BHS-Bayerische Berg-, Hütten- und Salzwerke AG

Die Firma BHS-Bayerische Berg-, Hütten- und Salzwerke AG wurde 1927 durch Landesgesetz gegründet. Der Freistaat Bayern brachte auf diesem Weg bayerische Regiebetriebe, die bisher als Ämter geführt wurden, in die neue Gesellschaft ein. Alleiniger Aktionär blieb der Freistaat. Sitz der Gesellschaft war München. Die eingebrachten Aktivitäten entstammten dem bayerischen Bergbau, dem Hüttenwesen/Maschinenbau sowie der Salzgewinnung bzw. -verarbeitung. Dies erklärt den etwas umständlichen Namen.

Die eingebrachten Geschäftsbereiche haben ihren Ursprung überwiegend in der sehr frühen Bergbau- und Industriegeschichte Bayerns. Hierzu zählten damals die folgenden Werke:

Im Laufe der Zeit wurden mehrere Aktivitäten abgegeben oder stillgelegt. So wurde 1971 das bis dahin für das Gesamtunternehmen bedeutende Kohlenbergwerk in Peißenberg/Peiting mit damals 1800 Mitarbeitern geschlossen. Die wirtschaftliche Entwicklung des Mischkonzerns war vor allem in den 70er und 80er Jahren durch Verluste geprägt. 1991 hat sich der Freistaat Bayern deshalb zum Verkauf der Aktien an das Chemieunternehmen SKW Trostberg AG (später Degussa AG) entschlossen. Unter der neuen Eigentümerschaft wurden zunächst verlustbringende Geschäftsfelder saniert oder stillgelegt. Danach erfolgte ein schrittweiser Verkauf aller betrieblichen Standorte. Zum Schluss war die BHS AG nur noch eine Holding-Dachgesellschaft ohne operativen Geschäftsbetrieb. Sie wurde 1997/98 auf die SKW Trostberg AG verschmolzen. Dies war das formale Ende der BHS-Bayerische Berg-, Hütten- und Salzwerke AG.

Die in den 90er Jahren veräußerten Geschäftsfelder haben heute alle unterschiedliche Eigentümer. Sie haben sich seitdem teilweise sogar sehr erfolgreich weiterentwickelt. Einige dieser Gesellschaften tragen wie eine Markenbezeichnung weiterhin das Kürzel „BHS“ ihrem Namen. Zu den Nachfolgegesellschaften gehören unter anderem folgende Firmen:

Weblinks

Geschichte der BHS von Florian Sepp in Historisches Lexikon Bayerns


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