Badenova-Stadion
Badenova-Stadion
Badenova-Stadion
Badenova-Stadion
Frühere Namen
Dreisamstadion (bis 2004)
Daten
Ort DeutschlandDeutschland Freiburg im Breisgau, Deutschland
Koordinaten 47° 59′ 20″ N, 7° 53′ 35″ O47.9888888888897.8930555555555Koordinaten: 47° 59′ 20″ N, 7° 53′ 35″ O
Eigentümer Stadt Freiburg
Betreiber SC Freiburg
Eröffnung 1954[1]
Renovierungen 1970, 1980, 1993–1995, 1999, 2004
Oberfläche Naturrasen
Kapazität 24.000[1]
Verein(e)

SC Freiburg

Veranstaltungen
  • Spiele des SC Freiburg
Nordwesten
Nordtribüne
Solarkollektoren auf dem Dach des Stadions

Das badenova-Stadion ist die Wettkampfstätte des Fußball-Erstligisten SC Freiburg in Freiburg im Breisgau. Es liegt im östlichen Stadtteil Waldsee an der Schwarzwaldstraße. Bis Juni 2004 trug das 24.000 Zuschauer fassende Stadion den Namen Dreisamstadion.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Nach dem Zweiten Weltkrieg verfügte der SC Freiburg zunächst über keinen eigenen Sportplatz. Erst 1953 erhielt der Verein ein Gelände im Osten der Stadt, auf dem ein Sportplatz angelegt wurde, der am 4. September 1954 offiziell eingeweiht wurde. 1970 wurde der Sportplatz zunächst um eine Tribüne mit 480 Sitzplätzen erweitert,[1] ehe acht Jahre später - nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga - der erste große Ausbau bevorstand. Mit der Errichtung einer Haupttribüne und der Erweiterung der Stehränge stieg die Kapazität sodann auf 15.500 Plätze. Des Weiteren wurde eine Flutlichtanlage installiert. In der Winterpause der Saison 1994/1995 wurde mit dem Bau einer neuen Hintertortribüne (Süd-Seite) begonnen, nach Beendigung der Bauarbeiten im Juni/Juli 1995 stieg die Kapazität auf 18.000.

Auf die heutige Größe kam das Stadion schließlich im Jahr 1998, als die Nord- sowie die Osttribüne erweitert bzw. neu errichtet wurden. Die Nordtribüne bietet 6000 Zuschauern einen Stehplatz, die Osttribüne enthält 6000 Sitzplätze. Beide Tribünen sind überdacht. Des Weiteren entstanden vor der Osttribüne behindertengerechte Plätze direkt am Spielfeld. Da das Stadion nicht den Richtlinien der UEFA entspricht (4,50 Meter zu kurz), dürfen dort keine Spiele von europäischen Wettbewerben ausgetragen werden, die über die Qualifikationsphase hinausgehen[2] Insgesamt bietet das Stadion nun 24.000 Zuschauern Platz, wobei 14.000 Sitzplätze und 10.000 Stehplätze zur Verfügung stehen.[1] Alle Tribünen sind überdacht. Aufgrund einer Klage aus der Nachbarschaft wurde es dem Verein untersagt, weitere Kapazitätserhöhungen am Stadion durchzuführen.

Im Jahr 2004 wurde das frühere Dreisamstadion nach Vergabe der Namensrechte an einen Energieversorger in badenova-Stadion umbenannt. Ab dem Jahr 2012 soll das Stadion nach einem Hersteller von Photovoltaik-Anlagen Mage-Solar-Stadion heißen[3].

Mittlerweile wurde das Stadion weiter umgebaut. Über zwei Photovoltaik-Kraftwerke mit einer Leistung von 146.000 kWh pro Jahr wird ein großer Teil des Energiebedarfs gedeckt.[1] Auch die Rasenheizung wird umweltschonend mit Stirlingmotoren betrieben. Mit dem Anbau eines Funktionsgebäudes im Jahre 2004 wurde der Komfort für die VIP-Gäste enorm gesteigert. Dieses Gebäude befindet sich in der Nordwestecke des Stadions. Hinter der Nordtribüne wurde ein Fanhaus errichtet, welches durch die Fangemeinschaft (Dachverband der Organisierten SC-Freiburg Fans) geführt wird.

Bereits mehrfach fanden im Badenova-Stadion Länderspiele statt, zuletzt bestritt die Deutsche Fußballnationalmannschaft kurz vor der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 ein Freundschaftsspiel gegen Luxemburg, während der Fußball-Weltmeisterschaft diente das Stadion als Trainingsplatz für die Nationalmannschaft der Niederlande, die in Hinterzarten ihr Quartier bezogen hatte.

Die deutsche Nationalmannschaft der Frauen bestritt am 28. Februar 2008 ein Freundschaftsspiel gegen China an der Dreisam. Trotz der ungünstigen Terminierung um 16 Uhr an einem Donnerstag kamen knapp 20.000 Zuschauer und sahen einen 2:0-Sieg der deutschen Mannschaft. Im Mai 2010 kehrte die Nationalmannschaft der Niederlande nach Freiburg zurück. In der WM-Vorbereitung bestritt "Oranje" ein Testspiel gegen die Nationalmannschaft Mexikos.

Durch seine Lage ist das Stadion über die Stadtbahnlinie 1 in Richtung Littenweiler oder über den dortigen Bahnhof der Höllentalbahn erreichbar. Bei Heimspielen werden die beiden Zufahrtsstraßen, Schwarzwaldstraße und Heinrich-Heine-Straße, für Nicht-Anlieger gesperrt.

Plakette der Stadt zum Ausbau

Stadionneubau

Da das Badenova-Stadion kaum noch den Anforderungen an ein modernes Stadion entspricht, werden seit einiger Zeit mögliche Standorte für ein neues Stadion gesucht.

In einer Machbarkeitsstudie wurden insgesamt zehn Standorte auf städtischer Gemarkung auf ihre Eignung untersucht, welche alle wenig Aussicht auf Realisierung haben. [4]

Als möglicher elfter Standort ist nun eine Fläche in der Nähe der A5-Ausfahrt Hartheim/Heitersheim hinzugekommen, welcher unter dem Namen Breisgau-Arena geführt wird.

Länderspiele

Männer

Vier Länderspiele der deutschen Fußballnationalmannschaft der Männer fanden im Dreisamstadion bzw. Badenova-Stadion statt.

Außerdem spielten die niederländische und die mexikanische Fußballnationalmannschaft gegeneinander.

Frauen

Die Frauennationalmannschaft war bisher ein Mal im Freiburger Stadion zu Gast.

  • 28. Feb. 2008: DeutschlandDeutschland Deutschland - China VolksrepublikChina China 2:0

Literatur

  • Werner Skrentny (Hrsg.): Das große Buch der deutschen Fußballstadien. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2001, ISBN 3-89533-306-9, S. 129–131

Einzelnachweise

  1. a b c d e Stadionfakten auf der offiziellen Website des SC Freiburg
  2. Joachim Röderer: Freiburg: Was wäre wenn: Zu kurzes Spielfeld: Für Europa fehlen dem SC 4,50 Meter, Badische Zeitung, 19. November 2010, Zugriff am 4. Juli 2011
  3. Badische Zeitung, 25. Oktober 2011
  4. Bad. Zeitung v. 25. November 2010

Weblinks


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