B of the Bang
City of Manchester
Manchester (Vereinigtes Königreich)
DEC
Manchester
Manchester
Lage von Manchester in England
Basisdaten
Status Metropolitan Borough
City (1853)
Region North West England
Zerem. Grafschaft Greater Manchester
Trad. Grafschaft Lancashire, teilw. Cheshire
Verwaltungssitz Manchester
Fläche City: 115,65 km², Metropolitan Area: ca. 1000 km²
Bevölkerung Manchester, City: 458.100, Metropolitan Area: 2,6 Mio (2007, ca.)
ONS-Code 00BN
Politik
Oberbürgermeister: Mavis Smitheman
Rat der Stadt:
(96 Sitze)
Labour: 61 Sitze
LibDems: 33 Sitze
Die Grünen: 1 Sitz
Konservative: 1 Sitz
Website www.manchester.gov.uk

Manchester [ˈmantʃɛstə] ist eine Stadt im Nordwesten von England. Manchester hat eine Bevölkerung von 486.000  (City), Metropolitan Area 2,6 Mio. (2006) und konkurriert mit Birmingham um den Rang der zweitwichtigsten Stadt Großbritanniens ('UK's Second City'). Manchester liegt im Zentrum des Metropolitan County Greater Manchester, einer der größten Agglomerationen im Land. Die Bewohner Manchesters werden „Mancunians“ oder verkürzt „Mancs“ genannt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Römerzeit

Vor der Invasion Großbritanniens durch die Römer lag das heutige Stadtgebiet im Territorium des keltischen Stammes der Briganten. Gnaeus Iulius Agricola ließ 79 n. Chr. am Zusammenfluss des Irwell und des Medlock ein Kastell errichten. Es wurde Mamucium genannt, das lateinische Wort für „brustförmiger Hügel“. Der Wortteil chester erinnert an die römische Zeit und bedeutet Lager (castrum). Nachdem die Römer im Jahr 407 Großbritannien verlassen hatten, war die Gegend lange Zeit unbewohnt, bis dann im 7. Jahrhundert die Angelsachsen sich hier niederließen. Sie gründeten ein Dorf mit dem Namen Mameceaster, woraus sich Manchester entwickelte.

Die Ruinen der römischen Befestigung waren bis zum 18. Jahrhundert sichtbar und wurden beim Bau einer Haupteisenbahnlinie endgültig beseitigt. Ein Nachbau des römischen Kastells ist im Stadtteil Castlefield zu finden.

Mittelalter und Neuzeit

Kathedrale

Das kleine Dorf Manchester stieg im 13. Jahrhundert zu einer Marktsiedlung auf und erhielt 1222 das Recht, Jahrmärkte durchzuführen. Im Jahr 1301 folgte das Recht auf Selbstverwaltung. Im 14. Jahrhundert ließen sich Einwanderer aus Flandern nieder und begründeten die Tradition der Wollverarbeitung und Leinenherstellung. Dank dieser Gewerbezweige war Manchester im 16. Jahrhundert ein blühender Marktort geworden. Die Stadtkirche (heute die Kathedrale) wurde zwischen 1500 und 1510 erbaut. Das Wachstum erhielt um 1620 einen weiteren Schub durch die Einführung der Baumwollweberei.

Als 1642 der englische Bürgerkrieg ausbrach, stand Manchester auf der Seite des Parlaments. Die Stadt wehrte sich erfolgreich gegen eine Belagerung der königlichen Truppen, obwohl sie keine Stadtmauern besaß. Als die Royalisten nach 1660 wieder an die Macht gelangten, verlor Manchester sämtliche Sitze im Parlament und war fast zweihundert Jahre lang nicht mehr vertreten. Doch trotz des verlorenen politischen Einflusses nahm die wirtschaftliche Bedeutung der Stadt weiter zu.

