Bad Schmiedeberg
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Bad Schmiedeberg
Bad Schmiedeberg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bad Schmiedeberg hervorgehoben
51.68805555555612.7375100
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Wittenberg
Höhe: 100 m ü. NN
Fläche: 159,99 km²
Einwohner:

8.993 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 56 Einwohner je km²
Postleitzahl: 06905
Vorwahl: 034925
Kfz-Kennzeichen: WB
Gemeindeschlüssel: 15 0 91 020
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 10
06905 Bad Schmiedeberg
Webpräsenz: www.bad-schmiedeberg.de
Bürgermeister: Stefan Dammhayn (CDU)
Lage der Stadt Bad Schmiedeberg im Landkreis Wittenberg
Brandenburg Sachsen Dessau Landkreis Anhalt-Bitterfeld Annaburg Bad Schmiedeberg Coswig (Anhalt) Gräfenhainichen Jessen (Elster) Kemberg Oranienbaum-Wörlitz Lutherstadt Wittenberg Zahna-ElsterKarte
Über dieses Bild

Bad Schmiedeberg ist eine Stadt im Landkreis Wittenberg in Sachsen-Anhalt (Deutschland).

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Das staatlich anerkannte Moor-, Mineral- und Kneippheilbad Bad Schmiedeberg liegt in der Mitte des Naturparks Dübener Heide.

Stadtgliederung

Die Stadt Bad Schmiedeberg besteht seit der Gründung der Einheitsgemeinde im Jahr 2009 aus den acht Ortschaften Bad Schmiedeberg, Korgau, Meuro, Pretzsch (Elbe), Priesitz, Schnellin, Söllichau und Trebitz.

Als Ortsteile sind ausgewiesen:[2] Bad Schmiedeberg, Bösewig, Großwig, Großkorgau, Kleinkorgau, Kleinzerbst, Körbin-Alt, Körbin-Neu, Merkwitz, Merschwitz, Meuro, Moschwig, Österitz, Ogkeln, Patzschwig, Pretzsch (Elbe), Priesitz, Reinharz, Sachau, Sackwitz, Schnellin, Scholis, Söllichau, Splau und Trebitz.

Geschichte

Au-Tor
Portal

Erstmals wird der Ort im Jahr 1206 als Smedeberg erwähnt. 1350 erhielt der Ort die Stadtrechte.

Bad Schmiedeberg gehörte bis 1815 zu Sachsen, dann bis zum Zweiten Weltkrieg zur preußischen Provinz Sachsen, nach 1945 zum Land Sachsen-Anhalt. Seit 1952 gehörte die Stadt zum Bezirk Halle. Seit 1990 liegt sie im Bundesland Sachsen-Anhalt.

1925 wurde Schmiedeberg der offizielle Titel "Bad" verliehen.

Am 1. Juli 2009 kam es zur Neubildung der Stadt Bad Schmiedeberg. Durch die gemeinsame Gründung der neuen Gebietskörperschaft umfasst sie die ehemals selbstständigen Städte Bad Schmiedeberg und Pretzsch (Elbe) sowie die Gemeinden Korgau, Meuro, Priesitz, Schnellin, Söllichau und Trebitz.[3] Die Verwaltungsgemeinschaft Kurregion Elbe-Heideland, deren Sitz in Bad Schmiedeberg war, wurde damit ebenfalls aufgelöst.

Politik

Stadtratswahl Bad Schmiedeberg 7. Juni 2009

  • CDU: 9 Sitze
  • FDP: 3 Sitze
  • DIE LINKE: 3 Sitze
  • Bürger wollen was Bewegen / BwB: 2 Sitze
  • Feuerwehren der Elbe-Heiderandgemeinden / FwE-H: 2 Sitze
  • SPD: 1 Sitz

Gesamtzahl der Sitze: 20

Ortschaftsratswahl Bad Schmiedeberg 7. Juni 2009

  • CDU: 4 Sitze
  • Die Linke: 1 Sitze
  • SPD: 1 Sitz
  • Landwirtschaft, Umwelt und Natur / LUN: 1 Sitz

Gesamtzahl der Sitze: 7

Quelle: Amtsblatt der Stadt Bad Schmiedeberg [4]

Bürgermeister

Stefan Dammhayn übte seit dem 3. April 2005 das Amt des Bürgermeisters der Stadt Bad Schmiedeberg aus. Seit dem 21. Juni 2009 ist er hauptamtlicher Bürgermeister der neuen Einheitsgemeinde "Stadt Bad Schmiedeberg".

Wappen

Das Wappen wurde am 13. September 1994 durch das Regierungspräsidium Dessau genehmigt und im Landeshauptarchiv Magdeburg unter der Wappenrollennummer 46/1994 registriert.

Blasonierung: „In Silber eine rote Burg mit Zinnmauer und fünf gezinnten Türmen mit blauen Spitzendächern und Knäufen; der breite niedere Mittelturm mit offenem schwarzen Tor und hochgezogenem Fallgatter, über dem Tor eine runde und eine quadratische schwarze Öffnung, auf dem Dachknauf ein rot-silbernes Fähnchen.“

Die Stadtfarben zeigen Rot - Silber (Weiß).

