Bahnhof Berlin Mexikoplatz
Berlin Mexikoplatz
Bahnhofsgebäude
Bahnhofsgebäude
Daten
Kategorie 4
Betriebsart Haltepunkt
Bahnsteiggleise 2
Abkürzung BMEX
Eröffnung 1. November 1904
1. Februar 1985
Stilllegung 18. September 1980
Architektonische Daten
Baustil Jugendstil
Architekt Gustav Hart, Alfred Lesser
Lage
Stadt Berlin
Land Berlin
Staat Deutschland
Koordinaten 52° 26′ 15″ N, 13° 13′ 57″ O52.437513.2325Koordinaten: 52° 26′ 15″ N, 13° 13′ 57″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe im Raum Berlin

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Der Bahnhof Berlin Mexikoplatz liegt im südwestlichen Berliner Ortsteil Zehlendorf und wird von der Linie S1 der Berliner S-Bahn angefahren. Der im Jugendstil erbaute Bahnhof mit seiner markanten Kuppel steht heute unter Denkmalschutz. Im bahnamtlichen Betriebsstellenverzeichnis wird Berlin-Mexikoplatz als BMEX geführt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Gebaut nach Plänen des Architekten Gustav Hart (1864–1929), wurde der Bahnhof am 1. November 1904 unter dem Namen Zehlendorf-Beerenstraße eröffnet. Sieben Jahre später, am 15. Dezember 1911, folgte die erste Umbenennung in Zehlendorf-West. Am 15. Mai 1933 wurde der Bahnhof auf elektrischen Zugbetrieb umgestellt.

KPEV-Wappen

Ein interessantes Detail ist ein Emblem mit den Buchstaben „KPEV“ an der Bahnbrücke. Dieses – ehemals in verschiedenen Varianten verbreitete – Emblem steht für „Königlich Preußische Eisenbahn-Verwaltung“, womit die Preußischen Staatseisenbahnen gemeint waren, die jedoch nie unter diesem Namen existierten.

Die Brücke wurde als eine der ersten Deutschlands im März 1934 unter Zuhilfenahme des Röntgen-Brückenmesszuges überprüft, wobei unter dem Farbanstrich mit Schlosserkitt verklebte Schweißnähte entdeckt wurden. Die Rekonstruktion des Brückengeländers mit dem schmückenden Wappen erfolgte im Zusammenhang mit der Wiederherstellung der gesamten Platzanlage anlässlich der 750-Jahr-Feier Berlins im Jahr 1987 durch das Architekturbüro Stuhlemmer.

Ende der 1950er Jahre erfolgte die zweite Umbenennung. Ab dem 28. September 1958 hieß der Bahnhof Lindenthaler Allee. Am 18. September 1980 wurde der Bahnhof nach dem Streik der Reichsbahner stillgelegt.[1]

Am 1. Februar 1985 wurde der Bahnhof von der BVG wieder eröffnet. Zwei Jahre später, im Januar 1987, erfolgte die dritte, noch heute gültige Umbenennung in S-Bahnhof Mexikoplatz. Der namengebende Platz erhielt bereits am 23. September 1959 seinen heutigen Namen. Zwischenzeitlich wurde von der BVG auch die Schreibweise Mexicoplatz (mit „c“) benutzt.

Am 1. Juni 2001 verkaufte das Bundeseisenbahnvermögen das Bahnhofsgebäude an zwei Berliner Geschäftsleute. Die bahnhofseigene Buchhandlung, eine Institution mit 25-jähriger Tradition, die in der Halle regelmäßig Lesungen und Diskussionsforen veranstaltete, wurde geschlossen. Die Bürgerinitiative Kulturbahnhof Mexikoplatz setzte sich erfolglos für den Erhalt des Bahnhofs „als kultureller Treffpunkt“ ein.

Zukunft

Der Bahnhof Mexikoplatz könnte nach der geplanten Verlängerung der Linie U3 als Umsteigepunkt zwischen der S-Bahn (Wannseebahn) und der U-Bahn voraussichtlich an Bedeutung gewinnen. Obwohl der Ausbau in den Flächennutzungsplänen festgeschrieben ist, ist die Realisierung ungewiss. Es ist geplant, dass die Züge am unterirdischen Bahnhof direkt am Bahnsteig enden und von dort auch wieder zurückfahren, ähnlich wie Bahnhof Ruhleben (U2) und Innsbrucker Platz (U4). Die Kehranlage am Bahnhof Krumme Lanke soll bestehen bleiben. Eine mögliche Verlängerung der U3 über den Mexikoplatz in Richtung Kleinmachnow hinaus wurde dagegen auf Grund der prognostizierten geringen Fahrgastzahlen aufgegeben.

Anbindung

Der S-Bahnhof wird von der Linie S1 der S-Bahn im Zuge der Alten Wannseebahn befahren. Es besteht eine Umsteigemöglichkeit zu den Omnibuslinien der Berliner Verkehrsbetriebe und der Havelbus Verkehrsgesellschaft.

Linie Verlauf
Berlin S1.svg Oranienburg – Lehnitz – Borgsdorf – Birkenwerder – Hohen Neuendorf – Frohnau – Hermsdorf – Waidmannslust – Wittenau – Wilhelmsruh – Schönholz – Wollankstraße – Bornholmer Straße – Gesundbrunnen – Humboldthain – Nordbahnhof – Oranienburger Straße – Friedrichstraße – Brandenburger Tor – Potsdamer Platz – Anhalter Bahnhof – Yorckstraße (Großgörschenstraße) – Julius-Leber-Brücke – Schöneberg – Friedenau – Feuerbachstraße – Rathaus Steglitz – Botanischer Garten – Lichterfelde West – Sundgauer Straße – Zehlendorf – Mexikoplatz – Schlachtensee – Nikolassee – Wannsee

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Der zweite Eisenbahnerstreik 1980 auf stadtschnellbahn-berlin.de

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