Industrielle Revolution

Manchester spielte eine Schlüsselrolle während der Zeit der Industriellen Revolution. Die zahlreichen Bäche, die in den Pennines nördlich und östlich der Stadt entsprangen, waren ideal für die Errichtung von Baumwollspinnereien, die durch Wasserkraft angetrieben wurden. Die Stadt profitierte außerdem von der Nähe zum Hafen in Liverpool.

Nach der Erfindung der Dampfmaschine waren die Baumwollspinnereien nicht mehr länger auf die Wasserkraft angewiesen und in der Folge entstanden noch größere Betriebe in der Stadt selbst sowie in den umliegenden Dörfern und Städten. Viele Bewohner ländlicher Gegenden zogen auf der Suche nach Arbeit nach Manchester. Innerhalb weniger Jahrzehnte stieg die Bevölkerungszahl um ein Vielfaches an und Manchester wurde zum wichtigsten industriellen Zentrum der Welt.

Die Transportwege zu diesem frühen Zeitpunkt der industriellen Revolution waren nicht sehr leistungsfähig. Erst die Eröffnung des Bridgewater-Kanals, einem Narrowboat-Kanal, der von den Kohlegruben des Duke of Bridgewater in Worsley bis nach Manchester führte, stellte einen Verkehrsweg zur Verfügung, der für den sicheren und preiswerten Transport von Kohle für die Dampfmaschinen und die Haushaltungen in Manchester einerseits und andererseits für den Abtransport von Fabrikgütern aus Manchester sorgen konnte.

Das ungebremste Bevölkerungswachstum brachte die Stadt an die Grenzen der Belastbarkeit. Die meisten Arbeiter wurden zu Hungerlöhnen angestellt und mussten in erbärmlichen Zuständen leben. So kam es 1797 als Folge einer Rezession in der Textilindustrie zu Aufständen und Plünderungen.

19. Jahrhundert

Alt und Neu. Der Innenstadtbezirk Castlefield; im Hintergrund der Beetham Tower

Die fehlende Vertretung im Parlament hatte zur Folge, dass die Bevölkerung radikalen politischen Ideen gegenüber sehr aufgeschlossen war. 1819 kam es zum Peterloo-Massaker, zwei Jahre später erschien erstmals der Manchester Guardian. Nach der Parlamentsreform von 1832 durfte die Stadt wieder Abgeordnete ins Unterhaus entsenden. Manchester blieb ein bedeutendes Zentrum für radikale politische Ideen. Von 1842 bis 1844 und erneut von 1850 bis 1870 lebte hier der deutsche Journalist Schriftsteller Friedrich Engels und schrieb sein einflussreiches Buch Die Lage der arbeitenden Klasse in England. 1839 gründete Richard Cobden die Anti-Corn Law League für Freihandel und zur Abschaffung von Zöllen (besonders Zölle auf importiertes Getreide). 1846 gelang die Abschaffung der Corn Laws. Cobden wurde damit zum Symbolfigur des Manchesterliberalismus.

Zahlreiche Kultur- und Bildungsinstitutionen wurden gegründet, so z. B. die Manchester Literary and Philosophical Society (1781), die Portico Library (1803), die Royal Manchester Institution (1823), die heutige University of Manchester Institute of Science and Technology (1824) und die Victoria University of Manchester (1851). 1847 entstand die Diözese Manchester der Church of England. 1853 wurde Manchester offiziell eine Stadt.

Die blühende Textilindustrie führte zu einer Expansion der Stadt und zum Zusammenwachsen mit den Vororten. Vor allem der Bau von Eisenbahnen und Kanälen trug zum Wachstum bei. 1829 baute George Stephenson die erste Eisenbahn von Liverpool nach Manchester (Liverpool and Manchester Railway). Der Ausbruch des Amerikanischen Bürgerkriegs im Jahr 1861 hatte eine sofortige Verknappung der Baumwolle zur Folge, was die Textilindustrie in eine tiefe Krise stürzte. Um die Abhängigkeit vom Hafen von Liverpool zu verringern, wurden zahlreiche Kanäle gebaut, allen voran der 1894 eröffnete Manchester Ship Canal. Dadurch wurde Manchester zur drittgrößten Hafenstadt Großbritanniens, trotz der Entfernung von 64 Kilometern zum Meer.

