BL755
BL755

Die BL755 ist eine ungelenkte Streu- oder Clusterbombe, die 1970 von Hunting Engineering, Ltd. of Ampthill, Bedfordshire (Großbritannien) entwickelt wurde. Hauptverwendungszweck ist die Vernichtung von gepanzerten Verbänden mit Kampfpanzern sowie Sekundärtreffer bei Weichzielen (Transportfahrzeuge und Kombattanten).

Inhaltsverzeichnis

Bauweise

Die BL755 ist im Äußeren einer üblichen 450-kg-Eisenbombe ähnlich, verfügt jedoch über einen zylinderförmigen Rumpf. In diesem Rumpf ist eine Welle, um welche Auswerfer platziert sind. Am Heck sind zudem teleskopartig ausfahrende Hilfsflügel zur Flugstabilisierung. Um die Welle im Rumpf wurden 147 Submunitionsbehälter (Bomblets bzw. Minen) platziert und durch eine Aluminium-Blechhülle zusammengehalten, welche bei der Auslösung separiert. Bei der Auslösung durch den in der Nase angebrachten Höhenmesser werden alle Submunitionsbehälter über eine Fläche von ca. 150 mal 60 Meter verteilt[1].

Verwendung

Die BL755 wird oder wurde hauptsächlich von der Royal Air Force und deren Harrier, Jaguar, Panavia Tornados und Hawk im Tiefabwurf verwendet. Da die Bombe ihre Submunition relativ breit verteilt ist ein gezielter Abwurf bei Flächenzielen nicht vordergründig. Die RAF setzte die Waffe bis 2007 im Golf- und Falklandkrieg wie auch in Bosnien ein. Bei der deutschen Luftwaffe wurde dieser Bombentyp durch den Panavia Tornado und bis zur jeweiligen Ausmusterung auch durch den Alpha Jet A sowie die F-104G Starfighter eingesetzt.

Einzelnachweise

  1. RAF Webseite - Cluster Bombs

Quellen


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