Bad Gams
Bad Gams
Wappen von Bad Gams
Bad Gams (Österreich)
Bad Gams
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Deutschlandsberg
Kfz-Kennzeichen: DL
Fläche: 48,71 km²
Koordinaten: 46° 52′ N, 15° 13′ O46.8715.223333333333430Koordinaten: 46° 52′ 12″ N, 15° 13′ 24″ O
Höhe: 430 m ü. A.
Einwohner: 2.289 (1. Jän. 2011)
Bevölkerungsdichte: 47 Einwohner je km²
Postleitzahl: 8524
Vorwahl: 03463
Gemeindekennziffer: 6 03 07
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gams 2
8524 Bad Gams
Website: www.bad-gams.steiermark.at
Politik
Bürgermeister: Peter Senekowitsch (SPÖ)
Gemeinderat: (2010)
(15 Mitglieder)
8 SPÖ, 5 ÖVP,1 Für Bad Gams, 1 FPÖ
Lage der Marktgemeinde Bad Gams im Bezirk Deutschlandsberg
Aibl Deutschlandsberg Eibiswald Frauental an der Laßnitz Freiland bei Deutschlandsberg Bad Gams Garanas Georgsberg Greisdorf Gressenberg Groß Sankt Florian Großradl Gundersdorf Hollenegg Kloster Lannach Limberg bei Wies Marhof Osterwitz Pitschgau Pölfing-Brunn Preding Rassach Sankt Josef Sankt Martin im Sulmtal Sankt Oswald ob Eibiswald Sankt Peter im Sulmtal Sankt Stefan ob Stainz Schwanberg Soboth Stainz Stainztal Stallhof Sulmeck-Greith Trahütten Unterbergla Wernersdorf Wettmannstätten Wielfresen Wies SteiermarkLage der Gemeinde Bad Gams im Bezirk Deutschlandsberg (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Bad Gams ist eine Marktgemeinde im Südwesten der Steiermark. Der kleine Kurort mit 2289 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2011) liegt rund 30 km von Graz entfernt. Wichtige Einnahmequellen der Gemeinde sind der Tourismus und der Weinbau. Alte Bauernhäuser mit typisch spitzwinkeligen weststeirischen Ziegeldächern zeugen neben alten Hügelgräbern aus der Zeit der Kelten von früher Besiedelung am Fuße des 800 Meter hohen Gamsgebirges.

Inhaltsverzeichnis

Geografie und Geologie

Bad Gams liegt im steirischen Hügelland der Region Weststeiermark. Die südliche bis westliche Grenze wird durch die Laßnitz und das Wildbachtal gebildet. Im Nordwesten verläuft die Grenze über den Reinischkogel und den Absetzwirt zum 1.362 Meter hohen Rosenkogel, ein beliebtes Wandergebiet für die Bewohner des Umlandes und der Landeshauptstadt Graz. Die Gemeinde verfügt über einen großzügigen, künstlich angelegten Badesee, der neben weitläufigen Wiesen- und Kulturflächen mit zahlreichen Streuobstbäumen, das Ortsbild von Bad Gams prägt. Das milde Klima lässt im Herbst Edelkastanien und Kürbisse reifen.

Bad Gams liegt an der Ostgrenze des Koralpenzuges, an der Grenze des kristallinen Gesteins (Gneis, Amphibolite usw.) zu den Gesteinen (Schottern, Brekzien usw.) aus dem Neogen (früher Tertiär genannt), die das Grazer Becken bilden. Gams liegt teilweise auf einem der acht publizierten Plattengneisgebiete in der östlichen Koralpe, des „Komplex Gams“.[1]

Die Gesteine, auf denen das Gemeindegebiet liegt, sind wissenschaftlich eingehend untersucht.[2] Die Bäche sind teilweise tief in das Kristallin eingeschnitten. Die steilen Hänge dieser Täler führen zu Hangrutschungen, durch welche Mineralienfundstellen erschlossen werden.[3] Auch Straßenbauten (insb. für Forststraßen) und Steinbrüche machen Fundstellen, z. B. für Granate, zugänglich. In der Katastralgemeinde Sallegg werden entlang des Wildbachtales Fundstellen durch an die hundert Pegmatite unterschiedlicher Mächtigkeit (vom Dezimeter-Bereich bis zu 20 Meter und mehr) gebildet. Bei ihnen wurden in kleinen Mengen mit Kristallen in Millimetergröße Uranminerale (Autunit, Torbernit, Uraninit), Uranopale, Turmalin, Zirkon, Dumortierit und andere Mineralien gefunden.[4]

