Schönhausen (Elbe)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schönhausen (Elbe)
Schönhausen (Elbe)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schönhausen (Elbe) hervorgehoben
52.57861111111112.03972222222234
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Stendal
Verbandsgemeinde: Elbe-Havel-Land
Höhe: 34 m ü. NN
Fläche: 74 km²
Einwohner:

2.340 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 32 Einwohner je km²
Postleitzahl: 39524
Vorwahl: 039323
Kfz-Kennzeichen: SDL
Gemeindeschlüssel: 15 0 90 500
Adresse der Verbandsverwaltung: Fontanestraße 7b
39524 Schönhausen (Elbe)
Webpräsenz: www.schoenhausenelbe.de
Bürgermeister: Alfons Dobkowicz (parteilos)
Lage der Gemeinde Schönhausen (Elbe) im Landkreis Stendal
Aland Aland Altmärkische Höhe Altmärkische Wische Arneburg Bismark (Altmark) Bismark (Altmark) Eichstedt Goldbeck Hassel Havelberg Hohenberg-Krusemark Hohenberg-Krusemark Iden Kamern Klein Schwechten Klietz Osterburg Rochau Sandau (Elbe) Schollene Schönhausen (Elbe) Stendal Stendal Stendal Stendal Seehausen Seehausen Tangerhütte Tangermünde Werben (Elbe) Wust-Fischbeck Zehrental Sachsen-AnhaltKarte
Über dieses Bild

Schönhausen (Elbe) ist eine Gemeinde im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt (Deutschland). Sie ist Sitz der Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land, der weitere fünf Gemeinden angehören.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Gemeinde Schönhausen (Elbe) liegt 70 km nördlich von Magdeburg, auf der östlichen Seite der Elbe, auf halbem Wege zwischen Stendal und Rathenow.

Gemeindegliederung

Zu Schönhausen gehören die Ortsteile Hohengöhren, Hohengöhrener Damm und Schönhauser Damm.

Geschichte

Schloss Schönhausen I, Bismarcks Geburtshaus (1958 abgerissen)

Schönhausen wurde am Anfang des 13. Jahrhunderts von den Bischöfen von Havelberg gegründet. Ältestes Gebäude des Ortes ist die 1212 geweihte romanische Backsteinkirche. Nach der Reformation kam Schönhausen an das Kurfürstentum Brandenburg. Durch den so genannten Permutationsvertrag wurde der Ort 1562 Eigentum der Bismarcks.

Romanische Dorfkirche

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde das Dorf 1642 durch die Schweden schwer zerstört. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts bauten die Bismarcks zwei Schlösser: Um 1700 wurde das Schloss I vollendet und ab 1729 entstand das Schloss II. Am 1. April 1815 wurde in Schönhausen Otto von Bismarck geboren, seine Familie zog allerdings im folgenden Jahr nach Pommern. Nach dem Tod seines Vaters 1845 übernahm Bismarck das Gut.

Rittergut und Schloss wurden 1945 entschädigungslos enteignet. Am 2. August 1958 wurde das Schloss I auf Betreiben der DDR-Führung, die es als Symbol des preußischen Militarismus ansah, gesprengt. Einrichtungsgegenstände des Schlosses wurden Bestand des jetzigen Schönhausener Bismarck-Museums.

Am 1. Januar 2010 wurde Hohengöhren eingemeindet.[2]

Politik

Kommunalwahl 2009
Wahlbeteiligung: 56,4 %
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48,3%
32,4%
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0,9%
EB Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Kürzel

Wappen

Das Wappen wurde von dem Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch gestaltet und am 24. April 2006 durch den Landkreis genehmigt.

Blasonierung: „In Blau ein von drei silbernen Eichenblättern bewinkeltes goldenes Kleeblatt.“[3]

Die Farben der Gemeinde sind - abgeleitet von Hauptmotiv und Schildfarben - Silber (Weiß)-Blau

Flagge

Die Flagge ist weiß-blau (1:1) gestreift (Längsform: Streifen senkrecht verlaufend, Querform: Streifen waagerecht verlaufend) und mittig mit dem Gemeindewappen belegt.

Städtepartnerschaften

Partnergemeinde von Schönhausen ist Kirchlinteln in Niedersachsen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bismarckmuseum
Schloss Schönhausen II, erhalten

Das 1998 eingerichtete Bismarck-Museum ist im erhalten gebliebenen Seitenflügel, dem sogenannten Torhaus von Schloss I untergebracht. Schloss II ist erhalten, aber privat und nicht öffentlich zugänglich.

Bemerkenswert ist auch die 1212 erbaute romanische Kirche aus Backstein mit einem beeindruckendem Westwerk.

Im barocken Park stehen noch Sandsteinstatuen, ein Herkules soll der Überlieferung nach die Verschandelung seines Hinterteils einem wütenden Schrotschuss von Otto v. Bismarck nach einer erfolglosen Jagd zu verdanken haben.

Verkehrsanbindung

Der Ort liegt an der B 107 PritzwalkHavelbergGenthin.

Es verkehren Linienbusse der Regionalverkehrsbetriebe Westsachsen (RVW) unter dem Markennamen stendalbus. Die Schnellfahrstrecke Hannover–Stendal–Berlin führt ohne Halt durch den Ort. Der Bahnhof Schönhausen (Elbe) wird von der Regionalbahn-Linie RathenowStendal (– WolfsburgBraunschweig) im Zwei-Stunden-Takt angefahren.

Persönlichkeiten

  • Otto von Bismarck (* 1815 in Schönhausen; † 1898 in Friedrichsruh), erster Kanzler des Deutschen Reichs, geboren im nicht mehr existierenden Schloss
  • Otto Fürst von Bismarck (* 1897 in Schönhausen; † 1975 in Friedrichsruh), Politiker, Reichstags- und Bundestagsabgeordneter
  • Alwin Belger (* 1891 in Schönhausen; † 1945 in Bremen-Vegesack), Pädagoge und Schriftsteller
  • Annett Louisan (* 1977 in Havelberg), aufgewachsen in Schönhausen, Musikerin

Weblinks

 Commons: Schönhausen (Elbe) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellenangaben

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt – Bevölkerung der Gemeinden nach Landkreisen; Stand: 31. Dez. 2010 (PDF; 231 KB) (Hilfe dazu)
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2010
  3. Amtsblatt des Landkreis Nr. 9/2006 Seite 79

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