Scolopax rusticola
| Waldschnepfe | ||||||||
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| Systematik | ||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||
| Scolopax rusticola | ||||||||
| (Linnaeus, 1758) |
Die Waldschnepfe (Scolopax rusticola) ist eine Vogelart aus der Familie der Schnepfenvögel (Scolopacidae).
Inhaltsverzeichnis |
Beschreibung
Die Waldschnepfe ist in der Gestalt der Bekassine sehr ähnlich, ist aber größer und hat einen kürzeren Schnabel. Eine ausgewachsene Waldschnepfe wird bis 38 cm groß und erreicht eine Flügelspannweite bis zu 65 cm. Die Waldschnepfe kann bis 440 g wiegen und ihr gerader, langer Schnabel wird bis 7 cm groß. Der scheue Einzelgänger versteckt sich am Tag und wird meist erst in der Dämmerung aktiv. Die Rückseite ist braun, schwarz und grau gemustert und dient sehr gut der Tarnung. Ihre Augen, die jeweils einen Blickwinkel von bis zu 180° erreichen - sie kann also auch nach hinten sehen -, sind schwarz gefärbt. Sie hat sehr kurze Beine. Männchen und Weibchen haben die gleiche Färbung. Ihr Ruf klingt in etwa wie „ziwitz“.
Lebensraum
Die Waldschnepfe, benannt nach dem Lebensraum, lebt in feuchten Laub- und Mischwäldern in fast ganz Europa. Im Winter (Oktober-November) ziehen die meisten Waldschnepfen in den Mittelmeerraum oder nach Westeuropa an die Atlantikküste und kehren im Frühling (März/April) wieder zurück.
Ernährung
Auf dem Speiseplan der Waldschnepfe stehen Würmer, Spinnen, Insekten und deren Larven. In der Dunkelheit stochert die Waldschnepfe mit ihrem langen Schnabel im Boden und schnappt sich Regenwürmer.
Im Winter ernährt sie sich auch von Beeren, Früchten und anderen Pflanzenteilen.
Fortpflanzung
Die Brutzeit erstreckt sich von März bis Juli. Nach dem typischen Balzflug namens „Schnepfenstrich“ gibt es eine Liebesnacht und danach gleich wieder die Trennung. Das Nest, meist am Waldrand, ist eine Mulde am Boden, die mit Laub, Gras, Moos und anderen Pflanzenteilen gepolstert ist. Das Weibchen legt vier Eier und wärmt sie drei Wochen, bis die Küken schlüpfen. Die Jungvögel sind Nestflüchter und kommen mit kurzen Schnäbeln auf die Welt. Die Mutter versorgt die Jungen mit Futter und schützt sie bei drohender Gefahr, indem sie die Küken zwischen die Beine klemmt und in eine sichere Umgebung fliegt. Nach einem Monat sind die Jungvögel flügge. Nur ein Drittel des Nachwuchses überlebt das erste Lebensjahr. Die Waldschnepfe wird häufig bejagt (Jagdzeit in Bayern: 16. Oktober bis 15. Januar).
Literatur
- Heribert Kalchreuter: Die Waldschnepfe. Hoffmann, Mainz 1979, ISBN 3-87341-030-3
Weblinks
- Scolopax rusticola in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2008. Eingestellt von: BirdLife International, 2004. Abgerufen am 17. Januar 2009
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