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Bad Gams umfasst folgende zwölf Katastralgemeinden:

  • Bergegg
  • Feldbaum
  • Furth
  • Gams
  • Gersdorf
  • Greim
  • Hohenfeld
  • Mitteregg
  • Müllegg
  • Niedergams
  • Sallegg
  • Vochera am Weinberg

Nachbargemeinden

Kloster, Stainz, Stallhof, Rassach, Freiland bei Deutschlandsberg, Deutschlandsberg, Frauental an der Laßnitz

Kleinregion

Die Gemeinde ist eines der sechs Mitglieder des Gemeindeverbandes „Kernraum Bad Gams - Deutschlandsberg - Frauental“ (mit Kloster, Osterwitz und Freiland). In diesem Gemeindeverband sollen die Aufgaben von Straßenerhaltung, Einkauf und die Kinder- und Jugendbetreuung gemeinsam erledigt werden. Der Verband konstituierte sich am 9. Dezember 2010. Er hat Rechtspersönlichkeit und beruht auf freiwilliger Vereinbarung. Sein Sitz ist Frauental,[5] seine rechtliche Basis § 38a der Gemeindeordnung.[6]

Geschichte

Prähistorische Zeit

In der Katastralgemeinde Sallegg, am Lauf des Wildbaches (Wildbachgraben), wurden zwei „Feuersteinknollen“ aus Jaspis und andere Silexgeräte gefunden. Diese Stücke befinden sich mit anderen Steinwerkzeugen im Museum der Burg Deutschlandsberg und deuten auf eine Siedlung aus prähistorischer Zeit in diesem Gebiet.[7]

Mittelalter

Hinweis auf die Zuständigkeitsstreitigkeiten um einen Burgfried in Gams im 17. Jahrhundert (Zeilen 14 und 15 von oben)

Bad Gams verdankt seinen Namen den Slawen, die Ende des 6. Jahrhunderts in die heutige Weststeiermark einwanderten. Der Name stammt von den slawischen Wörtern Kamnice (Steinbruch) oder Gamenic (Stein) ab. Ab dem 8. Jahrhundert mussten die Slawen die Oberhoheit der Baiern anerkennen, Ende des 9. Jahrhunderts besetzten die Ungarn Teile der Steiermark. Erst 1043 konnte König Heinrich II. die Ungarn endgültig aus der Mittelsteiermark vertreiben. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Raum Bad Gams im Jahr 1100 in einer Schenkungsurkunde Salzburger Erzbischofs Tiemo, der dem Stift Admont eine Viertelhube in Hohenvelt (Hohenfeld) schenkte. Die Besitzungen bei Gams wurde vom Stift Admont durch dessen Propstei in St. Martin bei Strassgang verwaltet.

Neuzeit

Nach der Vierteleinteilung der Steiermark 1462 gehörte Gams zum „Viertel dieshalb der Piberalm“, das später „Viertel zwischen Mur und Drau“ genannt wurde. In allgemeinen Zusammenhängen waren die Behörden des Marburger Kreises des Herzogtums Steiermark zuständig. Diese Behörden hatten ihren Sitz in Marburg. Ab 1849 lag das Gebiet im Grazer Kreis.

Das Gemeindegebiet gehörte im 16. und 17. Jahrhundert zum „Landgericht Oberwildon“, wobei die Gerichtszuständigkeiten wechselten und Kompetenzstreitigkeiten wie bei Gams in den Jahren 1624/1625 nicht selten waren. Das Verzeichnis der Burgfriede vermerkt, „… soll ein purgfrid sein zu Gämbs, aber niemahls gestatt worden …“. [8] Dies galt allerdings nur außerhalb des Dachtraufes: Innerhalb dessen lag die volle niedere Gerichtsbarkeit im 16. Jahrhundert beim jeweiligen Grundherren.[9] Die hohe Gerichtsbarkeit (Blutgerichtsbarkeit) lag beim Landgericht Ober-Wildon.