20. und 21. Jahrhundert

The Printworks

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts veränderte sich die Wirtschaftsstruktur der Stadt. 1910 wurde Trafford Park eröffnet, die erste eigens zu diesem Zweck geschaffene Industriezone der Welt. Hier siedelten sich u. a. Ford und Westinghouse an. 1931 wurde die höchste Bevölkerungszahl erreicht (766.311). Die Weltwirtschaftskrise traf die Stadt hart, die Textilindustrie sank fast zur Bedeutungslosigkeit herab. Während des Zweiten Weltkriegs wurden in Manchester die Avro-Flugzeuge gebaut, weshalb die Stadt immer wieder Ziel von Luftangriffen war. Aufgrund dessen ist in der Stadt nur noch wenig alte Bausubstanz anzutreffen und die Stadt ist größtenteils modern im Stil der Nachkriegsjahre geprägt

Nach dem Krieg übernahm Manchester erneut eine Führungsrolle, diesmal in der Informatik. Der „Vater“ der modernen Computer, Alan Turing, lehrte an der Universität Manchester. 1948 entstand aus seinen Ideen die Small-Scale Experimental Machine, der erste auf der Von-Neumann-Architektur basierende Computer. 1949 folgte der Manchester Mark I, woraus sich der Ferranti Star entwickelte, einer der ersten kommerziellen Computer. Das Filmstudio Mancunian Films nahm 1947 den Betrieb auf und wurde 1954 von der BBC übernommen. Im gleichen Jahr wurde auch Granada TV gegründet, eine der Hauptstützen von ITV, die u. a. die seit Jahrzehnten laufende Seifenoper Coronation Street produziert.

Diese Diversifikation konnte den Niedergang der Industrie zwar nicht verhindern, aber zumindest abfedern. Die Bevölkerungszahl ging zurück: Zählte man 1971 noch 543.868 Einwohner, so waren es 2001 nur noch 422.302. In den 1950ern und 1960ern wurden alte, überbevölkerte Viertel großflächig abgerissen und durch Hochhaussiedlungen ersetzt. Diese wiederum werden seit den späten 80ern zu einem Großteil wieder abgerissen.

Mittlerweile steigt die Einwohnerzahl der City of Manchester wieder an. Alleine im Stadtzentrum hat sich die Einwohnerzahl von 2.000 auf mehr als 12.000 erhöht. Dies wird als großer Erfolg im Zuge der Regenerierung der Innenstadt gewertet. Im Jahr 2015 rechnet man in der Innenstadt wieder mit einer Einwohnerzahl von mehr als 20.000.

Vor 1974 gehörte das Ballungsgebiet um Manchester zu den Grafschaften Cheshire and Lancashire, daneben existierten zahlreiche eigenständige County Boroughs. Das Gebiet wurde informell „SELNEC“ genannt (South East Lancashire North East Cheshire). 1974 erfolgte die Einführung einer übergeordneten Verwaltungseinheit namens Greater Manchester, die den Status eines Metropolitan County erhielt. 1986 wurde der Rat und die Verwaltung der Grafschaft abgeschafft.

Am 15. Juni 1996 um 11:20 Uhr explodierten 1500 kg Sprengstoff im Zentrum Manchesters. Die IRA hatte diese Bombe in einem Lieferwagen in der Corporation Street nahe der Einkaufsstraße Market Street platziert. Dies war die größte IRA-Bombe, die jemals in England detoniert war. Es gab zwar keine Toten, jedoch 206 Verletzte. Dem Anschlag ging eine Warnung nur gut eine Stunde vor der Zündung voraus, die Schlimmeres verhinderte. Der Anschlag zerstörte 50.000 m² Einkaufsfläche und 25.000 m² Bürofläche. Seit dem Anschlag wurde die gesamte Umgebung komplett renoviert, was das Stadtbild allgemein verbesserte. Ein Briefkasten außerhalb Marks & Spencer in der Corporation Street überstand den Anschlag beinahe unversehrt und wurde mit einer kleinen Gedenktafel versehen.

