Bahnhof Dortmund-Kruckel
Der leerstehende Bahnhof in Kruckel

Der Bahnhof Dortmund-Kruckel liegt an der Grenze zwischen den Ortschaften Dortmund-Kruckel und Dortmund-Persebeck.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Er wurde 1897 als Kruckel von den Preußischen Staatseisenbahnen eröffnet und diente ursprünglich als Verladebahnhof für die Zeche Vereinigte Wiendahlsbank. Ab 1905 hielten hier auch Personenzüge. 1949 wurde der Bahnhof in Dortmund-Kruckel umbenannt.

Heute hält hier die von der DB Regio NRW GmbH betriebene Linie S5 der S-Bahn Rhein-Ruhr im Halbstundentakt. Im Rahmen der Umstellung der alten Regionallinie N33 auf die heutige S5 wurden die Bahnsteige auf 76 Zentimeter erhöht. Der Zugang ist zwar barrierefrei, trotzdem können Rollstuhlfahrer die S5 mit einer Einstiegshöhe von 96 Zentimetern nicht ohne fremde Hilfe erreiche. Er besteht aus zwei Gleisen, die über Seitenbahnsteige begehbar sind. Ein Kunstbauwerk zwischen den Bahnsteigen existiert nicht, da die Gleise durch den benachbarten Bahnübergang Kruckeler Straße überquert werden können (s.Bild). Es handelt sich um einen Durchgangsbahnhof, der an der 1848 von der Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft eröffneten Bahnstrecke Elberfeld–Dortmund liegt. Aus betrieblicher Sicht ist heute ein Haltepunkt. Die Betriebsstellenkürzel lautet EDKR (Bahndirektion Essen, Dortmund-Kruckel).

Verkehrliche Bedeutung

Der Haltepunkt erschließt insbesondere die Dortmunder Stadtteile Kruckel, Persebeck sowie teilweise die Wittener Stadtteile Rüdinghausen und Auf dem Schnee. Aufgrund des Rundverkehrs der Buslinie 448 der DSW21 gibt es nur eine rudimentären Zubringerverkehr für den abseits gelegenen Bahnhof.

Nachdem die Gaststätte im ehemaligen Abfertigungsgebäude nach 35 Jahren von der Inhaberin aus Altersgründen aufgegeben wurde, steht das Gebäude zusammen mit dem auf der anderen Seite der Bahnlinie gelegenen Park&Ride-Parkplatz zum Verkauf.

Bis 1988 gab es hier auch regelmäßig Fernzüge. Im Rahmen der Eröffnung der S-Bahnlinien 1 und 2 hätten die Fernzüge diese S-Bahnlinien im Dortmunder Hauptbahnhof regelmäßig höhengleich kreuzen müssen. Um das zu verhindern, hat die Deutsche Bundesbahn eine kurze Neubaustrecke zwischen Dortmund-Dorstfeld und Bochum-Langendreer gebaut. Das Verkehrsaufkommen in Dortmund-Kruckel ist seitdem signifikant gesunken. Heute verkehren Fernzüge und der Wupper-Express nur noch über Dortmund-Kruckel, wenn es zu einer Streckensperrung kommt und die Züge umgeleitet werden müssen. Lange Zeit gab es auch Güterverkehr im Bahnhof Dortmund-Kruckel, insbesondere wegen der Gleisanschlüsse der benachbarten Firmen. Viele Züge des Einzelwagenverkehrs kamen vom Dortmunder Hafen oder auch vom Rangierbahnhof Hagen-Vorhalle über Dortmund-Kruckel, um Firmen in Witten und Hagen zu bedienen.

Ausblick

In den 1970er war eine Verlegung des Haltepunkts Dortmund-Kruckel an die Menglinghauser Straße in die Mitte des Siedlungsgebietes Rüdinghausen, Kruckel und Persebeck geplant. Auf Intervention eines großen Einzelhändlers wurde von Wittener Seite in den 1990er eine Verlegung an den Standort dessen Möbelhauses ins Auge gefasst. Dagegen sprach sich der Stadtbezirk Hombruch im November 2006 für eine Beibehaltung des Standorts aus und unterstrich dies auch in direkten Verhandlungen mit der Bahn AG.

Da nach dem Amtsantritt des ehemaligen Verkehrsministers Oliver Wittke (CDU) zunächst sämtliche Zielvereinbarungen aufgekündigt wurden, ist momentan davon auszugehen, dass sich an der Lage des Haltepunktes nichts ändern wird. Pläne, die S5 zu ertüchtigen und somit auch in Dortmund-Kruckel einen durchgehenden Zwanzigminutentakt zu realisieren, wurden durch die Integrierte Gesamtverkehrsplanung des Landes Nordrhein-Westfalen abgelehnt, eine Wiedervorlage ist ab 2015 möglich.

Siehe auch

Bahnhöfe in Dortmund

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