Ab 1770, in der ersten Personen- und Häusererfassung in Österreich, sind Häuser und Menschen aus Gams im Rahmen des Pfarrgebietes von Gams in Numerierungsabschnitten erfasst (auch Konskriptionsgemeinden genannt). Das Pfarrgebiet Gams war vor der Neuorganisation der Pfarren unter Kaiser Joseph II. (Josephinische Pfarrregulierung) größer als danach. Die Abschnitte richteten sich nach den Ortschaften oder Siedlungsgebieten. Sallegg, Feldbaum, Greim, Hohenfeld, Mitteregg, Müllegg, Gams, Bergegg, Vochera am Weinberg, Gersdorf, Furth, Wildbach und Hinterleiten gehörten zum Werbbezirk Wildbach, der seinen Sitz im Schloss Wildbach hatte. Bis 1805 war das auch für die anderen Numerierungsabschnitte im Nordosten der Pfarre Gams (Gamsgebirg, Neurath und Kothvogl) der Fall, danach gehörten diese zum Werbbezirk Stainz, während Teile der Pfarre Groß St. Florian (Blumau, Wildbachdorf, Wildbachberg und Niedergams) mit den verbleibenden Gamser Abschnitten dem Werbbezirk Wildbach angeschlossen wurden.[10] [11] Aus den Numerierungsabschnitten wurden noch im 18. Jahrhundert die gleichnamigen Steuergemeinden[12] und zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Katastralgemeinden.[13]

Während des nationalsozialistischen Juliputsches im Jahr 1934 wurde der mit vier Mann besetzte Gendarmerieposten von Nationalsozialisten, die aus Stainz angefahren kamen, attackiert. Während des überaus heftigen Schusswechsels wurden zwei Männer der Postenbesatzung schwer verletzt, einer davon erlag diesen Verletzungen am folgenden Tag. Eine Besetzung des Postens durch die Nationalsozialisten konnte aber verhindert werden. Einige Stunden nach diesem Vorfall unternahmen die Nationalsozialisten aus Stainz einen erneuten Sturmversuch auf den Gendarmerieposten, der jedoch vom mittlerweile allein am Posten anwesenden Kommandanten abermals abgewiesen werden konnte. Insgesamt wurden laut Bericht des Sicherheitsdirektors etwa 400 Schüsse auf das Postengebäude abgegeben.[14]

Entstehung der Gemeinde, Kurort und Weinbau

Die Gemeinde Gams entstand 1850 aus den damals bestehenden Katastralgemeinden Gams, Mitteregg, Hohenfeld, Sallegg, Müllegg, Feldbaum, Greim und Bergegg. Ab 1908 war Feldbaum mit Sallegg und Bergegg vorübergehend eine eigene Gemeinde.

1947 wurde der Gemeindename auf Gams ob Frauental geändert (um den Unterschied zu Gams bei Hieflau deutlicher zu machen). Mit 1. Jänner 1968 wurden Niedergams und Vochera am Weinberg eingemeindet. Gams wurde am 1. September 1978 Marktgemeinde. Seit 1. Juli 1980 lautet der Name der Gemeinde „Bad Gams“.

Die Heilquelle „Kipperquelle“ wurde 1957 entdeckt. Das Prädikat Kurort wurde Bad Gams 1982 wegen seiner Eisenheilquellen verliehen. Die Michel-, die Gudrun- und die Aktivquelle können direkt im Quellenhaus konsumiert werden und sind zusätzlich auch über den Handel zu beziehen. Die Tourismusgemeinde ist besonders als Weinbaugemeinde bekannt geworden. Der Schwerpunkt in der Weinproduktion lag früher beim Schilcherweinbau (Blauer Wildbacher) und auch heute kultivieren mehr als zwölf Weinbauern Weinhänge Schilcherweine. In den letzten Jahren werden vermehrt Weingärten mit typisch steirischen Weißweinrebstöcken angelegt.

