BSC Preußen
BSC Preussen
Gründungsjahre:
1983 BSC Preussen e.V.
Ausgliederung:
1995 Preussen Devils GmbH

Umbenennung 1996 in Berlin Capitals GmbH

Größte Erfolge:
Spielstätten:
Name: Eissporthalle Jafféstraße (bis 2000/01)
Adresse: Eissporthalle
Jafféstraße 2
14055 Berlin
Eigentümer: Land Berlin
Kapazität: 6.000 (offiziell [1])
Ende Abriss April/Mai 2001
Deutschlandhalle in Berlin-Charlottenburg
Name: Deutschlandhalle (ab 2001/02)
Adresse: Deutschlandhalle
Messedamm 22
14955 Berlin
Eigentümer: Land Berlin
Kapazität: 8.764 Zuschauer (offiziell [2])
Platzierungen letzte 4 Jahre:
2002/03 Meister Regionalliga
2001/02 Abstieg (DEL)
2000/01 Viertelfinale (DEL)
1999/00 Halbfinale (DEL)

Der BSC Preussen war ein Berliner Eishockeyverein, der 1994 Gründungsmitglied der Deutschen Eishockey-Liga war.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Gründung

Im Jahr 1981 wurde die Eishockeyabteilung des deutschen Rekordeishockeymeisters Berliner Schlittschuhclub in den Berliner Schlittschuhclub Eishockey e.V. ausgegliedert. Bereits 1982 musste man aus finanziellen Gründen aufgeben und zog sich zum Ende der Saison 1981/82 aus der Eishockey-Bundesliga zurück.

Am 29. April 1983 wurde nach einem gescheiterten Versuch der Fusion des Berliner Schlittschuhclub Eishockey e.V. mit der Eishockeyabteilung des BFC Preussen der Berliner Schlittschuh-Club Preussen e.V. (BSC Preussen) gegründet.

2. Bundesliga (1983 bis 1987)

In den vier Spielzeiten belegte der BSC Preussen jeweils nach Abschluss der Vorrunde Platz 1, jedoch erst im vierten Anlauf gelang der Aufstieg in die Eishockey-Bundesliga.

In der Saison 1984/85 besuchten dabei knapp 130.000 Zuschauer die Heimspiele des BSC Preussen, deutschlandweit konnten nur Mannheim und Düsseldorf höhere Zuschauerzahlen verbuchen.

Bundesliga (1987 bis 1994)

Der BSC Preussen stieg 1987 in die 1. Bundesliga auf und war 1994 ein Gründungsmitglied der Deutschen Eishockey-Liga. Am 21. September 1990 kam es zum ersten Derby mit den EHC Dynamo Berlin. Der BSC Preussen siegte mit 12:0. Bis zum letzten Derby, das die Berlin Capitals am 3. März 2002 in der Deutschlandhalle gegen die Eisbären Berlin mit 5:3 gewannen, gab es insgesamt 48 Derbys. Dabei gab es 28 Siege, 18 Niederlagen und zwei Unentschieden.

Deutsche Eishockey-Liga (1994 bis 2002)

Am 30. Mai 1995 wurde die Preussen Devils GmbH gegründet, die am 19. Juli 1996 in Berlin Capitals Eishockey GmbH umbenannt wurde und 1999 wieder den Zusatz Die Preussen erhielt. Zu einem der schwärzesten Tage der Vereinsgeschichte zählt der 6. Oktober 1998. An diesem Tag bricht Stephane Morin beim DEL-Spiel Oberhausen - Capitals (Stand 0:3) während des 2. Drittels auf der Bank zusammen und verstirbt kurze Zeit später im Krankenhaus.

Abstieg, Lizenzentzug und Neuanfang (2002 bis 2004)

Am 7. April 2002 verloren die Capitals zu Hause das 7. Play-Down-Spiel und standen somit als sportlicher Absteiger aus der DEL fest. Am 17. April 2002 wurde das Insolvenzverfahren gegen die Berlin Capitals Eishockey GmbH eröffnet und somit auch die Lizenz für die DEL entzogen.

In Berlin stellten sich nun alle auf einen Neuanfang der Capitals in der 2. Bundesliga ein. Ein Trainer (Peter Draisaitl) und zehn Spieler standen schon für die neue Saison unter Vertrag. Doch am 19. Juni 2002 zogen sich die Capitals aus der 2. Bundesliga zurück.

