Babimost
Babimost
Wappen von Babimost
Babimost (Polen)
Babimost
Babimost
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Lebus
Landkreis: Zielona Góra
Fläche: 3,62 km²
Geographische Lage: 52° 9′ N, 15° 50′ O52.1515.833333333333Koordinaten: 52° 9′ 0″ N, 15° 50′ 0″ O
Einwohner:

4196
(31. Dez. 2010)[1]

Postleitzahl: 66-110
Kfz-Kennzeichen: FZI
Wirtschaft und Verkehr
Straße: WolsztynŚwiebodzin
Schienenweg: Zielona Góra–Poznań
Nächster int. Flughafen: Zielona Góra-Babimost
Gemeinde
Gemeindeart: Stadt- und Landgemeinde
Gemeindegliederung: 12 Ortschaften
Fläche: 92,8 km²
Einwohner:

6541
(31. Dez. 2010) [2]

Bevölkerungsdichte: 71 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 0809013
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: Bernard Radny
Adresse: Rynek 3
66-110 Babimost
Webpräsenz: www.babimost.pl

Babimost [baˈbʲimɔst] (deutsch Bomst) ist eine Kleinstadt im Westen Polens. Sie ist Sitz der gleichnamigen Stadt- und Landgemeinde im Powiat Zielonogórski, Woiwodschaft Lebus.

Inhaltsverzeichnis

Geographische Lage

Die Stadt liegt im Westen Polens am östlichen Rand der Woiwodschaft Lebus. Etwa 80 Kilometer entfernt befindet sich die Staatsgrenzen zu Deutschland, 75 Kilometer östlich liegt Posen .

Geschichte

Bomst entstand vermutlich um 1000 an einer Furt durch die Faule Obra als Siedlung um eine Befestigungsanlage. Von 1257 bis 1307 gehörte der Ort, der auf einer Flussinsel angelegt war, dem Zisterzienserkloster Obra, das die umgebenden Weinberge versorgte. Vor 1397 wurde Bomst durch Władysław II. Jagiełło nach Magdeburger Recht zur Stadt erhoben. Im Jahre 1319 kam die Stadt zu Brandenburg, sie gelangte aber bald wieder an das Herzogtum Schlesien-Glogau. 1335 kam Bomst an Polen und wurde Immediatstadt. 1530 erneuerte Sigismund der Alte die Stadtrechte nach dem Vorbild der Stadt Posen. Neben der regelmäßigen Altstadt wurde 1652 durch schlesische Glaubensflüchtlinge die Neustadt gegründet, die schnell zum größten Stadtteil anwuchs. 1656 im Krieg mit Schweden wurde die Ortschaft ausgeraubt und zerstört. Die Schweden verbrannten den Pfarrer und den Vikar auf einem Scheiterhaufen. Im 18. Jahrhundert wurde die Synagoge wieder errichtet. 1762 wurde Jan Gładysz, ein bekannter polnischer Maler, in Babimost geboren. 1782 wurde die erste protestantische Kirche errichtet. Im Jahre 1793 kam Bomst zu Preußen. 1871 lebten 2.272 Menschen im Ort. Davon waren 1.042 katholisch, meist Polen, 1.070 evangelisch, meist Deutsche, und 160 jüdisch. Die Einwohner lebten von der Tuch- und Schuhmacherei und vor allem vom Hopfen- und Weinanbau.

Zwischen 1818 und 1938 war Bomst (mit Unterbrechungen) Sitz des Landkreises Bomst.

1939 lebten 1.950 Menschen im Ort, davon 600 Polen.

1945 war der Ort zu 35 Prozent zerstört. Die bisherigen Einwohner flohen vor der Roten Armee oder wurden später gewaltsam vertrieben.

1945 bis 1950 war der Ort wieder Kreisstadt. Die Einwohnerzahl erhöhte sich nach dem Krieg: 1946 lebten 1.284 Menschen hier, 1957 waren es schon 2.100.

Partnerschaften

  • Neuruppin, Deutschland
  • Amt Döbern-Land, Spree-Neiße-Kreis in Deutschland
  • Die Stadt- und Landgemeinde unterhält eine Partnerschaft mit der brandenburgischen Gemeinde Felixsee.

Gemeinde

Babimost bildet eine Stadt- und Landgemeinde mit 6.500 Bewohner auf 93 km². Neben der Stadt Babimost liegen noch die Dörfer Janowiec (Kesselsdorf), Kolesin (Goltzen), Kuligowo (Kulkau), Laski (Bergvorwerk), Laski Dolne (Laske), Leśniki (Waldvorwerk), Nowe Kramsko (Neu Kramzig, 1937-45 Kleistdorf), Podmokle Małe (Klein Posemuckel, 1937-45 Klein Posenbrück), Podmokle Wielkie (Groß Posemuckel, 1937-45 Groß Posenbrück), Stare Kramsko (Alt Kramzig, 1937-45 Krammensee) und Zdzisław (Unruhsau) auf dem Gemeindegebiet.

Verweise

Weblinks

 Commons: Babimost – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

  1. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2010. Główny Urząd Statystyczny (GUS), abgerufen am 10. Juli 2011.
  2. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2010. Główny Urząd Statystyczny (GUS), abgerufen am 10. Juli 2011.



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