Badische VI alt
Xc
VI alt (ab 1868)
Lok Nr. 155 RANDEN
Nummerierung: Nr. 47...54, 150 - 161, 218 - 228
Anzahl: 30
Hersteller: MBG Karlsruhe
Baujahr(e): 1864 - 1869
Ausmusterung: 1894 - 1918
Achsformel: C n2
Spurweite: 1.435 mm
Länge über Puffer: 14.700 mm
14.650 mm (BJ 1868/69)
Höhe: 4.500 mm
4.295 mm (BJ 1868/69)
Gesamtradstand: 3.450 mm
Leermasse: 32,00 t
33,20 t (BJ 1868/69)
Dienstmasse: 35,80 t
37,20 t (BJ 1868/69)
Reibungsmasse: 35,80 t
37,20 t (BJ 1868/69)
Radsatzfahrmasse: 11,90 t
Höchstgeschwindigkeit: 50 km/h
Kuppelraddurchmesser: 1.524 mm
Steuerungsart: Stephenson
Zylinderanzahl: 2
Zylinderdurchmesser: 457 mm
Kolbenhub: 685 mm
Kessel: Bauart Crampton
Belpaire (BJ 1868/69)
Kesselüberdruck: 8,0 bar
9,0 bar (BJ 1868/69)
Anzahl der Heizrohre: 172
191 (BJ 1868/69)
Heizrohrlänge: 4.345 mm
4.320 mm (BJ 1868/69)
Rostfläche: 1,09 m²
1,17 m² (BJ 1868/69)
Strahlungsheizfläche: 6,37 m²
6,65 m² (BJ 1868/69)
Rohrheizfläche: 98,61 m²
108,24 m² (BJ 1868/69)
Verdampfungsheizfläche: 104,98 m²
114,89 m² (BJ 1868/69)
Tender: 3 T 7,29 und 2 T 6,75
Lokbremse: Schraubenbremse

Die Fahrzeuge der Gattung Xc[1], ab 1868 VI alt waren Personenzuglokomotiven der Großherzoglich Badische Staatseisenbahnen.

Sie waren für die steigungsreichen Strecken im Odenwald und im Schwarzwald vorgesehen. Die Lokomotiven fielen deshalb entsprechend leistungsfähig aus. Ein Zug mit 170 t konnte bei einer Steigung mit 12,5 Promille mit 22 km/h gezogen werden. Traurige Berühmtheit erreichte die Lok KNIEBIS, die beim Unglück von Hugstetten 1882 beteiligt war. Ein vermuteter Zusammenhang zwischen der Bauart der Lok und dem Unglück ergab sich nicht. Durch die danach auf 50 km/h festgesetzte Höchstgeschwindigkeit war ein Einsatz im planmäßigen Personenzugdienst nicht möglich. Deshalb wurden die Loks ausschließlich für Güterzüge und Rangierfahrten genutzt. Bereits 1894 begann man mit der Ausmusterung, die 1907 fast komplett abgeschlossen war.

Die Lokomotiven verfügten über einen innenliegenden Vollblechrahmen und ein außenliegendes Zweizylinder-Naßdampftriebwerk. Es zeigte sich, dass bei den ersten Loks die Rostfläche im Verhältnis zum Kolbenhub relativ klein war. Sie wurde deshalb ab dem Baujahr 1868/69 vergrößert. Viele technische Neuerungen wurde an diesen Lokomotiven erprobt. So hatte die Lok Nr. 228 statt der Schraubenbremse eine Rückdruckbremse Bauart Lechatelier. Während die Fahrzeuge der Baujahre 1864 bis 1886 nur über einen relativ einfachen Windschutz verfügten, besaß die letzte Lieferserie ein voll ausgebildetes Führerhaus mit Vorderwand und Seitenwänden mit Fenster.

Fußnoten

  1. Zur Unterscheidung der nach dem Schema von 1868 bezeichneten Lokomotiven auch als Xc (alt) bezeichnet.

Literatur

  • Hermann Lohr, Georg Thielmann: Lokomotiv-Archiv Baden. transpress, Berlin 1988, ISBN 3344002104

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