Bad Salzungen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Bad Salzungen
Bad Salzungen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bad Salzungen hervorgehoben
50.81166666666710.233333333333241
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Wartburgkreis
Höhe: 241 m ü. NN
Fläche: 39,06 km²
Einwohner:

15.851 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 406 Einwohner je km²
Postleitzahl: 36433
Vorwahl: 03695
Kfz-Kennzeichen: WAK
Gemeindeschlüssel: 16 0 63 003
Stadtgliederung: 6 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Ratsstraße 2
36433 Bad Salzungen
Webpräsenz: www.badsalzungen.de
Bürgermeister: Klaus Bohl (Freie Wähler)
Lage der Kreisstadt Bad Salzungen im Wartburgkreis
Andenhausen Bad Liebenstein Bad Salzungen Barchfeld Berka/Werra Berka vor dem Hainich Bischofroda Brunnhartshausen Buttlar Creuzburg Dankmarshausen Dermbach Diedorf Dippach Dorndorf Ebenshausen Empfertshausen Ettenhausen an der Suhl Fischbach Frankenroda Frauensee Geisa Gerstengrund Gerstungen Großensee Hallungen Hörselberg-Hainich Ifta Immelborn Kaltenlengsfeld Kaltennordheim Klings Krauthausen Lauterbach Leimbach Marksuhl Martinroda Merkers-Kieselbach Mihla Moorgrund Nazza Neidhartshausen Oechsen Ruhla Schleid Schweina Seebach Stadtlengsfeld Steinbach Tiefenort Treffurt Unterbreizbach Urnshausen Vacha Völkershausen Weilar Wiesenthal Wölferbütt Wolfsburg-Unkeroda Wutha-Farnroda Zella ThüringenKarte
Über dieses Bild

Bad Salzungen ist eine Kurstadt in Thüringen (Deutschland). Sie ist Kreisstadt des Wartburgkreises. Seit Anfang 2009 ist die Stadt staatlich anerkanntes Sole-Heilbad.[2]

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Bad Salzungen liegt am Mittellauf der Werra, zwischen dem Thüringer Wald im Norden und der Rhön im Süden. Der Salzunger Burgsee besitzt eine Fläche von 10,33 Hektar und ist 25,5 m tief. Eine Besonderheit ist der Erlensee - als Binnensalzstelle mit einer seltenen Halophytenflora wurde er schon 1940 als Naturdenkmal ausgewiesen.

Burgsee in Bad Salzungen

Stadtgliederung

Stadtgliederung

Neben der Kernstadt am Burgsee besteht die Stadt aus den Stadtteilen Dorf Allendorf, Kloster, Wildprechtroda, Kaltenborn, Langenfeld und Hohleborn. Am 30. Juni 2009 wohnten 50 Einwohner im Ortsteil Hohleborn.[3]

Nachbargemeinden und Städte

Angrenzende Gemeinden sind Immelborn, Barchfeld, Leimbach, Moorgrund, Stadtlengsfeld, Tiefenort, Weilar und Urnshausen im Wartburgkreis sowie Breitungen/Werra im Landkreis Schmalkalden-Meiningen.

Geschichte

Historischer Überblick

Lange vor der ersten urkundlichen Erwähnung Bad Salzungens siedelten im Werratal und der angrenzenden Rhön Menschen, welche der keltischen Kultur zugeordnet werden können (Leimbacher Gräberfeld). Um Christi Geburt siedelte der rhein-weser-germanische Stamm der Chatten im Raum zwischen Werra und Fulda, sowie weiter in westlicher Richtung. Während der fränkischen Osterweiterungen, zwischen dem 5. und 8. Jahrhundert, wurde auch das im Thüringischen Westergau gelegene Salzungen in ein Netz fränkischer Befestigungsanlagen einbezogen. Mit der fränkischen Ostkolonialisierung setzten auch die schriftlichen Überlieferungen ein.
Am 5. Januar 775 stellte Karl der Große in der Königspfalz Quierzy eine Schenkungsurkunde des Zehnten von seiner Villa Salsunga an das Kloster Hersfeld aus. Dies ist die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Salzungen. 841 kam der Ort an das Kloster Fulda. Im frühen 12. Jahrhundert erweiterten die aufstrebenden Grafen von Henneberg ihren Herrschaftsbereich in Südthüringen bis an die mittlere Werra. Der Raum Salzungen war (ost-) fränkische Grenzregion zu Thüringen und Hessen.