Als Folge der Wiederaufbaumaßnahmen und einer günstigen Wirtschaftsentwicklung hat die gesamte Innenstadt Manchesters in den letzten 10 Jahren einen bedeutenden Aufschwung erfahren. Das Stadtbild wird heutzutage durch Kaufhäuser der gehobenen Klasse sowie Luxuswohnungen und futuristische Architektur mitgeprägt. Manchester erhielt 2003 von der EU den Preis für den besten Strukturwandel einer europäischen Großstadt.

Manchester bewarb sich erfolglos für die Durchführung der Olympischen Sommerspiele 1996 sowie der Olympischen Sommerspiele 2000 . Stattdessen fanden in der Stadt die Commonwealth Games 2002 statt.

Kultur und Sport

Opera House

Manchester ist ein bedeutendes kulturelles Zentrum im Norden Englands. Der Maler L. S. Lowry wohnte in Manchester. Lowry ist berühmt für seine Malereien aus der Zeit der Industriellen Revolution, besonders für seine Zündholzmännchen. Das Lowry Centre an den Salford Quays ist dem Maler gewidmet. Es setzt einen dramatischen Akzent in einem vom Industriesterben gezeichneten Stadtquartier. Der an einem Kanal gelegene Komplex ist als städtisches Wahrzeichen gedacht und setzt im Freizeit- und Bildungsbereich Maßstäbe. Architekt Michael Wilford.

In direkter Nähe zum Lowry Centre gelangt man über eine Fußgängerbrücke zum Imperial War Museum North. Architekt von Brücke und Museum ist Daniel Libeskind, der mit seinem Entwurf für das Jüdische Museum in Berlin weltberühmt wurde.

Mit der Whitworth Gallery und der Manchester Art Gallery befinden sich zwei bedeutende Kunstsammlungen in Manchester. Die Stadt beheimatet auch einige Museen. Das Museum of Science and Industry beschäftigt sich mit der Industriellen Revolution, während im Urbis das moderne Stadtleben Thema ist. In allen Museen Manchesters ist der Eintritt für jedermann frei.

Das Kultur- und Kunstzentrum Cornerhouse residiert in einem ehemaligen Teppichkaufhaus und bietet heute neben Ausstellungsräumen ein Café sowie drei Kinosäle für Nicht-Mainstream-Filme.

Das Hallé-Orchester spielt oft auf seiner Heimatbühne in Manchester in der Bridgewater Hall, die dem Grafen von Bridgewater gewidmet ist. Das Library Theatre und das Royal Exchange sind zwei Theater von gutem Ruf. Das Opera House und das Palace Theatre führen regelmäßig Musicals von Londons West End sowie Oper, Ballett und Kabarett auf.

Manchester war besonders bedeutend in den 1980ern und den 1990ern als ein Zentrum der Gegenkultur. Der Name Madchester wurde der Stadt zu dieser Zeit verliehen, der Film „24 Hour Party People“ (2002) von Michael Winterbottom erzählt die Geschichten rund um den damals weltbekannten Club „The Haçienda“.

Bekannte Musikgruppen aus Manchester sind Oasis, The Hollies, New Order, The Smiths, I am Kloot, Elbow, Simply Red, Inspiral Carpets, Stone Roses, James, Happy Mondays und Take That. Zur Zeit des New Wave wurden The Fall, Joy Division, Buzzcocks, Magazine oder 808 State aus Manchester bekannt. Ende der 80er Jahre wurde hier The Future Sound Of London gegründet. Mit Factory Records beheimatete Manchester eines der einflussreichsten Independent-Labels. Die Stadt ist noch immer bekannt für ihre Clubs.

