Badische I e
I e (Baden)
DRG Baureihe 88.75
Ie Nr. 447
Nummerierung: Nr. 99...481
DRG 88 7511–7515, 7521–7522, 7531–7532, 7541–7548, 7551–7555, 7561–7563
Anzahl: 30
Hersteller: Maschinenbau-Gesellschaft Karlsruhe
Baujahr(e): 1887–1893
Ausmusterung: 1929
Bauart: B n2t
Gattung: Gt 22.14
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Länge über Puffer: 7740 mm
Höhe: 4050 mm
Gesamtradstand: 2500 mm
Leermasse: 22,4 t
Dienstmasse: 28,7 t
28,2 t (I e5,6)
Reibungsmasse: 28,7 t
28,2 t (I e5,6)
Radsatzfahrmasse: 14,35 t
14,1 t (I e5,6)
Höchstgeschwindigkeit: 60 km/h
Kuppelraddurchmesser: 1235 mm
Steuerungsart: llan
Zylinderdurchmesser: 325 mm
Kolbenhub: 550 mm
Kesselüberdruck: 10 bar
Anzahl der Heizrohre: 110
Heizrohrlänge: 3200 mm
Rostfläche: 0,81 m²
Strahlungsheizfläche: 4,13 m²
Rohrheizfläche: 45,34 m²
49,76 m² (I e5,6)
Verdampfungsheizfläche: 49,47 m²
53,89 m² (I e5,6)
Wasservorrat: 3,5 m³
Brennstoffvorrat: 1 t Kohle
Bremse: z. T. Gegendruckbremse

Die Gattung I e der Großherzoglich Badischen Staatseisenbahnen waren zweiachsige Tenderlokomotiven, die von der Maschinenbaugesellschaft Karlsruhe für den Einsatz auf Nebenstrecken und für den Rangierbetrieb gebaut wurden. Bei der Deutschen Reichsbahn wurden sie zusammen mit der badischen I b als Baureihe 88.75 in den Nummernplan eingereiht.

Geschichte

Bis in die 1880er Jahre nutzte die Badischen Staatseisenbahnen veraltete Maschinen jeglicher Bauart als Rangierlokomotiven. Der Einsatz solcher unterschiedlicher und auch manchmal ungeeigneter Fahrzeuge war jedoch auf die Dauer unwirtschaftlich. Deshalb entschloss sich die Staatsbahn für den Rangierdienst und den leichten Nebenbahnbetrieb zweifach gekuppelte Tenderlokomotiven anzuschaffen.

Die erste Lieferserie wurde 1887 von der Maschinenbaugesellschaft Karlsruhe geliefert. Bis 1892 folgten weitere fünf Serien. Eingesetzt wurde die 30 Lokomotiven vorrangig auf den Bahnhöfen und Strecken im Schwarzwald. In beinahe allen Bahnbetriebswerken waren Maschinen der Gattung I e stationiert. Abgelöst wurden die Lokomotiven von der Gattung X b.

Von der Deutschen Reichsbahn wurden noch 25 Lokomotiven übernommen. Bis Ende der 1920er Jahre wurden die meisten Lokomotiven ausgemustert. 88 7553 (Nr. 121) wurde 1930 an ein Bauunternehmen verkauft und 1945 auf dem Gebiet der Österreichischen Bundesbahn aufgefunden. Im Oktober 1956 erfolgte dann die Ausmusterung.

Konstruktive Merkmale

Die Lokomotiven verfügten über einen Blechrahmen mit 20 mm dicken Platten und einem zwischen den Rahmenwangen liegenden Wasserkasten. Der genietete Langkessel hatte zwei Schüsse. und war relativ hoch angeordnet. Der Reglerdom saß auf dem vorderen und der Dampfdom mit den Sicherheitsventilen Bauart Meggenhofen auf dem hinteren Schuss. Ein runder Sandkasten war zwischen den Domen angeordnet. Der Stehkessel ragte zwischen die Rahmenwangen hinein. Die Einströmrohre waren außerhalb der Rauchkammer angeordnet.

