten (Devil's Perch, Ghost Town, Leviathan, Mass Destruction, Night Flight, Surge, The Iron Gator, Warlord), von denen nur 6 im Singleplayer gespielt werden können, 10 neue Fahrzeuge und 7 neue realistische Waffen enthalten. Der Schwerpunkt liegt beim Infanteriegefecht mit Spezialeinheiten und Rebellen. Zu diesem Zweck wurden zwei neue Nationen eingebaut (Russland und Großbritannien), sowie zahlreiche taktischen Ausrüstungsgegenstände, wie Nachtsichtgerät, Enterhaken, Seilzug, Tränengas, Blendgranaten und Atemschutzmaske

Boosterpacks

Bei „Boosterpacks“ handelt es sich im Falle von Battlefield 2 um kleine kostenpflichtige Add-ons zum Herunterladen, welche nicht so umfangreich wie das auf DVD/CD-ROM erschienene Add-on ausfallen. Sie sind nur online spielbar.

Logo von Euro Force

Das erste Boosterpack Euro Force ist am 14. März 2006 erschienen und hat die Europäische Union als neue Armee, 7 neue Waffen, 4 neue Fahrzeuge sowie 3 neue Karten (Taraba Quarry, Operation Smoke Screen und Great Wall) mit sich gebracht, nachdem der ursprünglich für den 21. Februar angesetzte Release nach massiven Problemen mit dem Patch 1.2 verschoben wurde. Die zwei neuen Waffen der Klassen Scharfschütze (L96A1) und Panzerabwehrschütze (P90) wurden von diesem Patch jedoch bereits planmäßig freigeschaltet.

Logo von Armored Fury

Das zweite Boosterpack Armored Fury ist am 8. Juni 2006 erschienen und führte neben drei weiteren Karten zwei neue Fahrzeugklassen ein. Außerdem wurden die Schlachten auch auf den amerikanischen Kontinent verlegt. Des Weiteren wurde mehr Wert auf klassische Panzerschlachten im Stil von Battlefield 1942 gelegt.

Beide Packs sind kostenpflichtig über den EA Store als Download zu erwerben. Bezahlt werden kann per Kreditkarte über das Internet-Zahlungs-System „ClickandBuy“ oder über GiroPay. In Deutschland sind alternativ Downloadkeys in gewöhnlichen DVD-Hüllen im Handel erhältlich.

Spielkonsolenversion: Battlefield 2: Modern Combat

Battlefield 2: Modern Combat
Battlefield 2: Modern Combat
Entwickler: DICE
Verleger: Electronic Arts
Publikation: 17. November 2005
Plattform(en): Spielkonsole (PS2, Xbox, Xbox 360)
Genre: Taktik-Shooter
Spielmodi: Einzelspieler, Mehrspieler
Steuerung: Gamepad
Systemminima: Playstation 2, Xbox, Xbox 360
Medien: 1 DVD-ROM
Sprache: Deutsch
Aktuelle Version: 1.0
Altersfreigabe: PEGI:
PEGI-Einstufung: 12+


USK:
Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG USK

Battlefield 2: Modern Combat ist im Gegenteil zu den anderen Teilen der Serie für Spielekonsolen konzipiert, und kann als Umsetzung der PC-Version auf Konsolengeräte gesehen werden. Wie Battlefield 2 spielt es im mittleren Osten und China, zusätzlich kommt jedoch Kasachstan hinzu, das als Schlachtfeld für die chinesische PLA- und EUFOR-Truppen dient.

Für die PlayStation 2, Xbox 360 und Xbox ist das Spiel im Herbst 2005 erschienen, eine Portierung auf die PlayStation Portable wurde abgebrochen.

Ein Mehrspielermodus ist u. a. über den Service Xbox Live und GameSpy (PlayStation 2) verfügbar.

Kritik

Account

Für Multiplayerspiele im Internet wird ein zentrales GameSpy-Konto benötigt, an das der CD-Key gebunden wird. Sollte es zu Ausfällen oder Abschaltung der EA-Konto-Server kommen, ist ein Onlinespiel nicht mehr möglich (das war zuletzt im Frühjahr 2007 für mehrere Tage der Fall).

Zudem wird durch das Konto der einmal gewählte Spielername im Onlinespiel festgelegt und kann nachträglich nicht mehr direkt geändert werden. Man kann sich allerdings unter einem neuen Namen (und Angabe einer anderen E-Mail-Adresse) ein neues Konto erstellen.

