Badische Posaunenarbeit

Die Landesarbeit der Evangelischen Posaunenchöre in Baden betreut 6.000 Bläserinnen und Bläser in derzeit 280 Posaunenchören im Bereich der Evangelischen Landeskirche in Baden. Das Gebiet erstreckt sich von Wertheim über Heidelberg, Mannheim, Karlsruhe, Pforzheim, Freiburg bis hin zu Konstanz und Überlingen.

Die Landesarbeit der Evangelischen Posaunenchöre in Baden ist dem Evangelischen Oberkirchenrat (EOK) in Karlsruhe zugeordnet und beschäftigt im Jahre 2007 hauptamtlich einen Geschäftsführer mit Sitz im EOK sowie zwei Landesposaunenwarte, die regional in Nord- und Südbaden ansässig sind.

Den Vorstand der Landesarbeit übernimmt ein Gremium aus 17 Personen. Den Vorsitz hat ein für sechs Jahre gewählter Landesobmann. Dieses Gremium heißt Landesarbeitskreis und gibt die Zielvorgaben für die hauptamtlichen Mitarbeiter vor.

Die Landesarbeit der Evangelischen Posaunenchöre in Baden veranstaltet jährlich ungefähr 20 Lehrgänge und Freizeiten für alle Altersstufen. Außerdem wird regelmäßig ein großer Landesposaunentag veranstaltet, zu dem 2.000 Bläserinnen und Bläser aus ganz Baden zusammenkommen um gemeinsam das Wochenende zu verbringen und zu musizieren.

Drei Auswahlensembles setzen sich aus besonders begabten Bläserinnen und Bläsern der Posaunenchöre der jeweiligen Region zusammen:

  • Nordbadisches Blechbläserensemble (Leitung: Landesposaunenwart Armin Schaefer)
  • Mittelbadischer Bläserkreis und Südbadisches Blechbläserensemble (Leitung: Landesposaunenwart Heiko Petersen)

Der Bläserkreis der Hochschule für Kirchenmusik Heidelberg (genannt "KI") dient den Kirchenmusikstudenten als Übungschor während ihres Bläsercholeitungsunterrichts. Er steht unter der Leitung von Landesposaunenwart Armin Schaefer.

Die Landesarbeit der Evangelischen Posaunenchöre in Baden ist Mitglied im Evangelischen Posaunendienst in Deutschland (EPiD).

Geschichte

  • ab 1880 erste Posaunenchorgründungen in Baden (1882: Hugsweier; 1886: Heidelberg/CVJM; 1888: Ispringen/luth.; 1890: Ittlingen; 1896: Blankenloch, Friedrichstal und Unteröwisheim; 1899: Eschelbronn-Daisbach).
  • um 1920 - 1934 Heinrich Großmann Bundes- bzw. Landesposaunenwart im Oberrheinischen Christlichen Jungmännerbund, dem viele Posaunenchöre angehörten. Verschiedene Landesposaunentage in Freiburg/Br., Heidelberg, Karlsruhe, Pforzheim.
  • 8. Mai 1934 Gründung des Verbandes ev. Posaunenchöre Deutschlands. Die bisherigen Verbände mussten sich anschließen oder wurden aufgelöst.
  • 6. Juni 1934 Gründung des Landesverbandes ev. Posaunenchöre Baden. Berthold Stober, Pforzheim-Dillweißenstein, zum Landesobmann und -posaunenwart berufen.

Literatur

  • Landesarbeit der Ev. Posaunenchöre in Baden (Hrsg.): Badisches Posaunenchor Journal. Erscheinungsweise: von 1997-2004 vier Ausgaben pro Jahr, seit 2005 drei Ausgaben pro Jahr
  • Karl Jäckle und Dieter Bischoff (Hrsg.): Aus der Geschichte der evangelischen Posaunenarbeit in Baden, Karlsruhe 1986

Weblinks


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