Babcock und Wilcox
The Babcock & Wilcox Company
Unternehmensform Corporation
Gründung 1867
Unternehmenssitz Lynchburg, Virginia, USA
Mitarbeiter ca. 20.000 (2007)
Branche Energieanlagenbau
Produkte

Konventionelle und nukleare Dampferzeuger und dazugehörige Technik

Website

www.babcock.com

Babcock & Wilcox (voller Name: The Babcock & Wilcox Company, abgekürzt B&W) ist US-amerikanischer Hersteller von konventionellen und nuklearen Dampferzeugern mit Sitz in Lynchburg, Virginia. Neben dem Hauptsitz unterhält B&W Niederlassungen an mehreren Standorten in den USA, Kanada, China und Dänemark. B&W gehört heute dem Bauunternehmen McDermott International, Inc. (NYSE: MDR).

Inhaltsverzeichnis

Produkte

Babcock & Wilcox war und ist bis heute ein in Nordamerika und international führender Hersteller konventioneller Dampfkessel. B&W entwickelte den ersten Kessel mit Staubfeuerung für Kohle und baute den ersten Benson-Kessel (überkritischer Zwangsdurchlaufkessel). Im Zweiten Weltkrieg war mehr als die Hälfte der dampfgetriebenen Schiffe der Kriegsmarine der USA durch Kessel von B&W angetrieben. Weltweit sind in Kraftwerken Kessel von B&W entsprechend einer elektrischen Leistung von etwa 270 Gigawatt in Betrieb.

Neben konventionellen Kesseln ist Babcock & Wilcox auch ein bedeutender Hersteller von nuklearen Dampferzeugern, Kernreaktoren und anderer Nukleartechnik. Unter anderem war B&W beteiligt an der Entwicklung des Reaktors für die USS Nautilus (SSN-571) (das erste Atom-U-Boot der Welt) und des Unglückreaktors des Kernkraftwerkes Three Mile Island. Heute betreibt B&W zusammen mit Bechtel für das Energieministerium der Vereinigten Staaten die Hochsicherheits-Anlage „Y12“, die früher zum Oak Ridge National Laboratory gehörte und in der bis heute hochangereichertes Uran für zivile und militärische Zwecke hergestellt wird. Weiterhin betreibt B&W seit 2005 das Nuklearforschungslabor Los Alamos National Laboratory.

Geschichte

Babcock & Wilcox kann auf mehr als 150 Jahre Geschichte zurückblicken: Das Unternehmen wurde 1867 von Stephen Wilcox und seinem Partner George Babcock in Providence gegründet mit dem Ziel, den bereits 1856 von Wilcox als „Non-Explosive Boiler“ (deutsch: Nicht-explosiver Kessel) patentierten, besonders sicheren und effektiven Wasserrohrkessel herzustellen.

Babcock in Europa, insbes. Deutschland

Über den europäischen Ableger Babcock & Wilcox Ltd. in London wurde bereits 1898 die Deutschen Babcock & Wilcox Dampfkessel-Werke Aktien-Gesellschaft (später kurz Deutsche Babcock genannt) gegründet. Über die inzwischen insolvente Deutsche Babcock findet sich der Name Babcock in einigen traditionsreichen deutschen Unternehmen der Dampfkessel- und Energietechnik wieder, z.B. Babcock Borsig, Babcock-BSH, Babcock-Lentjes.

Die englische Babcock & Wilcox Ltd. wurde 1995 an die Mitsui Group verkauft (Mitsui Babcock), dann 2001 weiter an Doosan (Doosan Babcock Energy). Deren deutsche Tochter Doosan Babcock Energy Germany ist die ehemalige DH Dampfkessel- und Behälterbau in Hohenthurm.

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