7. Britische Panzerdivison

Die 7. Panzerdivision (englisch : 7th Armoured Division) war ein Panzergroßverband der Streitkräfte des Vereinigten Königreichs, der im Zweiten Weltkrieg in den Schlachten des Afrikafeldzugs Berühmtheit erlangte. Besser bekannt war die Division als „Wüstenratten“ (engl.: Desert Rats), den sich die Angehörigen selbst gaben, da das Emblem der Division eine Wüstenspringmaus zeigt.

Die Division kämpfte während des Zweiten Weltkriegs unter anderem in Nordafrika, wodurch sie Bekanntheit erlangte. Später kämpfte sie auch in der Normandie und nahm 1945 Hamburg ein.

Bekannte Angehörige der Division waren Dan Ranfurly, Feldmarschall Lord Carver, sowie der Generalmajor G.P.B. 'Pip' Roberts und der General Frank Messervy.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Vorgeschichte und Gründung

Die britische Militärdoktrin vor dem Zweiten Weltkrieg war über die Nutzung von Panzern tief gespalten. Während einige Offiziere gemäß den Theorien J.F.C. Fullers eine bewegliche Kriegsführung auf Basis der neuen Waffen forderten, stellten sich vor allem höhere Militärs gegen die Einführung unabhängiger Panzereinheiten. So kam es, dass erst am Vorabend des neuen Krieges 1938 zwei Panzereinheiten zeitlich unbeschränkt ins Leben gerufen wurden. Eine sogenannte mobile Division wurde in England, eine weitere in Ägypten aufgestellt. Die nahe Alexandria unter Percy Hobart, einem Anhänger Fullers, aufgestellte mobile Einheit sollte den Grundstock der „Wüstenratten“ bilden. Sie wurde 1939 als „Gepanzerte Brigade“ (engl.: „Armoured Brigade“) geführt und schließlich unter neuem Kommando im Februar 1940 zur 7. Panzerdivision umgewandelt.

Zweiter Weltkrieg

Die „Wüstenratten“ blieben den gesamten Afrikafeldzug hindurch Teil der englischen Western Desert Force, die im Kampf mit dem deutschen Afrikakorps stand. Hierbei war die 7. Panzerdivision unverzichtbares taktisches und strategisches Mittel der jeweiligen Befehlshaber. Sie nahm am 7. Februar 1943 Tunis ein und besiegelte somit die Niederlage der Achsenmächte in Afrika.

Nach einer kurzen Ruhepause wurde die Division während der Operation Husky auf Sizilien eingesetzt und nahm danach mit der amerikanischen 5. Armee an der Landung in Italien bei Salerno teil. Bei der alliierten Operation Overlord am 6. Juni 1944 unterstand die Division der britischen 2. Armee und machte sich besonders im Juli bei der Eroberung Caens verdient. Nach der Befreiung Frankreichs stieß die 7. Panzerdivision nach Belgien bis zur Maas vor. Sie überquerte den Rhein im März 1945 und nahm an der Besetzung Hamburgs teil.

Nach Kriegsende

Die Division wurde nach Kriegsende Teil der britischen Truppen in Deutschland und wurde in Berlin stationiert.

Die Tradition der „Wüstenratten“ trägt heute die 7. gepanzerte Brigade (engl.: 7th Armoured Brigade), die am Zweiten und Dritten Golfkrieg teilnahm.

Literatur

  • Robin Neillands: The Desert Rats: 7th Armoured Division, 1940-1945, Weidenfeld and Nicolson, 1991, ISBN 0297811916

Weblinks


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