Schleswig-Holsteinisches Dragoner-Regiment Nr. 13

Das Schleswig-Holsteinische Dragoner-Regiment Nr. 13 war ein Kavallerieverband in der Preußischen Armee.

Inhaltsverzeichnis

Verbandszugehörigkeit 1914

Kommandierender General: General der Infanterie von Mudra

Aufstellung

  • Mit Allerhöchster Kabinetts Order vom 30. Oktober 1866 wurde die Errichtung des Dragoner-Regiments Nr. 13 befohlen.

Dazu mussten abgeben:

Kürassier-Regiment Nr. 7 die 5. Eskadron
Magdeburgisches Dragoner-Regiment Nr. 6 die 5. Eskadron
Husaren-Regiment Nr. 10 die 5. Eskadron
Thüringisches Husaren-Regiment Nr. 12 die 5. Eskadron

Die 5. Eskadron des Regiments wurde am 1. April 1867 durch das Regiment selbst gebildet.

Am 7. November 1867 erhielt der Verband die Bezeichnung Schleswig-Holsteinisches Dragoner-Regiment Nr. 13. Es war zunächst auf einige kleinere Orte in Sachsen verteilt. Am 1. Juli 1871 wurde dem Regiment Flensburg und Hadersleben als Garnison zugewiesen. Im Oktober 1877 verlegte der Verband nach St. Avold und Saarburg in Lothringen und am 1. April 1886 nach Metz als endgültige Garnison.

Die Feldzüge

Deutsch-Französischer Krieg

Denkmal für die Gefallenen des Regiments in den Kriegen 1870/71 und 1914-18 neben dem Garnisonfriedhof von Schleswig

Im Mai 1871 begann der Rückmarsch in die Heimatgarnison.

Erster Weltkrieg

Mit der Mobilmachung rückte das Regiment an die nahe Grenze aus und führte dort erste Gefechte. Es folgte die Teilnahme an der Schlacht bei Longwy vom 22. bis 25 August 1914 und der Vorstoß über den Rhein-Marne-Kanal bis an die Maas. Nach der Schlacht an der Marne und dem erfolgten Rückzug wurde der Verband zunächst in Flandern eingesetzt. Im November 1914 verlegte die Einheit an die Ostfront und kämpfte dort bis Mitte Dezember in der Schlacht um Łódź. Im Jahr 1915 erfolgte der Einsatz teils kavalleristisch, teils im Stellungskampf in Nordpolen.

Wegen der stark auftretenden Pferderäude verlegte die Einheit im Februar 1916 nach Deutschland, da die Tieren hier besser gepflegt werden konnten. Danach kehrte sie an die Front an der Düna zurück.

Ende November 1916 erfolgte die Verlegung an die Westfront, wo das Regiment im Patrouillen- und Sicherungsdienst in Belgien und Luxemburg eingesetzt wurde.

Ende Februar 1917 erfolgte die Abgabe der Pferde und die Ausbildung im infanteristischen Stellungskampf.

Danach wurde der Regimentsverband aufgelöst und die einzelnen Eskadrons auf verschiedene Divisionen aufgeteilt, wo sie bis zum Waffenstillstand an den Abwehrschlachten im Westen teilnahmen.

Stab und 1. Eskadron zur 234. Division
4. Eskadron zur 236. Division
2. Eskadron zur 238. Division
3. Eskadron zur 240. Division

Der Regimentsverband wurde nicht wieder hergestellt und die einzelnen Eskadrons mit den jeweiligen Infanterie-Divisionen von Dezember 1918 bis Januar 1919 aufgelöst.

Die Tradition führte in der Reichswehr die 4. Eskadron des 14. Reiter-Regiments in Schleswig fort.

Uniform

Die Dragoner trugen einen kornblumenblauen Waffenrock und eine anthrazitfarbene Hose. Der Waffenrock war mit schwedischen Aufschlägen ausgestattet.

Die sogenannte Abzeichenfarbe des Regiments war ponceaurot. Von dieser Farbe waren die Ärmelaufschläge, der Stehkragen, die Epaulettenfelder und Passanten. Der Kragen und die Ärmelaufschläge waren mit einer weißen Paspel versehen. Auf den Schulterstücken und Epauletten befand sich die Regimentsnummer. Die Knöpfe und Beschlägewaren aus Tombak. Von der linken Schulter zur rechten Hüfte lief ein weißes Bandelier mit schwarzer Kartusche. Bandelier und Kartusche wurden zum Ausgehanzug und zum Gesellschaftsanzug nicht getragen. Der Helm war mit einem Dragoneradler aus Tombak ausgestattet, Schuppenketten und Helmspitze waren ebenfalls aus Tombak. Zur Parade wurde ein schwarzer (für die Musiker ein roter) Rosshaarbusch aufgesteckt. Die Landeskokarde war weiß-schwarz. Ebenso die Lanzenflagge der Mannschaften. Der Leibriemen (die Dragoner trugen kein Koppel) war weiß und mit einer einfachen Dornschnalle versehen.

Gemäß A.O.K. vom 14. Februar 1907 wurde ab den Jahren 1909/10 für den Felddienst die feldgraue Uniform M 1910 eingeführt. Bei dieser Uniform war das Riemenzeug und die Stiefel naturbraun, der Helm wurde von einem schilffarbenen Überzug verdeckt. Bandelier und Kartusche wurden nicht mehr getragen.

Literatur

  • Jürgen Kraus: Die deutsche Armee im Ersten Weltkrieg: Uniformierung und Ausrüstung - 1914 bis 1918. Verlag Militaria, Wien 2004 (= Kataloge des Bayerischen Armeemuseums, 2), ISBN 3-9501642-5-1.
  • Hugo F. W. Schulz: Die Preußischen Kavallerie-Regimenter 1913/1914. Podzun-Pallas Verlag, Friedberg 1985; Lizenzausgabe Weltbild Verlag, Augsburg 1992, ISBN 3-89350-343-9.

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