Im heutigen Stadtgebiet von Salzungen entwickelten sich um das Jahr 1000 mehrere Siedlungszentren. Das Machtzentrum der Region bildete die hennebergische Burganlage Frankenstein, ihre Entstehung als Befestigungsanlage zum Schutz der Breitunger Klostergründungen soll im ersten Drittel des 12. Jahrhunderts erfolgt sein. Die Herren von Salzungen veranlassen später die Gründung des Klosters Frauensee und des Klosters Allendorf (Ersterwähnung 1272) zu Füßen ihrer Stammburg, im heutigen Stadtteil Kloster. Durch krigerische Verwicklungen und Eroberungen entscheidend geschwächt und hoch verschuldet musten die Frankensteiner im Jahr 1330 ihre Besitzungen veräußern. Diese Machtverschiebung wurde vor allem durch die Wettiner genutzt, die ihr Einflussgebiet in Richtung Rhön auszudehnen suchten. Die seit 1306 als civitas bezeugte Stadt wurde in den folgenden Jahrhunderten realpolitisch als Doppelstadt mit einem hennebergischen und einem sächsischen Verwaltungssitz regiert; die Einkünfte aus dem Salzhandel, aus Zöllen und Gewerbefleiss wurden geteilt. Der Ausbau der Stadt ging rasch voran. Die Stadtbefestigung mit Türmen, Mauern und Wassergraben besaß vier Tore (Nappentor, Obertor, Lindentor und Neues Tor). Mit dem Fund weiterer Salzquellen stiegen das Steuereinkommen, aber auch die Begehrlichkeiten der Nachbarn.[4][5]

Aus den umliegenden Ortschaften wurde das Salzunger Amt gebildet.[6] 1524 wurde die Reformation eingeführt, ein Jahr später schlossen sich Bürger der Stadt im Bauernkrieg unter massiven Drohungen einem 8000 Mann starken Trupp aus dem oberen Werragebiet an. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Salzungen am 10. Juni 1640 von den Schweden geplündert, im selben Jahr kam die Stadt an Sachsen-Gotha. Von 1680 bis 1918/1920 war Salzungen Teil des Herzogtums Sachsen-Meiningen.[7]

1868 ging das Amt Salzungen im Landkreis Meiningen auf und ist, mit diesem Erbe, auch Teil des historischen Henneberger Landes. Bereits 1858 erhielt Bad Salzungen Anschluss an das Eisenbahnnetz. Dies geschah durch die Werrabahn von Eisenach im Norden nach Coburg und Lichtenfels im Süden.[8]

Mit Beginn der Zeit des Nationalsozialismus antworteten engagierte Bürger auf die politische Verfolgung mit der Bildung von Widerstandsgruppen. Für die mehr als 250 Opfer der Zwangsarbeit wurde 1956 im Rathenau-Park ein Ehrenfriedhof errichtet. Am 4. April 1945 wurde die Stadt von amerikanischen Truppen kampflos besetzt, genau drei Monate später rückte die Rote Armee ein. 1950 wurde Bad Salzungen durch eine Gebietsreform in der DDR Kreisstadt des neu gegründeten Kreises Bad Salzungen und nach der Wende 1998 des Wartburgkreises.

Die Salzunger Saline

Mittelbau des Gradierwerkes in Bad Salzungen

Die schon in frühgeschichtlicher Zeit betriebene Salzgewinnung war bereits im 14. Jahrhundert so einträglich, dass es seit 1321 eine privilegierte wohlhabende Pfännerschaft gab. Diese wurde von so genannten Salzgrafen geleitet, die jährlich gewählt wurden. Seit dem Jahr 1590 wurde zur Salzgewinnung das gegenüber den früheren Verfahren das deutlich produktivere Gradierverfahren eingesetzt. Bereits im 16. Jahrhundert nutzte man die Salzquellen auch als Heilmittel und nannte diese Stätten Sauerbrunnen. Im 19. Jahrhundert wurde die heilende Wirkung der Sole ausgenutzt. So entstand 1821 das erste Badehaus, woraus sich ein zunehmender Kurbetrieb entwickelte. Im Jahr 1911 verzeichnete die Stadt bereits 5000 Kurgäste. Am 31. Mai 1923 wurde dann durch das zuständige Thüringer Ministerium dem Antrag der Stadt stattgegeben, den Namen Bad Salzungen zu tragen.[9]

Bekanntmachung aus dem Salzunger Tageblatt vom 25.Juli 1923

Religionen

Die sächsischen Gebiete wurden schon sehr früh reformiert. Im benachbarten Möhra wohnte Luthers Familie bis kurz vor seiner Geburt.

