Satteldach
Satteldach
Käsbissendach auf dem Turm der Kirche in Hopfen am See

Das Satteldach, auch Giebeldach[1] ist die klassische, am häufigsten anzutreffende Dachform in kalten und gemäßigten Zonen. Es besteht aus zwei entgegengesetzt geneigten Dachflächen, die an der höchsten, waagerechten Kante, dem Dachfirst, aufeinander treffen. Die Konstruktion dieser Dachform wird als Sparren- oder Pfettendach ausgeführt, wodurch eine Vielzahl an unterschiedlichen Dachneigungen und Traufhöhen möglich ist.

Inhaltsverzeichnis

Verbreitung

Der Grund für das häufige Vorkommen des Satteldaches ist der einfache Aufbau des Dachstuhls und die gerade, rechtwinklige Form der Dachflächen. Damit entfallen Details, die einen hohen Arbeitsaufwand erfordern und anfällig für Schäden sind. Sind die Winkel und/oder die Sparrenlängen der beiden Dachflächen unterschiedlich, spricht man von einem asymmetrischen Satteldach. Für Satteldächer auf Kirchtürmen (Giebelturm) ist in der Schweiz auch der Begriff Käsbissendach gebräuchlich.

Arten und Bezeichnungen

  • das flache Satteldach mit einer Dachneigung ≤ 30°
  • bei einer Dachneigung von 45 ° wird es als neudeutsches Dach oder auch Winkeldach bezeichnet
  • wenn die Dachneigung 62° erreicht, wird es als gotisches oder altdeutsches Dach bezeichnet
  • in Form eines gleichseitigen Dreiecks und 60° Dachneigung spricht man von einem altfränkischen (vorzufinden vorwiegend im fränkischen Raum) oder altfranzösischen Dach [2]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Synonymie nach Fritz Baumgart: DuMont's kleines Sachlexikon der Architektur, Köln, 1977
  2. Willibald Mannes, Franz-Josef Lips-Ambs: Dachkonstruktionen in Holz, Deutsche Verlags-Anstalt 1981, ISBN 3-421-03283-1

Weblinks

 Commons: Satteldach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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