Sherbrooke
Sherbrooke
Spitzname: Ville Reine de l'Estrie
Sherbrooke
Sherbrooke
Wappen von Sherbrooke
Wappen
Motto: Ne quid nimis
Lage in Québec
Sherbrooke (Québec)
Sherbrooke
Sherbrooke
Staat: Kanada
Provinz: Québec
Région administrative: Estrie
Koordinaten: 45° 24′ N, 71° 53′ W45.401258333333-71.888425Koordinaten: 45° 24′ N, 71° 53′ W
Fläche: 366 km²
Einwohner: 153.384 (Stand: 2009)
Bevölkerungsdichte: 419,1 Einw./km²
Gemeindenummer: 43027
Postleitzahl: J1E, J1G, J1H, J1J, J1K,

J1L, J1M, J1N, J1R

Bürgermeister: Jean Perrault
Webpräsenz: www.ville.sherbrooke.qc.ca

Sherbrooke ist eine Stadt in der kanadischen Provinz Québec. Die Stadt hat eine Einwohnerzahl von etwa 194.555 (überwiegend französischsprachig). Die Hauptstadt der Verwaltungsregion Estrie liegt am Zusammenlauf der Flüsse Saint-François und Magog.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Als das offizielle Gründungsjahr der Stadt gilt heute 1802, als Gilbert Hyatt, ein amerikanischer Loyalist, an dem Zusammenlauf der Flüsse Magog und Saint-François eine Mühle errichtete. Ursprünglich hieß die Siedlung nach ihrem Gründer Hyatt's Mills, änderte dann aber 1818 zu Ehren von John Coape Sherbrooke, dem scheidenden Generalgouverneur von Kanada, ihren Namen. Das heutige Sherbrooke entstand zum 1. Januar 2002 durch eine Zusammenlegung des alten Sherbrooke mit den Städten Bromptonville, Fleurimont, Lennoxville und Rock Forest sowie den Gemeinden Ascot, Deauville und Saint-Élie-d’Orford.

Ursprünglich war die Bevölkerung größtenteils englischsprachig. Lag der französischsprachige Anteil im Jahr 1851 bei nur 16%, so waren es 1898 bereits 59%.[1] Heute ist Sherbrooke eine mehrheitlich französischsprachige Stadt, allerdings ist sie beispielsweise außer Montreal der einzige Ort in der Provinz Québec, in dem eine englischsprachige Tageszeitung und Universität beheimatet sind.

Bildung und Forschung

In Sherbrooke befinden sich die „Université de Sherbrooke“ (Unterrichtssprache Französisch) und die „Bishop's University“ (Unterrichtssprache Englisch). Als Vorstufe zum Besuch dieser Universitäten existieren die drei Cégeps „Séminaire de Sherbrooke“, „Cégep de Sherbrooke“ (Unterrichtssprache Französisch) und das „Champlain College Lennoxville“ (an die „Bishop's University“ angeschlossen).

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen und Theater

An Museen kann Sherbrooke das naturkundliche „Musée de la nature et des sciences“ und das Kunstmuseum „Le Musée des Beaux-Arts“ vorweisen, des Weiteren beherbergt die Université de Sherbrooke die „Galerie d’art du Centre culturel“. An Theatern gibt es die beiden kleineren „Théatre Granada“ und „Le Petit Théatre“, außerdem finden in dem in der vorgenannten „Galerie d’art du Centre culturel“ beherbergten „Salle Maurice-O'Bready“ Aufführungen statt.

Bauwerke

In der Stadtmitte befindet sich die Kathedrale „Saint-Michel“, die der Pariser Notre-Dame nachempfunden wurde. In der unmittelbaren Nachbarschaft steht auch das „Hôtel de ville de Sherbrooke“, das 1906 fertiggestellte heutige Rathaus. Zu den markantesten Bauwerken zählt auch das Schulgebäude der Privatschule „Le Séminaire de Sherbrooke“.

Sport

Sherbrooke ist Heimat des Eishockeyclubs Saint-François de Sherbrooke, der in der Québecer Liga LNAH spielt. In der Saison 2005/2006 konnte die Mannschaft erstmals die Meisterschaft erringen. Mit den „Les Expos de Sherbrooke“ gibt es auch eine Baseballmannschaft, die in der LBSEQ (Ligue de baseball senior du Québec) vertreten ist.

Im Sommer der Jahre 1977 und 1995 war Sherbrooke Austragungsort der provinzialen Jugendspiele Jeux du Québec. Im Januar 2009 fand in Sherbrooke die Juniorenweltmeisterschaft im Shorttrack statt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Die „Société de transport de Sherbrooke“ (STS) unterhält ein Busliniennetz, das alle Stadtteile umfasst. Für Studenten der „Université de Sherbrooke“ und Schüler des „Cégep de Sherbrooke“ ist die Fahrt kostenlos.

Sherbrooke verfügt mit dem „Aéroport de Sherbrooke“ auch über einen kleinen Flughafen außerhalb der Stadt, von dem aus zweimal täglich Flüge nach Toronto abgehen beziehungsweise von dort empfangen werden.

Ansässige Unternehmen

Bedingt durch ihren Status als Universitätsstadt ist der universitäre Sektor der größte Arbeitgeber der Stadt. Aus der Privatwirtschaft haben Nordia, Fédération des caisses Desjardins du Québec und Kruger größere Niederlassungen in Sherbrooke, der Möbelhersteller Shermag ist das größte Privatunternehmen, das seinen Unternehmenssitz in der Stadt unterhält.[2]

Medien

Die Stadt beherbergt die drei privaten Fernsehsender CHLT, CKSH und CFKS, die allesamt Partner des staatlichen Senders CBC/Radio-Canada sind.

In Sherbrooke erscheinen zwei Tageszeitungen: La Tribune (französisch) und The Record (englisch). Daneben erscheinen samstags auch die Gratiszeitungen Le journal de Sherbrooke und La Nouvelle de Sherbrooke.

Hörfunk

  • 088.1 : CFPP, religiöser Sender
  • 088.3 : CFAK (Campusradio der L'Université de Sherbrooke)
  • 089.7 : CBM-FM (CBC Radio Two)
  • 088.9 : CJMQ (Campusradio der L'Université Bishop's)
  • 090.7 : CBFX Espace Musique
  • 091.7 : CBME (CBC Radio One)
  • 093.7 : CFGE Rythme FM succès de l'heure
  • 095.5 : CFLX-FM, gemeinschaftliches Programm
  • 098.1 : CFGE Rythme FM
  • 100.3 : CIRA-FM Radio Ville-Marie, religiöser Sender
  • 101.1 : CBF-FM La Première Chaîne, Nachrichten, Informationen
  • 107.7 : CHLT-FM Souvenirs Garantis
  • 102.7 : CITE RockDétente, zeitgenössische Musik für Erwachsene
  • 104.5 : CKOY 104,5 CKOY, Pop Rock
  • 106.1 : CIMO Énergie, Pop Rock
  • 106.9 : CIMO Énergie, Pop Rock

Söhne und Töchter der Stadt

Weblinks

Einzelnachweise

  1. histoirequebec.qc.ca: „La colonisation dans les Cantons de l'Est“ von Gilles Boileau (französisch)
  2. Société de Développement Économique de Sherbrooke: Profiel de Sherbrooke: Économie (französisch)

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