  • Seit der Reformation im 16. Jahrhundert ist das Gebiet um Bad Salzungen mehrheitlich evangelisch-lutherisch. In der Stadt bestehen drei Pfarreien mit insgesamt etwa 3.500 Mitgliedern im Jahr 2000. Bad Salzungen ist Sitz der Superintendentur Salzungen.
  • Die 1.500 Mitglieder der katholischen Kirche besitzen als Gemeindezentrum die Pfarrei St.-Andreas. Seit dem Zweiten Weltkrieg stieg der Anteil der katholischen Gemeinde sprunghaft an, Salzungen ist mit der Bad Liebensteiner Filiale der St. Kilianskirche verschmolzen.
  • Weitere Religionsgemeinschaften sind die Neuapostolische Kirche, die Evangelisch-landeskirchliche Gemeinschaft mit 30 Gemeindemitgliedern (seit 1899 in Bad Salzungen) und die Evangelisch-freikirchliche Gemeinschaft mit etwa 50 Mitgliedern.[10]

Eingemeindungen

Folgende Gemeinden und Gemarkungen wurden nach Bad Salzungen eingemeindet:

Datum Eingemeindete Orte
16. Jahrhundert  (1) Husen (Wüstung)
1950, 1. Juli Dorf Allendorf, Kloster, Wildprechtroda
1974, 1. Januar Kaltenborn, Langenfeld und Hohleborn

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):

1833 bis 1946

  • 1833: 2.804
  • 1885: 3.946
  • 1890: 4.161
  • 1905: 4.874
  • 1910: 5.134
  • 1925: 6.606
  • 1933: 6.283
  • 1939: 6.225
  • 1946: 7.878 1)

1950 bis 1999

  • 1950: 10.006 2)
  • 1955: 10.500
  • 1960: 10.117
  • 1970: 15.623
  • 1981: 20.871
  • 1984: 21.335
  • 1988: 21.585
  • 1994: 19.804
  • 1995: 19.287
  • 1996: 18.686
  • 1997: 18.128
  • 1998: 17.524
  • 1999: 17.299

2000 bis 2010

  • 2000: 17.086
  • 2001: 16.993
  • 2002: 16.868
  • 2003: 16.640
  • 2004: 16.553
  • 2005: 16.504
  • 2006: 16.480
  • 2007: 16.290
  • 2008: 16.008
  • 2009: 15.944
  • 2010: 15.851

Bad Salzungen develop.png

Datenquelle ab 1994: Thüringer Landesamt für Statistik

1) 29. Oktober
2) 31. August

Politik

Rathaus

Stadtrat

Kommunalwahl 2009
Wahlbeteiligung: 47,5 %
 %
40
30
20
10
0
37,0%
24,8%
19,9%
10,3%
5,0%
2,9%
Gewinne und Verluste
Im Vergleich zu 2004
 %p
 16
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
+14,1%
-6,5%
-9,0%
+1,3%
-0,6%
+0,6%

Der Stadtrat besteht aus 24 Mitgliedern. Die Stadtratsmitglieder wurden zuletzt am 7. Juni 2009 gewählt. Dadurch ergab sich folgende Sitzverteilung.

Partei Sitze
Freie Wähler
Bad Salzungen e. V.
9
Die Linke 6
CDU 5
SPD 2
FDP 1
Bündnis 90/Die Grünen 1

Bürgermeister der Stadt Bad Salzungen ist seit dem 1. Juli 2006 Klaus Bohl (Freie Wähler Bad Salzungen e. V.)

Wappen

Blasonierung: „Auf blauem Grund ein Bischof in goldenem Ornat mit roten Schuhen, in der rechten Hand einen goldenen Krummstab und in der linken Hand ein rotes Buch mit schwarzem Kreuz.“

Bedeutung: Das älteste Stadtsiegel aus dem Jahre 1329 zeigt den Hl. Bonifatius in oben dargestellter Weise. Bonifatius war Missionsbischof und wirkte auch in Gebieten des heutigen Thüringen. Um der Kirche eine Struktur zu geben gründete er die Bistümer Würzburg, Büraburg und das Bistum Erfurt, das aber nur zehn Jahre bestand und dann dem Erzbistum Mainz zugeschlagen wurde. Der Mainzer Erzbischof übte lange Zeit in Salzungen auch die weltliche Macht aus. Ebenso hatte das Kloster Fulda hier über Jahrhunderte großen Einfluss. Bonifatius erscheint als Schutzherr im Wappen Bad Salzungens. In der rechten Hand hält er den Bischofsstab und in der linken die Bibel. Da der Fuldaer Abt damals auch die weltliche Macht ausübte, tritt er als Schutzherr im Wappen auf.