Die bekannte englische Serie Coronation Street spielt in Manchester. Es ist die älteste Seifenoper im Vereinigten Königreich und wird von Granada TV am Set in der Innenstadt produziert. Der mittlerweile in den ITV-Verbund eingegangene Fernsehsender ist noch als Produktionsstudio im In- und Ausland aktiv. Viele TV-Serien wie Cracker (Für alle Fälle Fitz), Life on Mars, The Royle Family oder Clocking Off spielen in Manchester.

Manchester ist ebenfalls bekannt für die beiden Fußballvereine, die in der Englischen Premier League spielen: Manchester City und Manchester United. Das Stadion von Manchester United, das Old Trafford, liegt in Trafford, das verwaltungstechnisch zu Stretford gehört. Im Jahre 2002 fanden die Commonwealth Games im neu erbauten City-of-Manchester-Stadion, seit 2003 Heimstadion von Manchester City. Das B of the Bang vor dem Stadion, eine 56 Meter hohe Skulptur in Form eines explodierenden Feuerwerkskörpers, erinnert an die zehntägige Sportveranstaltung. Durch die Errichtung des Aquatics Centers für die Commonwealth Games besitzt Manchester nun auch eine Schwimmhalle für internationale Sportveranstaltungen..

Shopping & Nightlife

Shopping rund um Piccadilly Gardens

Manchester gilt nach London als wichtigste Shopping-Metropole des Vereinigten Königreiches. Die Einkaufsmöglichkeiten sind ebenso zahlreich wie vielfältig.

Das Prêt-à-porter-Angebot internationaler Modedesigner findet sich in der King Street wie auch in den Nobelkaufhäusern „Selfridges“ und „Harvey Nichols“ in der Market Street. Zahlreiche Geschäfte für gehobene Ansprüche befinden sich auch am Deansgate.

Das „Northern Quarter“, das immer noch Spuren der früheren Industrialisierung aufweist, bietet Einkaufsmöglichkeiten der alternativen Szene, wie z. B. Mode von überwiegend jungen, unabhängigen Modedesignern, die einen Teil der Subkultur bilden.

Der Arndale Centre in der Market Street bietet eine große und vielfältige Palette von Geschäften, die großen Ketten angehören und quasi in jeder größeren Stadt anzutreffen sind.

Das Nachtleben Manchesters ist äußerst vielfältig.

Direkt in der Innenstadt liegt die Gegend um Canal Street, die eines der größten schwulen kulturellen Zentren Europas ist, mit mehr als 40 Bars, Pubs, Clubs und Shops und viel Publikum. Es belegt nach einem Ranking der BBC immerhin den zweiten Platz nach London der gayest cities in Großbritannien. Dazu hat nicht unerheblich auch die Fernsehserie Queer as Folk beigetragen. Ende August findet jährlich der Manchester Pride statt, im Jahr 2003 wurde hier der europäische Christopher Street Day Europride gefeiert.

Wer es lieber etwas „straight“ mag, kommt abends oder nachts im Northern Quarter oder rund um Deansgate auf seine Kosten – erst recht, seitdem im Frühjahr 2006 die Sperrstunde in Großbritannien komplett aufgehoben wurde. Allerdings haben die meisten Kneipen ihre Öffnungszeiten nicht wesentlich verlängert.

Das chinesische Viertel (Chinatown) liegt mitten im Stadtzentrum und gilt als das drittgrößte im Land. Es zeichnet sich durch eine Vielzahl fernöstlicher Restaurants und Geschäfte aus, die dem Viertel ein exotisches Flair verleihen und zur kulturellen Vielfalt der Stadt beitragen.

Die „Curry Mile“ ist der Spitzname für die Wilmslow Road [1], die sich durch den Ortsteil Rusholme zieht und in der sich nahezu ein indisches Restaurant an das andere reiht. Eine Besonderheit sind dabei die bunten und exotischen Leuchtreklamen, mit denen abends die Besucher angelockt werden.

