BLG Logistics Group
Logo
Hochregallager der BLG am Neustädter Hafen in Bremen

Die BLG Logistics Group AG & Co. KG ist ein Logistikunternehmen, das 1998 aus der Bremer Lagerhaus-Gesellschaft (BLG) – Aktiengesellschaft von 1877 – entstanden ist. Der international tätige Betrieb ist das größte Automobil-Umschlagsunternehmen in Deutschland, gefolgt von dem ebenfalls in Bremen ansässigen Logistikdienstleister Lexzau, Scharbau.[1]

Inhaltsverzeichnis

Beteiligungsstruktur

Persönlich haftende Gesellschafterin ist die Bremer Lagerhaus-Gesellschaft, deren Anteile sich wie folgt verteilen:

  • Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) (50,4 %),
  • Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale (12,6 %),
  • Finanzholding der Sparkasse in Bremen (12,6 %),
  • Streubesitz (24,4 %).[2]

Firmengeschichte

1877 von Bremer Kaufleuten gegründet, expandierte die BLG stetig. 1888 übernahm die BLG den neuen Freihafen I (Europahafen), damals das größte Hafenbecken der Welt. 1906 wurde der Freihafen II (Überseehafen) an die BLG übertragen. 1919 stieg die BLG mit der Übernahme der Getreideanlage in das Getreidegeschäft ein. 1953 wurde ihr noch der Betrieb der Bremerhavener Freihäfen übertragen.

In den 1960er-Jahren entstand der noch heute benutzte Neustädter Hafen, der ebenfalls an die BLG übertragen wurde. Der erste ISO-Container der in Deutschland angelandet wurde, wurde über die bremischen Häfen umgeschlagen; das Schiff Fairland traf im Jahr 1966 in Bremen ein. 1967 wurde die erste Containerbrücke im Neustädter Hafen in Betrieb genommen.

Die Firmenzentrale befindet sich heute in dem Gebäude des ehemaligen amerikanischen Generalkonsulats am Präsident-Kennedy-Platz im Bremer Stadtteil Mitte. Das Konsulatsgebäude wurde 1954 im sogenannten „Internationalen Stil“ der Nachkriegsmoderne nach Plänen von Skidmore, Owings and Merrill (USA) unter Mitwirkung von Otto Apel errichtet und steht mittlerweile unter Denkmalschutz. 2005 wurde es für die Nutzung durch die BLG Logistics Group komplett saniert.

Fusion

Die Containersparte der BLG fusionierte 1999 mit der Hamburger Firma Eurokai KGaA zu Eurogate GmbH & Co. KGaA, KG.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Vgl. Lexzau Scharbau expandiert trotz Krise, Artikel von Annemarie Struß-von-Poellnitz im Bremer Weser-Kurier, Wirtschaftsteil, vom 27. August 2009, S. 20.
  2. Aktienkurs der Bremer Lagerhaus-Gesellschaft - Aktiengesellschaft von 1877. BLG Logistics Group AG & Co. KG, abgerufen am 5. Mai 2010.

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • BLG — steht in Firmenbezeichnungen für: Bachhuber Landmaschinen GmbH, in Bayern Bahn Logistik GmbH, Berliner Unternehmen BLG Logistics Group, Bremen Basler Lagerhausgesellschaft, heute BLG Spedition und Logistik, Schweizer Lagerhausgesellschaft… …   Deutsch Wikipedia

  • Blg — steht in Firmenbezeichnungen für: Bachhuber Landmaschinen GmbH, in Bayern Bahn Logistik GmbH, Berliner Unternehmen Basler Lagerhausgesellschaft, heute BLG Spedition und Logistik, Schweizer Lagerhausgesellschaft Betonlieferungs GmbH in München,… …   Deutsch Wikipedia

  • Bremische Wirtschaft — Die Bremische Wirtschaft im Bundesland Freie Hansestadt Bremen als Zwei Städte Staat mit den Städten Bremen und Bremerhaven ist historisch geprägt durch die Weser, die Nordsee und die Wasserstraßen und damit durch die Hafenwirtschaft in der… …   Deutsch Wikipedia

  • Beteiligungen und Eigenbetriebe der Freien Hansestadt Bremen — Die Beteiligungen und Eigenbetriebe der Freien Hansestadt Bremen sind Organisationseinheiten, in welche die Freie Hansestadt Bremen (Land und Stadtgemeinde) einen Teil ihrer Aufgaben ausgelagert hat. Diese Struktur der Aufgabenverteilung auf… …   Deutsch Wikipedia

  • Bremer Lagerhaus Gesellschaft — Hochregallager der BLG am Neustädter Hafen in Bremen Die BLG Logistics Group AG Co. KG ist 1998 aus der Bremer Lagerhaus Gesellschaft  Aktiengesellschaft von 1877  entstanden. Die Restrukturierung war notwendig geworden, um sich an den sich… …   Deutsch Wikipedia

  • Fehrmoor — Wappen Deutschlandkarte …   Deutsch Wikipedia

  • Fishtown — Wappen Deutschlandkarte …   Deutsch Wikipedia

  • Leherheide — Wappen Deutschlandkarte …   Deutsch Wikipedia

  • Leherheide-West — Wappen Deutschlandkarte …   Deutsch Wikipedia

  • Rekursive Abkürzung — Als rekursives Akronym bezeichnet man eine Abkürzung, die in der Erklärung ihrer Bedeutung rekursiv auf sich selbst verweist, d. h. paradoxerweise seine eigene Abkürzung als Teil des ausgeschriebenen Begriffs enthält (siehe Konstruktionsmethoden) …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”