Silvio Francesco
Silvio Francesco, um 1990
Autogramm von Silvio Francesco

Silvio Francesco (* 13. Juli 1927 in Paris; † 20. August 2000 in Lugano; eigentlich: Silvio Francesco Valente) war ein italienischer Unterhaltungskünstler, Sänger, Klarinettist und Schauspieler.

Inhaltsverzeichnis

Biografie und künstlerisches Wirken

Er wurde als Sohn einer Artistenfamilie geboren. Mutter Maria Valente war ein international gefeierter Musikclown, Vater Giuseppe ein bekannter Akkordeonvirtuose. Es war die Welt des Zirkus und des Varietes, die Silvio und seine drei weiteren Geschwister beruflich prägten. Schon früh erlernte er verschiedene Instrumente. Silvio Francesco war ein vorzüglicher Gitarrist und ein ebenso begabter Klarinettist. Seine jüngere Schwester ist der Weltstar Caterina Valente, mit der er mehrere Duette, oft unter Pseudonymen wie Club Manhattan, Club Honolulu, Club Argentina, Club Indonesia oder Club Italia, sang. Ein Super-Hit der beiden war seinerzeit der Schlager Itsy Bitsy Teenie Weenie Honolulu-Strand-Bikini.

Als Caterina von Polydor zu Decca wechselte, wurde Margot Eskens vorübergehend Silvios Gesangspartnerin. Die beiden hatten großen Erfolg mit Mondscheinpartie (1959), Calypso Italiano (1957) und Himmelblaue Serenade. In den 1960er Jahren fanden die beiden Geschwister musikalisch wieder zusammen und produzierten Hits wie Peppermint Twist, Madison in Mexiko oder Quando quando, um nur einige der vielen zu nennen.

Sehr häufig war Silvio Francesco, der zugunsten Caterinas seine beiden Vornamen als Künstlernamen wählte, musikalischer Leiter bei den weltweiten Tourneen seiner Schwester. Auch wirkte er in Schlagerfilmen mit, in denen Caterina Valente die Hauptrolle spielte, sang, tanzte und steppte mit ihr über die Leinwand. Weitere sehr bekannte und beliebte Filmkollegen von ihm waren Peter Alexander, Ruth Stephan, Hubert von Meyerinck, Paul Hubschmid, Grethe Weiser, Rudolf Platte etc. Unvergessen sind auch die unzähligen Schlagershows Francesco/Valente, die unter der Regie von Michael Pfleghar gedreht wurden. 1990 spielte er, unter dem Namen Silvio F. Valente, seine letzte Hauptrolle in der Horrorfilm-Parodie My lovely Monster an der Seite von Ferdy Mayne und Sarah Karloff, der Tochter von Boris Karloff. Sieben Jahre später stand Silvio Francesco für die Serie Wilde Zeiten zum letzten Mal vor einer TV-Kamera.

Der Künstler lebte vorwiegend in Lugano, wo er trotz zahlreicher Verpflichtungen noch ein kleines Hotel betrieb. Für Caterina Valente war der Bruder der „beste Partner, den ich je hatte“.

Silvio Francescos Grab liegt im Urnenhain der italienischen Exklave Campione d’Italia am Luganersee. Der Künstler war verheiratet und hatte zwei Kinder.

Diskografie (Auswahl)

  • Babatschi (1956)
  • Eine ganze Nacht (Ma Fille) (1960)
  • Lula lula leila (1960)
  • Hello Mary Lou (1961)
  • Catarina (1962)
  • Bleib bei mir (1966)

mit Caterina Valente

  • Steig in das Traumboot der Liebe (1955)
  • Wie wär's (1955)
  • Es geht besser, besser, besser (1955)
  • O Billy Boy (1956)
  • Die goldenen Spangen (1956)
  • Ich wär so gern bei dir (1956)
  • Ich lass dich nie mehr allein (1958)
  • Roter Wein und Musik in Toskanien (1958)
  • Quizas, quizas (1958)
  • Es war in Portugal im Mai (1958)
  • Itsy bitsy teenie weenie Honolulu-Strand-Bikini (1960)
  • Die kleine Stadt will schlafen geh'n (1961)
  • Quando – Quando (1962)
  • The peppermint twist (1962)
  • Popocatepetl-twist (1962)
  • Madison in Mexico (1963)

Filmografie (Auswahl)

Weblinks


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