Insgesamt sind in der Innenstadt von Manchester etwa 400 Restaurants, Clubs, Bars und Pubs ansässig.

Bildung

Universität

In Manchester gab es bis 2004 drei Universitäten, die Universität Manchester (Victoria University of Manchester), die technische Universität University of Manchester Institute of Science and Technology (UMIST) sowie die Manchester Metropolitan University (MMU), die bis 1992 ein Polytechnikum war. Im Oktober 2004 fusionierte die Universität Manchester mit UMIST und ist damit, unter Beibehaltung ihres bisherigen Namens, die größte Universität des Vereinigten Königreiches.

Die Universität Manchester hat eine eigenständige Business School, die auf Finanz MBA-Programme und Doktorantenprogramme spezialisiert ist und ihr Programm auch in Singapur, Hongkong, Dubai und Jamaika anbietet. Die Manchester Business School belegte im Jahr 2006 im Financial Times Ranking den 22. Platz unter den weltweiten MBA Programmen.

Der nördliche Ableger des Royal College of Music in London ist das Royal Northern College of Music in Manchester. Das Manchester City College ist eine weitere Weiterbildungstätte in der Stadt, und in Salford befindet sich eine weitere Universität.

Verkehr

Der Flughafen Manchester ist nach London Heathrow und London Gatwick der drittgrößte Airport des Vereinigten Königreiches. Jährlich werden ca. 24 Mio. Passagiere abgefertigt. Direktverbindungen bestehen zu Kontinentaleuropa (u. a. Düsseldorf, Frankfurt, München; Stand 2006) aber auch zu interkontinentalen Destinationen (u. a. New York, Washington, Singapur; Stand 2006).

Direkte Fernbuslinien verbinden die Stadt unter anderem mit London, Liverpool, Birmingham, Leeds und Schottland. In der Stadt selbst verkehren Stadtbusse und die Stadtbahn Manchester Metrolink, die zu großen Teilen auf ehemaligen Eisenbahnstrecken verkehrt. Das Ausbauprogramm der Phase III wurde im Juli 2006 von der Regierung genehmigt. Dieses Programm sieht ein Ausbauvolumen des Stadtbahnnetzes von insgesamt 1,5 Milliarden Pfund vor.

Drei Buslinien (Metroshuttle 1, 2 und 3), die die wichtigsten Punkte in der Innenstadt mit Midibussen verbinden, sind kostenlos nutzbar.

Es gibt drei große Bahnhöfe im Bereich der Innenstadt: Piccadilly, Oxford Road und Victoria.

Einige bedeutende Kanäle treffen sich in Manchester: der Manchester-Kanal, der Bolton & Bury-Kanal, der Rochdale-Kanal, der Manchester-Ship-Kanal, der Bridgewater-Kanal, der Ashton-Kanal und der Leigh-Abzweiger des Leeds & Liverpool-Kanal. Diese Kanäle waren in der Vergangenheit wichtige Transportwege, wurden aber über Jahrzehnte kaum mehr benutzt; heute sind Freizeitboote, sog. narrowboats, die einzigen namhaften Benutzer.

Umgebung

Folgende bedeutende Ortschaften befinden sich in der Agglomeration Manchesters: Altrincham und Sale, Trafford Borough, Ashton-under-Lyne Tameside Borough, , Bury, Bolton, Oldham, Rochdale, Salford, Stockport und Wigan.

Östlich der Stadt liegt der Peak-District-Nationalpark. Mit dem Auto gut erreichbar ist der Lake-District-Nationalpark, der nördlich der Stadt liegt.

Städtepartnerschaft

Söhne und Töchter der Stadt

Weblinks

53.480833333333-2.2357Koordinaten: 53° 29′ N, 2° 14′ W

Einzelnachweise

  1. Restaurants of Manchester (engl.), aufgerufen am 24.07.2008]


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