Bad Rippoldsau
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bad Rippoldsau-Schapbach
Bad Rippoldsau-Schapbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bad Rippoldsau-Schapbach hervorgehoben
48.3772222222228.2919444444445410Koordinaten: 48° 23′ N, 8° 18′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Freudenstadt
Höhe: 410 m ü. NN
Fläche: 73,14 km²
Einwohner: 2286 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 31 Einwohner je km²
Postleitzahl: 77776
Vorwahlen: 07440, 07839
Kfz-Kennzeichen: FDS; bis 1973: WOL
Gemeindeschlüssel: 08 2 37 075
Adresse der Gemeindeverwaltung: Rathausplatz 1
77776 Bad Rippoldsau-Schapbach
Webpräsenz:
Bürgermeister: Bernhard Waidele (CDU)
Lage der Gemeinde im Landkreis Freudenstadt
Karte

Bad Rippoldsau-Schapbach ist das höchstgelegene Mineral- und Moorbad des Schwarzwaldes und eine Gemeinde im Landkreis Freudenstadt in Baden-Württemberg.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Die Gemeinde liegt in 370 bis 950 Meter Höhe im Wolftal 15 km südwestlich von Freudenstadt am Südabhang des Kniebis.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Bad Rippoldsau-Schapbach besteht aus den beiden ehemaligen Gemeinden Bad Rippoldsau und Schapbach mit insgesamt 35 Dörfern, Weilern, Zinken, Höfen und Häusern.

Zur ehemaligen Gemeinde Bad Rippoldsau gehören der Weiler Klösterle, die Zinken Absbach (Apsbach), Burgbach, Dollenbach, Holzwald, Reichenbach, Vor Seebach und Wolf, die Siedlung Althaus und die Häuser An der Talstraße, Beim Bad, Bergle, Gaisbach, Grafenbach, Kastelbach, Schwabach, Tös, Vor Burgbach und Vor Dollenbach. Zur ehemaligen Gemeinde Schapbach gehören das Dorf Schapbach, die Zinken Glaswald, Hirschbach, Holdersbach, Salzbrunnen, Seebach, Sulz und Wildschapbach, die Gemeindeteile Obertal und Untertal und die Häuser Bäch, Kupferberg, Löchle, Schwarzenbruch, Settig, Steig und Vor Seebach.

Im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Schapbach liegt die Wüstung Schmiedsberg sowie das Schlössle, Platz einer 1428 erwähnten Burg.[2]

Geschichte

Rippoldsau wurde erstmals 1179 urkundlich erwähnt. Die erste Erwähnung von Schapbach erfolgte 1220. Beide Gemeinden gehörten zum Besitz derer von Fürstenberg, die es 1803 im Rahmen der Mediatisierung aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses an das Großherzogtum Baden abtreten mussten. In Baden kamen Rippoldsau und Schapbach zum Bezirksamt Wolfach, aus dem 1939 der Landkreis Wolfach entstand. Als einzige Gemeinden dieses Landkreises kamen sie 1973 zum Landkreis Freudenstadt. Am 1. Juli 1974 erfolgte der Zusammenschluss zur heutigen Doppelgemeinde.

Religionen

In Rippoldsau wurde 1537 von Graf Wilhelm von Fürstenberg die Reformation eingeführt, aber bereits 1549 wieder zurückgenommen, sodass der Ort und vor allem das dort befindliche Priorat wieder römisch-katholisch wurden.

Einwohnerentwicklung

  • 1961: Bad Rippoldsau: 1.228; Schapbach: 1.402
  • 2005: 2.349

Politik

Gemeinderat

Die Kommunalwahl am 13. Juni 2004 ergab folgende Sitzverteilung:

CDU 56,1 % +9,7 7 Sitze +1
FWG 43,9 % +2,2 5 Sitze ±0
Andere 0,0 % -11,9 0 Sitze -1

Städtepartnerschaften

  • La Tranche sur Mer, Frankreich

Wirtschaft und Infrastruktur

Ansässige Unternehmen

Freizeit- und Sportanlagen

  • Das Mineral- Thermalbad 32 °C in Bad Rippldsau
  • Freibad in Schapbach
  • Beachvolleyballplätze in beiden Ortsteilen
  • Minigolfanlagen in beiden Ortsteilen
  • Kunstrasenfußballplatz
  • Tennisplätze (Sand)
  • Leichtathletikanlage in Schapbach
Bad Rippoldsau-Schapbach: Kirche im Weinbrenner-Stil

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Wallfahrtskirche Bad Rippoldsau: errichtet 1829 von dem Weinbrenner-Schüler Christoph Arnold, darf sie hinter den beiden Karlsruher Gotteshäusern Friedrich Weinbrenners als drittschönste Kirche des klassizistischen Weinbrenner-Stiles in Baden gelten. Beachtlich vor allem ihre Ausführung als Doppel-Turm-Anlage, welche Rarität im Weinbrenner-Klassizimus (insgesamt nur drei Ausführungen). Monumental auch der den Eingang freigebende Triumphbogen. Was den Reiz dieses Kleinods vollendet ist das Zusammenspiel mit der Enge des Tales, der Kontrast strenge Formensprache der Architektur - Weichheit der umgebenden Natur.

Naturdenkmäler

Wanderwege

Hansjakobweg I

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Bevölkerungsstand
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2. S. 629–631

Weblinks


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