Spieler, die ihr Clan-Tag im Namen verwendet hatten, konnten dieses auch nach einem Wechsel des Clans nicht ändern. Erst mit einem Patch hat EA die Möglichkeit eingeführt, ein Präfix vor dem Namen frei zu wählen.

Bugs

Bekannte Bugs aus der Demo waren auch bei Release nicht gefixt. Der erste Patch führte zu schwerwiegenden Problemen, weshalb Electronic Arts empfahl das Spiel neu zu installieren und auf einen neuen Patch zu warten. 1.3 beseitigte zwar über 160 Fehler, implementierte von der Community gewünschte Features und Änderungen, schuf aber gleichzeitig erneut teilweise schwerwiegende Probleme. Bestimmte Fehler wie Name Bug oder Karkand Glitch sind auch mit Version 1.41 nicht behoben. In den Augen vieler Spieler reagiert Electronic Arts generell zu langsam auf Verbesserungswünsche der Community. So dauerte es bei Battlefield Vietnam Monate, bis das Ungleichgewicht zwischen den Parteien verbessert wurde, eines der Hauptprobleme der Battlefield-Engine, sogenannte No-Clipping-Fehler (die Möglichkeit bedingt durch fehlerhafte Kollisionsabfrage nicht zugängliche Bereiche im Spiel zu erreichen) sorgten von Battlefield 1942 bis hin zum neuesten Teil Battlefield 2142 für Ärger.

Balance

Viele Spieler halten die Spielbalance nach wie vor für mangelhaft. Besonders die Kampfjets genießen selbst in der aktuellen Version eine quasi-Immunität, da die einzigen Mittel zur Luftabwehr schlicht ineffektiv sind. Das führt dazu, dass sich ein erheblicher Teil der Spielergemeinschaft auf die wenigen Karten ohne Luftwaffe beschränkt. Im Bodenkampf sorgen vor allem die unzulängliche Panzerabwehr und die extrem mächtigen Artillerieschläge für Aufruhr. Auch die Balance zwischen den einzelnen Charakterklassen wird häufig kritisiert: Scharfschützen seien generell schwach und spielerisch sinnlos, Special-Forces seien Alleskönner, Sanitäter machen Sturmsoldaten grundsätzlich sinnlos, während Panzerabwehrsoldaten und Pioniere kaum Kampfwert besitzen und deshalb keinen Anreiz zu spielen bieten.

Ranked-Server

Mit den Statistiken werden alle spielerischen Aktionen eines Spielers auf einem Zentral-Server gespeichert, die auf einem offiziellen Ranked-Server ausgeführt werden. Dieser zentrale Server war schon mehrfach das Ziel von DDoS Attacken, womit ein wichtiges Feature des Onlinespiels nicht verfügbar war. Außerdem lizenzierte EA zu Beginn nur einen Serverbetreiber pro Land für sein Ranked-Server-Programm, was die Preise für solche, fürs Punkte sammeln nötige, Server auf ein unverhältnismäßig hohes Niveau trieb. In Deutschland kostete ein Ranked-Server für z. B. 32 Spieler 160 €/Monat, während ein Unranked-Server derselben Größe je nach Anbieter für etwa 30 €/Monat erhältlich war.

Special Forces und Boosterpacks

Electronic Arts bot mit dem Add-on zum ersten Mal ein Spiel zum Pre-Download an, ähnlich der Steam-Plattform von Valve. Der Preis war mit rund 30 US-$ höher als der Straßenpreis für die DVD samt Handbuch und Verpackung in Deutschland, zudem wurde das Spiel erst am 24. November 2005 um 9:00 Uhr PST freigeschaltet. Die Boosterpacks enthielten verhältnismäßig wenig Inhalt und im Direktverkauf über die Geschäfte lediglich einen Zettel mit Download-Lizenz.

Hardware

Battlefield 2 gilt als „Ressourcenfresser“, da ein Spielen mit ansehnlicher Grafik ohne Ruckler nur mit damals modernsten Rechnern möglich war. Besitzer älterer PC-Systeme (nur die 32-Bit-Version von Windows XP wird offiziell unterstützt) können das Spiel gar nicht oder nur mit erheblichen Einschränkungen spielen.

Einzelnachweise

  1. BF EA.com

Weblinks


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