Zum Wappen der Stadt Bad Schmiedeberg liegen Beschreibungen aus einem Schriftwechsel des Magistrats mit dem Preußischen Staatsarchiv Magdeburg aus dem Jahre 1927 vor: „… eine fünftürmige Burg mit breitem niederen Torturm mit offenem Tor und anschließender Zinnenmauer, über der jederseits ein höherer runder Turm erscheint, der außenhin ein kleineres Erkertürmchen trägt.“ Dasselbe Bild hat ein 1491 gebrauchtes Siegel: „SIGILLUM CIVITATIS SMEDEBERGENSIS“ Später änderte man die Burg in fünf frei nebeneinander stehende Türme. Die Symbolik des Torturmes, der aus weiteren vier Türme und Zinnmauern ergibt sich aus der Stadtansicht vor der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg 1637. 1350 erstmals als Stadt erwähnt, wird „Smedeberg“ 1429 von den Hussitten niedergebrannt. Der Wiederaufbau der Stadt wird begleitet von einer starken Ummauerung mit zwei Stadttoren. Das nördliche Aue Tor wird 1490 erstmals genannt. Die im spätgotischen Stil neuerbaute Stadtkirche (1454) erhält vier Türme zum Zeichen des Sitzes eines Erzpriesters. 1570 wird der Bau des Rathauses mit einem Dachreitertürmchen abgeschlossen. In der Stadtansicht ragen fünf Türme über die Stadtmauer hinaus. Als Mitglied im kursächsischen Städteausschuss wird eine Ansicht Schmiedebergs in dem von Wilhelm Dilich gestalteten großen Zyklus von Stadtansichten im Riesensaal der Dresdner Residenz erwähnt. Im Bombenhagel 1945 zerstört, befindet sich eine Kopie, in der eindeutig fünf Türme zu erkennen sind, im Rathaussaal der Stadt. In einem Stich nach Merian sind ebenfalls fünf Türme das Symbol der Stadt. Selbst heute noch hat die Stadt mit dem Kurhaus, der Stadtkirche, dem Rathaus, dem Au-Tor und der Friedhofskapelle fünf sichtbare Türme.


Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Barockkirche in Reinharz

Geschichtsdenkmale

  • Mehrere Grabstätten auf dem Ortsfriedhof für einen namentlich bekannten niederländischen und einige unbekannte ausländische Zwangsarbeiter, die während des Zweiten Weltkrieges Opfer der Zwangsarbeit wurden
  • Das unweit von Bad Schmiedeberg gelegene Militär-Museum Bunker Kossa-Söllichau

Regelmäßige Veranstaltungen

575 Jahre Margarethenfest und 800 Jahre Bad Schmiedeberg wurden vom 14. bis 21. Mai 2006 gefeiert.
15 Jahre Margarethenfest am 12. bis 14. August 2011 [5]

360° Panorama von Bad Schmiedeberg


Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Bahnhof Bad Schmiedeberg

Nach dem Fahrplanwechsel im Dezember 2007 fahren trotz der Abbestellung des Schienenpersonennahverkehrs weiterhin Züge auf der eingleisigen Elbe-Heide-Bahn von Lutherstadt Wittenberg zum Bahnhof Bad Schmiedeberg. In Abstimmung mit dem Land Sachsen-Anhalt, dem Landkreis Wittenberg und der örtlichen Trägergesellschaft „Neuer Wittenberger Busverkehr“ (NWB, Betreiber: Vetter Busunternehmen GmbH) konnte der Infrastruktureigentümer DRE erreichen, dass der Zugverkehr zunächst als Pilotbetrieb mit fünf bedarfsorientierten Fahrtenpaaren werktags (außer Samstag) aufrechterhalten werden konnte. Dieser wurde inzwischen bis Ende 2010 verlängert. Dadurch konnte Ende 2008 der über 50 Jahre alte Schienenbus durch einen moderneren Triebwagen ersetzt und seit Anfang 2009 auch der Wochenendverkehr mit zwei Zugpaaren wieder eingeführt werden. Das Angebot wird ergänzt durch Busleistungen des NWB von Wittenberg nach Bad Schmiedeberg.

Der Haltepunkt „Bad Schmiedeberg Nord“ gehört zum Ortsteil Splau der Stadt Bad Schmiedeberg. Die Strecke wird im weiteren Verlauf Richtung Eilenburg (über u. a. Söllichau und Bad Düben) nur für Sonderfahrten und Güterverkehr genutzt.

Persönlichkeiten

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt – Bevölkerung der Gemeinden nach Landkreisen; Stand: 31. Dez. 2010 (PDF; 231 KB) (Hilfe dazu)
  2. Landkreis Wittenberg
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2009, 2. Liste
  4. Amtsblatt der Stadt Bad Schmiedeberg Ausgabe 2009|1
  5. http://www.margarethenfest-2011.de

Weblinks

 Commons: Bad Schmiedeberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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