Bevölkerung

Bevölkerungsverteilung 2001
Gams ob Frauental 460
Niedergams 355
Vochera am Weinbergt 260
Feldbaum 208
Bergegg 151
Furth 141
Hohenfeld 128
Sallegg 123
Müllegg 120
Gersdorf 111
Mitteregg 96
Greim 13
Bevölkerungsentwicklung
1869 bis 2001
Jahr Bevölkerung Jahr Bevölkerung
1869 2.389 1939 2.262
1880 2.303 1951 2.378
1890 2.292 1961 2.326
1900 2.294 1971 2.270
1910 2.294 1981 2.218
1923 2.217 1991 2.296
1934 2.381 2001 2.300

Bevölkerungsstruktur

Die Gemeinde hatte laut Volkszählung 2001 2.300 Einwohner. 96,1 % der Bevölkerung besitzen die österreichische Staatsbürgerschaft. Zur römisch-katholischen Kirche bekennen sich 88,8 % der Einwohner, 6,9 % sind ohne religiöses Bekenntnis.

Bevölkerungsentwicklung

Die Bevölkerungszahl der Gemeinde Bad Gams blieb über die Jahre nahezu gleich. Schwankungen in der Bevölkerungszahl blieben zudem immer in einem Rahmen unter 10 %.

Söhne und Töchter der Stadt

Eduard Wagnes

Zu den bekanntesten Einwohnern von Bad Gams gehört der Militärkapellmeister Eduard Wagnes, der von 1924 bis 1936 in einer romantizistischen Villa von Bad Gams lebte und als Kapellmeister des 2. bosnisch-herzegowinischen Infanterieregiments hier Werke wie „Felsenfest fürs Vaterland“ oder „Die Bosniaken kommen“ schuf. Als Sohn eines Instrumentenbauers in Graz geboren führte ihn sein Weg vom Waldhornisten im Radegunder Kurorchester sehr bald weiter ins Grazer Stadttheater. Nach dem Einrücken zum 27. Infanterieregiment und der militärischen Laufbahn zum Militärkapellmeister übersiedelte Eduard Wagnes alsbald von Banja Luka nach Bad Gams und fand fortan seine Berufung als Komponist.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche

Die Pfarrkirche von Bad Gams ist dem Hl. Bartholomäus geweiht. Sie ist 1165 erstmals genannt und gehörte bis 1373 zur Erzdiözese Salzburg, danach bis 1790 zum Bistum Lavant (Kommissariat Groß St. Florian) und ab dann zur Diözese Graz-Seckau. Am 13. Juni 1515 weihte der Lavanter Bischof Leonhard Peurl für die Pfarrkirche in Gams zwei Glocken der Hl. Maria und der Hl. Anna, der Mutter Mariens. Am 22. Oktober 1534 erneuerte (Reconciliation) Philipp Renner als Koadjutor Leonhard Peurls die Weihe des Friedhofs und die Pfarrkirche. Der Grund dafür ist im Konsekrationsprotokoll nicht genannt, entsprechend anderer Vermerke in diesem Protokoll wird aber auch diese Weihe auf die Entweihung des Kirchengeländes durch den Türkeneinfall zurückzuführen sein.[15] Am 10. Oktober 1638 ist die Weihe eines Tragaltares für die Kirche in Gams dokumentiert, als Reliquien wurden in ihm solche des Hl. Achatius und Römischer Märtyrer deponiert.[16]

Als eigene Pfarre wird Bad Gams erstmals 1382 ausgewiesen. Da jedoch bereits 1312 ein Pfarrer Nikolaus in Bad Gams erwähnt wird, ist ein Bestehen der Pfarre um 1300 nicht unwahrscheinlich.[17] Nach einer anderen Quelle[18] ist 1376 der Sprengel von Gams als „ewiges Vikariat“ genannt, 1445 erfolgte die Erhebung zur Pfarre. Die Bezeichnung als Vikariat beruhte in der Zeit vor der Pfarrerhebung zunächst darauf, dass die ganze Pfarre Groß St. Florian, zu der das Gebiet ursprünglich gehörte, zum bischöflichen Tafelgut des Bistums Lavant gehörte. Das bedeutete, dass der Bischof von Lavant formell selbst Pfarrer in St. Florian war, aber diese Pfarre durch (auf Dauer bestellte, somit „ewige“) Vikare betreuen lassen musste. Gebiete, die weiter von der Pfarrkirche Groß St. Florian entfernt lagen - wie dies bei Gams der Fall ist - hatten eigene Kirchen mit Priestern. Die leitenden Priester einer solchen Filialkirche hatten die Rechte eines Pfarrers, ohne (kirchenrechtlich) solche zu sein. Diese Situation kann mit ein Anlass für Unklarheiten über die Pfarrerhebung sein.

