BMW K 1200 LT
BMW K 1200 LT am Gletscher-Nationalpark USA

Die BMW K 1200 LT (für Luxus-Tourer) ist ein von 1998−2009 erhältliches Touren-Motorrad, das zuerst für DM 34.400 angeboten wurde und das Modell K 1100 LT ablöste. Als Motorrad der Kategorie Supertourer wurde die K 1200 LT als Konkurrenzprodukt unter anderem zur Honda Gold Wing positioniert.

Cockpit der K 1200 LT
Das nicht abnehmbare Koffersystem

Inhaltsverzeichnis

Ausstattung

Die K 1200 LT war bereits in der ersten Version ab Werk Berlin-Spandau reichhaltig ausgestattet. Zur Serienausstattung gehörten zum Beispiel Tempomat, elektrisch betriebener Rückwärtsgang, Bordcomputer, Radio/Cassetten-Kombination und ein elektrisch verstellbares Windschild. Das im Gegensatz zum Vorgängermodell nicht abnehmbare Koffersystem mit Topcase und zwei Seitenkoffern hält einen Stauraum von rund 120 Litern bereit (bei Serienausstattung, der optionale CD-Wechsler reduziert den Stauraum im rechten Koffer um einige Liter). Das Leergewicht addierte sich damit allerdings auf über 385 kg, die mögliche Zuladung liegt bei 213 kg.

Motor

Der Motor war eine Weiterentwicklung des liegend eingebauten 1100 cm³ Vierzylinder-Reihenmotors aus der Vorläufermodellreihe K 1100. Dieses Triebwerk war schon 1996 für die K 1200 RS auf 1200 cm³ erweitert und modifiziert worden; die Maximal-Leistung stieg auf 130 PS. Für die LT-Version wurde der Motor jedoch auf eine breitere, nutzbare Drehmoment-Spanne (über 90 Nm knapp über Leerlaufdrehzahl und 115 Nm maximales Drehmoment bei 4750 min-1) und eine reduzierte Spitzenleistung von versicherungsgünstigen 98 PS getrimmt. Statt eines Chokes wie beim Vorgängermodell wurde eine Kaltstartautomatik mit elektronisch gesteuertem Drosselklappensteller eingebaut; ein geregelter Drei-Wege-Katalysator war von Anfang an Serienausstattung (bei der K 1100 LT anfangs nur auf Wunsch).

Fahrwerk, Bremsen

Fahrwerksseitig hatte die K 1200 LT mit dem Vorgängermodell bis auf die hintere Paralever-Kardanwellen-Schwinge kaum etwas gemeinsam. Die Telelever-Schwinge vorn unterschied sich völlig von der bis dahin verwendeten konventionellen Teleskopgabel-Aufhängung. Fahrwerk und Fahrwerksgeometrie sorgten trotz des hohen Fahrzeuggewichts für eine gute Beherrschbarkeit und ein klassenuntypisch „leichtes“ Handling. Das ABS in der weiterentwickelten zweiten Version benötigte jedoch hohe Handkräfte; deshalb wurde im Herbst 2000 das bremskraftunterstützte Integral-ABS von FTE automotive als Vollintegralversion in die Serie übernommen. Dieses System wurde auch nach August 2006 bei der K 1200 LT eingebaut und nicht das zu diesem Zeitpunkt neue Integral-ABS von Continental-Teves, das seither in allen anderen BMW-Motorrädern der K- und R-Reihe (bis auf R 1200 S) verwendet wird.

Facelift

Im Modelljahr 2004 wurde ein überarbeitetes Modell vorgestellt. Wichtigste Neuerungen waren ein leistungsstärkerer Motor mit 85 kW/116 PS und 120 Nm, ein elektro-hydraulisch ausfahrbarer Hauptständer, ein neues Federelement der Hinterradführung mit wegabhängiger Dämpfung und optionales Xenonlicht. Der Grundpreis lag im August 2006 bei 20.500 Euro.

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