Es folgte ein Neuanfang unter dem Namen „EC Berlin Capitals e.V.“ in der Regionalliga 2002/03 (4. Liga). Ein Highlight der Saison war die Rückkehr von Lorenz Funk senior als aktiver Spieler. Im Alter von 56 Jahren kehrte er für ein Spiel aufs Eis zurück. Durch eine sportlich erfolgreiche Saison gelang der Aufstieg und man nahm 2003/04 an der Eishockey-Oberliga teil.

Die Oberliga Saison verlief jedoch sportlich und finanziell nicht sehr erfolgreich. Zwar konnte der sportliche Abstieg vermieden werden, es folgte jedoch das finanzielle Aus.

Berliner Schlittschuhclub Preussen und ECC Preussen Juniors

Nach der Insolvenz des Vereins 2004 wurde für den Nachwuchs der „Eishockey Club Charlottenburg Preussen Juniors Berlin e.V.“ und für den Profibereich die „Berliner Schlittschuhclub Preussen GmbH“ gegründet, die in Kooperation mit dem Berliner Schlittschuhclub unter dem Namen „Berliner Schlittschuhclub Preussen“ (BSchC Preussen) 2004/05 an der Oberliga teilnahm.

Nach Beendigung der Saison 2004/05 ging dann der BSchC Preussen ebenfalls in Insolvenz, es gibt bis 2007 noch keinen Nachfolger, es blieben der ECC Preussen Juniors Berlin und auch der FASS Berlin, auf die sich die Fans jetzt aufteilen. Beide Vereine, der ECC und auch FASS, sind jedoch komplett eigenständig und haben mit der Geschichte des BSC's nichts zu tun. Allein inoffiziell gelten die ECC Preussen Juniors als Nachfolgeverein.

Spielstätten

Der Verein spielte von 1983 bis 2001 in der Eissporthalle Jafféstraße, bevor er aufgrund des Hallenabrisses in die für Eishockey umgebaute Deutschlandhalle umzog, wo er bis 2004 spielte.

Sportliche Erfolge seit 1983

Saison Liga Vorrunde Play-offs Endplatzierung
2003/04 Oberliga als EC Berlin Capitals e.V. Nord-Ost 7, Abstiegsrunde 8
2002/03 Regionalliga als EC Berlin Capitals e.V. 1 Aufstieg in die Oberliga
2001/02 DEL als Berlin Capitals 15 Abstieg + Lizenzverweigerung für 2. Bundesliga
2000/01 DEL als Berlin Capitals 8 Viertelfinale
1999/00 DEL als Berlin Capitals 6 Halbfinale
1998/99 DEL als Berlin Capitals 13 keine Teilnahme 13
1997/98 DEL als Berlin Capitals VR 10, QR 2 in der 1. Runde der Qualifikation Play-Offs gescheitert
1996/97 DEL als Berlin Capitals VR 3, MR 5 Viertelfinale
1995/96 DEL als Preussen Devils Berlin 2 Halbfinale
1994/95 DEL 1 Halbfinale
1993/94 Bundesliga Platz 6 Halbfinale
1992/93 Bundesliga Platz 6 Halbfinale
1991/92 Bundesliga Platz 4 Halbfinale
1990/91 Bundesliga Platz 4 Halbfinale
1989/90 Bundesliga Platz 4 Viertelfinale
1988/89 Bundesliga Platz 6 Viertelfinale
1987/88 Bundesliga Platz 9 Platz 1 in der Relegationsrunde
1986/87 2. Bundesliga Nord Platz 1 Bundesliga-Relegationsrunde Platz 1
1985/86 2. Bundesliga Nord Platz 1 Bundesliga-Relegationsrunde Platz 4
1984/85 2. Bundesliga Nord Platz 1 Bundesliga-Relegationsrunde Platz 3
1983/84 2. Bundesliga Nord: Platz 1
Endrunde Gruppe A: Platz 1
Bundesliga-Relegationrunde Platz 5

Berühmte Spieler

Präsidenten des BSC Preussen

  • Hermann Windler 1983 bis April 1995
  • Axel Banghard 4. Mai 1995 bis 1997
  • Marian Czechowski bis 2002 (Young Capitals e.V.)
  • Lorenz Funk 2002 bis 2004 (EC Berlin Capitals e.V.)

Trainer

Literatur

  • Ralf Grengel: Bosse Spieler Coaches, Preussen, 10 Jahre Eine Eiskalte Leidenschaft. Klaus Kelle Verlag, Berlin 1993
  • 20 Jahre Preussen - Das Magazin zum Event, Berlin 2003

Weblinks


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