1660 wurde die Kirche durch einen Brand stark beschädigt und danach eine Notkirche errichtet. 1727 bis 1735 wurde das Kirchengebäude durch Sebastian Tengg (Dengg) neu errichtet, die Vollendung dieses Baues erfolgte erst 1747. Außenrestaurierungen erfolgten 1912 und 1961 bis 1965, Innenrestaurierungen 1836, 1877, 1886, 1913 und 1969.

Der Turm steht auf Grundmauern aus der Romanik. Die beiden unteren Geschoße des Turmes stammen aus der Gotik, er wurde 1755 erhöht. 1868 wurde das barocke Zwiebeldach des Turmes durch ein pyramidenförmiges Dach ersetzt. Dieser Turmhelm wurde 1972 restauriert. Die am 13. Juni 1515 geweihten beiden Glocken waren erste Geläut des Turmes. Eine weitere Glocke stammte aus dem Jahr 1551. Die Glocken mussten 1916 abgeliefert werden, ein neues Geläut wurde 1922 eingeweiht, es musste 1941 neuerlich abgeliefert werden. Die neuen Glocken wurden nach 1945 eingeweiht. Kirchweihfest ist der letzte Sonntag im Oktober nach der am 22. Oktober 1534 erfolgten neuen Weihe. Am 30. Oktober 1735 erfolgte die Einweihung des Neubaues nach dem Brand 1660.

Der Altaraufbau am Hochaltar der Kirche wurde um 1775 errichtet. Die Statuen stammen aus der Werkstatt von Veit Königer, das Altarblatt zeigt den Hl. Bartolomäus und ist signiert mit „Anton Jantl pinxit 1776“. Seitenaltäre sind der Marienaltar (Altaraufbau 1765 bis 1775, renoviert 1913), der Kreuzaltar (1735 statt eines Isidor-Altares) und der Angst-Christi-Altar (1735). Die Kanzel stammt aus der Zeit nach 1740, die drei Seitenaltäre aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, der Tabernakel vom Ende des 19. Jahrhunderts. Altartisch, Ambo, Osterleuchter und Taufstein gehören zur Umgestaltung der Kirche 1971.[19] [18]

Naturdenkmäler und Landschaftsschutz

Eine Fichte (Picea sp.) am Südhang des Reinischkogels, die 25 Wipfel hat, ist Naturdenkmal. Geschützt ist eine Fläche von 120 m² in ihrem Umkreis. Grundlage des Schutzes ist ein Bescheid der Bezirkshauptmannschaft Deutschlandsberg.[20] Die geschützte Fläche ist im Grundbuch der Katastralgemeinde Sallegg eingetragen.[21]

Ein weiteres Naturdenkmal im Gemeindegebiet ist der Schrattelofen.

Der Westen der Gemeinde von den Abhängen des Gamsbachtales bis auf die Höhen von Reinischkogel und Rosenkogel liegt im Landschaftsschutzgebiet Pack-Reinischkogel-Rosenkogel.[22]

Wappen

Das Gemeindewappen von Bad Gams wurde auf Beschluss der steiermärkischen Landesregierung mit 19. September 1977 verliehen.

Der Entwurf von Heinrich Purkarthofer zeigt im Wappen eine rote Weinrebe sowie einen Ranftbecher welche auf den uralten Weinbau des Gebietes und die beiden Heilwasserquellen von Bad Gams hinweisen. Der schwarze Balken wiederum, welcher von silbern in einer Spitze aufsteigenden Wassersäule durchbrochen wird, weist auf den frühen Steinbruch der noch heute erzeugten Gneisplatten hin.

Weblinks

 Commons: Bad Gams – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Historische Landkarten


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