BM-25

Der BM-25 ist ein Mehrfachraketenwerfersystem der ehemaligen Sowjetunion. Der GRAU-Index lautet „2K5 Korschun“ (Geier). Der Systemindex der russischen Streitkräfte lautet „2P5“. Die Raketen heißen „3R7“.

Inhaltsverzeichnis

Entwicklung

Das System wurde 1953 vom OKB-3 des Forschungsinstituts NII-88 entwickelt. Die Entwicklung der SM-44 Startrampe erfolgte im Konstruktionsbüro TsKB-34. Die ersten Systeme waren 1955 einsatzbereit. Der BM-25 wurde erstmals 1957 an der Oktoberparade der Öffentlichkeit vorgeführt. Der BM-25 wurde nur in kleiner Stückzahl bei den sowjetischen Landesstreitkräften eingeführt. Bei den sowjetischen Streitkräften wurde das System mitte der 1970er Jahre ausgesondert. Mitte der 1980er Jahre wurden sämtliche BM-25 verschrottet und durch den BM-27 ersetzt.

Technik

Auf dem dreiachsigen Lkw KrAZ-214 war ein Werferrahmen mit 6 Raketen des Kalibers 250 mm montiert. Ein Raketenwerfer war in der Lage alle 6 Raketen in 6-8 Sekunden zu verschießen. Das Nachladen eines leergeschossenen Werfers dauerte 10-20 Minuten. Die Raketen besaßen eine große Streuung und eigneten sich daher nur zur Bekämpfung von Flächenzielen.

Raketen

Die 3R7 Raketen wurden als einzige ihrer Klasse von lagerfähigem Flüssigtreibstoff angetrieben. Die Raketen verfügten über ein Heckleitwerk mit vier festen Leitflächen und waren drallstabilisiert. Ein leichter Drall wurde der Rakete beim Start durch den leicht verwundenen Werferrahmen gegeben. Die Raketen besaßen bei einer Brennschlussgeschwindigeit von 1.004 m/s eine max. Schussdistanz von 55 km. Eine Rakete wog 375 kg, wovon 100 kg auf den Splittergefechtskopf entfielen.

Verbreitung und Einsatz

Das System kam innerhalb der ehemaligen Sowjetunion zum Einsatz. Der einzige Exportkunde war Jemen. Der einzige Kriegseinsatz des BM-25 erfolgte während des Bürgerkrieges in Jemen. Der BM-25 bewährte sich infolge der extrem großen Streuung der Raketensalven jedoch nicht.

Technische Daten Raketen

System BM-25 / 2K5 Korschun
Rakete 2P5
Hersteller OKB-3
Antrieb Einkammer-Flüssigkeitstriebwerk
Treibstoff Kerosin und Salpetersäure
Brennzeit Raketenmotor 7,8 Sekunden
Geschwindigkeit 1.004 m/s
Länge 5,538 m
Rumpfdurchmesser 250 mm
Gewicht 375 kg
Sprengkopf 100 kg Splittergefechtskopf
max. Schussdistanz 55 km

Siehe auch


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