Wappen der Stadt von 1949 bis 1991

Altes Wappen: Vom 1. Dezember 1949 bis 26. Juni 1991 führte die Stadt ein Wappen, das sich von dem historischen Wappen abwendete. Das Wappen zeigte auf blauen Grund ein silbernes Wellenband, einen roten Dreischalenbrunnen und zwei rote Mühlräder. Am 26. Juni 1991 hat die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Bad Salzungen die Satzung über Wappen, Siegel und Farben der Stadt von 1949 außer Kraft gesetzt und die Weiterführung des historischen Wappens (1345-1945) beschlossen [11]

Städtepartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

Das auffällige Fachwerkhäuschen mit dem Türmchen an der August-Bebel-Straße im einstigen Ort Dorf Allendorf erinnert an die Reformationszeit. Die 1499 erbaute Wallfahrtskapelle diente später als Wohnhaus für den Schäfer und Flurknecht. Als 1528 das Kloster säkularisiert worden war, erübrigte sich auch eine gegenüberliegende Schäferei. Auf das Haus des Schäfers wurde ein Türmchen aufgesetzt, um das Glöckchen der einstigen Kapelle St. Jacobus unterzubringen. Später brachte man noch einen sächsischen Wappenschild, der von einem Engel gehalten wird, oben am Giebel an. Das kleine Gebäude wurde später das Gemeindehaus und erhielt um 1900 eine Turmuhr. In dem nunmehr restaurierten Fachwerkhaus befindet sich seit der Einweihung am 7. Mai 1995 das Stadtmuseum, in dessen Räumen man sich einen Überblick über die 1.230-jährige Geschichte der Stadt Bad Salzungen verschaffen kann. Auch finden im Rhythmus von 4 bis 6 Wochen Sonderausstellungen unterschiedlichster Thematiken statt. [12]

Bauwerke

Modell des Gradierwerks im mini-a-thür (Ruhla)
  • Burg Frankenstein
  • Kunstruine Frankenstein
  • Schnepfenburg
  • Schloss Wildprechtroda
  • Reste der mittelalterlichen Salzunger Stadtbefestigung
  • Haunscher Hof
  • Salzunger Gradierwerk
  • Rathaus
  • Museum Altes Gemeindehaus Allendorf
  • Bahnhof Bad Salzungen
  • Planetarium Bad Salzungen
  • Kurhaus Bad Salzungen
  • Hufeland-Sanatorium Bad Salzungen
  • Keltenbad Bad Salzungen

Parks

Bad Salzungen besitzt mit dem Rathenaupark einen weitläufigen Park, der den direkt an der Innenstadt liegenden Burgsee umschließt. Des Weiteren befindet sich im Kurgebiet unweit des Gradierwerks der so genannte Puschkin-Park, der dem Verlauf der Werra folgt.

Geschichtsdenkmale

Als Zeugnisse der Kirchengeschichte gelten die Reste des Allendorfer Klosters, die Stadtkirche, die Husenkirche und die Wendelskirche.

Auf dem Gebiet der Stadt Bad Salzungen gibt es mehrere Denkmale, die sich aus unterschiedlicher Sichtweise mit der Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts auseinandersetzen. Einerseits wird der Opfer unter den Zwangsarbeitern, Kriegsgefangenen und KZ-Häftlinge im Zweiten Weltkrieg gedacht, andererseits wird an die in den beiden Weltkriegen gefallenen deutschen Soldaten erinnert:

  • Ehrenfriedhof im Rathenau-Park mit Steinskulptur „Der Mahner“ von Erich Wurzer für 250 Opfer der Zwangsarbeit
  • Gedenkstein auf dem Husenfriedhof an der Leimbacher Straße für 13 polnische Kriegsgefangene
  • Gedenktafel auf dem Friedhof von Langenfeld in Erinnerung an 15 dort begrabene KZ-Häftlinge[13]
  • Kriegerdenkmal im Rathenaupark: Das Denkmal für die Salzunger Gefallenen im Deutsch-Französischen Krieg von 1870 bis 1871 wurde am 23. Oktober 1904 in der damaligen städtischen Parkanlage eingeweiht und wurde in den darauf folgenden 100 Jahren noch dreimal aktualisiert. Jeweils nach dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg wurden zusätzlich die dabei gefallenen Soldaten in die Erinnerung einbezogen. Seinen letzten Stand erhielt das Kriegerdenkmal nach der Deutschen Wiedervereinigung und ist seitdem den Opfern aller Kriege gewidmet.