Die Federung erfolgte mittels Blattfedern die oberhalb der Rahmenoberkante angeordnet waren.

Das Zweizylinder-Nassdampftriebwerk war außenliegend waagerecht angeordnet. Die Kraftübertragung erfolgte auf die zweite Kuppelachse. Die Allan-Steuerung war ebenfalls außenliegend. Die Flachschieber besaßen eine äußere Einströmung.

Die Kuppelräder wurden von einer Druckluftbremse Bauart Westinghouse beidseitig abgebremst.

Literatur

  • Hermann Lohr, Georg Thielmann: Lokomotiv-Archiv Baden. transpress, Berlin 1988, ISBN 3-344-00210-4.
  • Manfred Weisbrod, Hans Müller, Wolfgang Petznick: Deutsches Lok-Archiv: Dampflokomotiven 3 (Baureihen 61 - 98). transpress, Berlin 1994, ISBN 3-344-70841-4.

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Badische I a — Badische XIII (bis 1868) Badische I a (ab 1868) Nummerierung: 174, 175 Anzahl: 2 Hersteller: Maschinenbau Gesellschaft Karlsruhe Baujahr(e): 1866 …   Deutsch Wikipedia

  • Badische I d — Nummerierung: 62, 436, 437 Hersteller: Maschinenbau Gesellschaft Karlsruhe Baujahr(e): 1882, 1885 Ausmusterung …   Deutsch Wikipedia

  • Badische I g — DRG Baureihe 70.1 Nummerierung: 69…214 70 101–105 1…899 70 111–125 70 126–133 Anzahl: 5 15 8 Hersteller: MBG Karlsruhe Baujahr(e): 1914 …   Deutsch Wikipedia

  • Badische I c — Nummerierung: 60, 63, 65 Anzahl: 3 Hersteller: Maschinenbau Gesellschaft Karlsruhe Baujahr(e): 1880 …   Deutsch Wikipedia

  • Badische I b — Pfälzische T 2I Badische I b DRG Baureihe 88.75 Nummerierung: I + II III–VIII 402 + 403 88 7501 + 88 7502 240 88 7503 Anzahl: 2 6 1 Herste …   Deutsch Wikipedia

  • Badische I f — I f (Baden) Anzahl: 1 Baujahr(e): 1899 Ausmusterung: 1916 Bauart: B n2t Länge über Puffer: 7.920 mm Dienstmasse: 29,0 t Reibungsmasse: 29,0 t Radsatzfahrmasse: 15,0 t …   Deutsch Wikipedia

  • Badische I c (alt) — I c (Baden) IIa alt (ab 1868) Nummerierung: 1, 2, 4 Anzahl: 3 Hersteller: Hauptwerkstätte Karlsruhe Baujahr(e): 1856 Ausmusterung: 1877 1884 Bauart: 2A n2 Spurweite: 1435 mm ( …   Deutsch Wikipedia

  • Badische I a (alt) — Ia Anzahl: 6 Hersteller: Sharp Baujahr(e): 1839 1843 Ausmusterung: 1856 / 1865 Achsformel: 1A1 n2 Spurweite: 1.600 mm ab 1854: 1.435 mm Länge über Puffer: 11.390 mm …   Deutsch Wikipedia

  • Badische I b (alt) — Ib (Baden) Anzahl: 9 Hersteller: Keßler Martiensen Baujahr(e): 1842–1843 Ausmusterung: 1867 Bauart: 1A1 n2 Spurweite: 1.600 mm 1.435 mm (ab 1854) Länge über Puffer …   Deutsch Wikipedia

  • Badische XIII (alt) — Badische XIII (bis 1868) Badische I a (ab 1868) Nummerierung: 174, 175 Anzahl: 2 Hersteller: Maschinenbau Gesellschaft Karlsruhe Baujahr(e) …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”