Daneben gibt es noch im Rathenaupark das Wucke-Denkmal, eine aus einem Rhöner Basaltblock gefertigte Gedenksäule, die am 30. April 1911 zum Gedenken an den Dichter und Heimat-, Sagen- sowie Dialektforscher Christian Ludwig Wucke eingeweiht wurde.

Regelmäßige Veranstaltungen

Seit 1992 wird jährlich das Stadtfest gefeiert, welches die Stadt mit Unterstützung ortsansässiger Vereine ausrichtet.

Das Pressenwerk ist ein Klub in Bad Salzungen und ist auch über die Region hinaus bekannt. Seit 1996 gibt es hier regelmäßig Veranstaltungen von Houseparty über Film, Theater, HipHop, Rock, Pop, Jazz bis Chanson. (bisher u. a.: Rio Reiser, Mother Tongue, Nina Hagen, Fish, Chumbawamba, Stefan Stoppok, Anne Clark, Roger Chapman, Hans Söllner, H-Blockx, Jazzkantine, Ulla Meinecke, Blumentopf, Afrob, Napalm Death, Subway To Sally, In Extremo, Dive, Fehlfarben)

Wirtschaft und Infrastruktur

Gewerbegebiete

Das Gewerbegebiet Gewerbepark West befindet sich am westlichen Stadtrand von Bad Salzungen. Es verfügt über eine Gesamtfläche von 16,0 ha (Stand 2009). Das Gewerbegebiet Ober der Brück befindet sich am südlichen Ortsrand des Stadtteils Langenfeld. Es verfügt über eine Gesamtfläche von 40,0 ha (Stand 2009).[14]

Verkehr

Süd-Thüringen-Bahn und Keltenbad

Bahn

Im Bahnverkehr liegt Bad Salzungen an der Werrabahn (Eisenach-Meiningen-Eisfeld), die von der Süd-Thüringen-Bahn betrieben wird und ist Ausgangspunkt der Bahnstrecke Bad Salzungen–Vacha, die zur Zeit auf eine Wiederinbetriebnahme vorbereitet wird.

Straßenverkehr

Durch die Stadt führt die Bundesstraße 62 im Abschnitt Bad Hersfeld - Barchfeld. Von dieser abzweigend beginnt im Stadtgebiet die Bundesstraße 285, welche ins unterfränkische Mellrichstadt führt. Weiterhin ist über die B 62 die nahe gelegene Bundesstraße 19 (Eisenach – Meiningen – Mellrichstadt – Würzburg) zu erreichen. Die nächstgelegenen Autobahnauffahrten befinden sich jeweils ca. 30 Kilometer entfernt in Friedewald, Eisenach und Waltershausen (alle Bundesautobahn 4) sowie Meiningen (Bundesautobahn 71).

Rad- und Wanderwege

Bad Salzungen liegt am Werratal-Radweg und ist Endpunkt des 28 Kilometer langen, von Eisenach kommenden Wanderweges Pummpälzweg.

Medien

In Bad Salzungen erscheint die regionale Tageszeitung Südthüringer Zeitung, deren Inhalte zum größten Teil mit denen der Lokalausgabe der Regionalzeitung Freies Wort identisch sind.

Staatliche Einrichtungen

Bad Salzungen ist Sitz des Landratsamtes des Wartburgkreises sowie eines Amtsgerichts, welches zum Landgerichtsbezirk Meiningen gehört. In der Werratal-Kaserne ist das Panzergrenadierbataillon 391 sowie das Panzerbataillon 393 der Bundeswehr stationiert, sie unterstehen der Panzergrenadierbrigade 37 „Freistaat Sachsen“ in Frankenberg. Die Agentur für Arbeit ist mit einer Geschäftsstelle in Bad Salzungen vertreten.

Bildung

Das Dr.-Sulzberger-Gymnasium ist das einzige Gymnasium der Stadt mit etwa 780 Schülern. In Bad Salzungen befinden sich außerdem drei Grundschulen, zwei Regelschulen, die Hauptstelle der kommunalen „Musikschule Wartburgkreis“ sowie der Volkshochschule des Wartburgkreises, ein staatliches Berufsbildungszentrum mit medizinischer Fachschule, zwei Förderschulen sowie eine höhere Berufsfachschule für Physiotherapie.[15]

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • Philipp Wagner (1829–1906), Badearzt und Präsident des Thüringer Bäderverbandes

Söhne und Töchter der Stadt

Weitere Persönlichkeiten

Literatur

  • Salzungen. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Band 14, Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1892, ‎ S. 248.
  • Cyriacus Apfel; Justus Valentin Fleischhauer: Haligraphia, Oder Einfältige und kurtze Beschreibung des herrlichen Saltzwercks in Saltzungen, Schmalkalden 1674 (Digitalisat)
  • Rudi Berkes: Bad Salzungen. In: Unser kleines Wanderheft. Nummer 113, Brockhaus-Verlag, Leipzig 1965.
  • Harry Gerlach: Wanderatlas Bad Liebenstein, Bad Salzungen. In: tourist-Wanderatlas. tourist Verlag, Berlin, Leipzig 1988, ISBN 3-350-00218-8, S. 66.
  • Frankensteingemeinde - Verein für Salzunger Geschichte e.V. 1992 (Hrsg.): Salzungen. Historischer Streifzug durch das Salzunger Land. Bad Salzungen 1992, S. 64.
  • Stadtverwaltung Bad Salzungen (Hrsg.): Festschrift zum Stadtjubiläum 1225 Jahre Bad Salzungen. Bauer&Malsch-Druck Immelborn, Bad Salzungen 2000, S. 64.
  • Hartmut Ruck etal: Bad Salzungen mit chronologischem Auszug aus der Stadtgeschichte und Innenstadtplan, wichtige Informationen der Stadt und Firmenportraits. ETRO-Verlag, Bad Sooden-Saalmünster ohne Jahr (2000), S. 72.
  • Tobias Günther, Hartmut Ruck: Bad Salzungen. Stadt-Bild-Verlag, Leipzig 2005, ISBN 3-937126-13-9.

Einzelnachweise

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung nach Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften (Hilfe dazu)
  2. Jetzt „staatlich anerkanntes Sole-Heilbad“. In: osthessen-news.de, 16. Januar 2009
  3. Landratsamt Wartburgkreis (Hrsg.): Information ... In: Amtsblatt des Wartburgkreises vom 10. August 2010. Bad Salzungen 2010, S. 14.
  4. Hartmut Ruck Chronik Bad Salzungen Bad Salzungen (ohne Jahr) S. 9-21
  5. Brückner Landeskunde des Herzogtums Meiningen Zweiter Teil. S. 3-68
  6. Brückner Landeskunde des Herzogtums Meiningen Zweiter Teil. S. 9
  7. Ernst Julius Walch Historische, statistische, geographische und topographische Beschreibung … Herzogtum Sachsen-Coburg-Meiningen Nürnberg 1831 S. 215
  8. Hartmut Ruck Chronik Bad Salzungen Bad Salzungen (ohne Jahr) S. 21-59
  9. Hans Joachim Kessler; Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen (Hrsg.): Heilendes Wasser und sprudelnde Quellen. Begegnungen mit historischen Bädern in Thüringen. E. Reinhold Verlag, Altenburg 2001, ISBN 3-910166-44-X, Bad Salzungen, S. 31-37.
  10. Kirchen in Bad Salzungen. Stadtverwaltung Bad Salzungen, 2011, abgerufen am 8. Juli 2011.
  11. Hartmut Ulle Thüringer Wappenbuch - Arbeitsgemeinschaft Genealogie e.V.(Herausgeber).
  12. Weilbach, Ute; May, Marita: Das „Türmchen“, einst Kapelle, .... In: MFB Verlagsgesellschaft mbH Eisenach (Hrsg.): StadtZeit. Stadtjournal mit Informationen aus dem Wartburgkreis. Maiheft, Druck- und Verlagshaus Frisch, Eisenach 1999, S. 18-21.
  13. Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hrsg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945, Reihe: Heimatgeschichtliche Wegweiser Band 8 Thüringen, Erfurt 2003, S. 316f., ISBN 3-88864-343-0
  14. Gewerbegebiete in der Wartburgregion. In: Wartburgkreis-Online. Abgerufen am 18. Februar 2010.
  15. http://www.badsalzungen.de/?id=104114000565

Weblinks

 Commons: Bad Salzungen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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