Bahnhof Eiserne Hand
Eiserne Hand
Bahnhof Eiserne Hand 2011
Der Haltepunkt 2011
Daten
Betriebsart Haltepunkt
Bahnsteiggleise 1
Abkürzung FEH
Eröffnung zwischen 1889 und 1900
Lage
Stadt Taunusstein
Land Hessen
Staat Deutschland
Koordinaten 50° 7′ 32,4″ N, 8° 10′ 7″ O50.125678.168601Koordinaten: 50° 7′ 32,4″ N, 8° 10′ 7″ O
Höhe 421 m
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Hessen

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Der Bahnhof Eiserne Hand liegt an der Aartalbahn auf dem Gebiet der hessischen Stadt Taunusstein. Er wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts am Streckenabschnitt WiesbadenLangenschwalbach der Aartalbahn eröffnet. Namensgebend war die so genannte Eiserne Hand, ein Einschnitt im Taunushauptkamm. Der Bahnhof diente hauptsächlich dem Ausflugsverkehr und wird heute noch als Haltepunkt einer Museumsbahn benutzt. Er ist höchstgelegener Bahnhof des Taunus und ein Kulturdenkmal des Rheingau-Taunus-Kreises.

Inhaltsverzeichnis

Geographische Lage

Die Eiserne Hand bietet von Wiesbaden aus den niedrigst gelegenen Taunusübergang. Dieser Vorteil wurde in früheren Jahrhunderten schon bei der Anlage der Aarstraße genutzt, die im Bundesfernstraßennetz als Bundesstraße 54 klassifiziert ist. Somit lag es nahe, auch die Aartalbahn über die Eiserne Hand zu führen. Der Haltepunkt liegt mitten in dem waldreichen Naherholungsgebiet des Hohen Taunus, das durch ein gut ausgebautes Netz von Wanderwegen erschlossen ist, namentlich den Rheinhöhenweg, der streckenweise identisch ist mit dem Herzogsweg, der vom Jagdschloss Platte über die Eiserne Hand weiter nach Westen führt. Nach Südwesten über den Schläferskopf führt von hier aus die heute als Wanderweg nutzbare und traditionsreiche Rheingauer Straße in Richtung Walluf durch den Wald.

Geschichte und Zukunft

Mit Inbetriebnahme der Bahnstrecke zwischen dem Wiesbadener Hauptbahnhof und Langenschwalbach am 15. Januar 1889 führte regelmäßiger Bahnverkehr über den westlichen Taunuskamm. Um das waldreiche Gebiet um den oberhalb der Kurstadt Wiesbaden gelegenen Schläferskopf für Ausflügler zu erschließen, wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts an der Eisernen Hand, dem mit 421 m höchsten Punkt der Strecke, ein zweigeschossiger Backsteinbau mit Satteldach als Empfangsgebäude errichtet. 1910 wurde es um eine große, zu den Gleisen hin offene Wartehalle ergänzt, die als Walmdach auf Holzstützen konstruiert wurde. Zudem erhielt es einen Anbau, der für gastronomische Dienstleistungen genutzt wurde.[1]

1983 wurde der Personenverkehr auf der Strecke eingestellt. Seit 1986 dient sie der Nassauischen Touristik-Bahn für den Betrieb einer Museumsbahn. Ein Jahr später wurden die Gebäude und technischen Anlagen der Strecke und des Bahnhofs unter Denkmalschutz gestellt.[2]

Nachdem das Bahnhofsgebäude zuvor etwa ein Jahr ungenutzt war, wurde es in der Nacht zum 13. Oktober 2004 durch ein Feuer stark beschädigt und anschließend der ursprünglichen Bausubstanz angenähert wieder aufgebaut, wodurch es weiterhin unter Denkmalschutz steht.[1] Seit Herbst 2007 wird das Gebäude als Gaststätte benutzt.

Im Rahmen des Projekts Stadtbahn Wiesbaden war zwischen 1998 und 2001 eine Wiederaufnahme des Personenverkehrs zwischen Bad Schwalbach und Wiesbaden im Gespräch. Heute existieren Planungen zur Reaktivierung der Aartalbahn als Stadt- oder Regionalbahn.

Linien
Chausseehaus Museumsbahn Nassauische Touristik-Bahn
bis vorauss. 2012 ausgesetzt
Hahn-Wehen

Literatur

  • Dagmar Söder: Kulturdenkmäler in Hessen: Rheingau-Taunus-Kreis II. Altkreis Untertaunus. Wiesbaden 2003
  • Joachim Seyfert: "Die Aartalbahn". Band Nr. 2 der Reihe Schiene-Photo. Joachim Seyfert, Wiesbaden 1989, ISBN 3-926669-02-0

Weblinks

 Commons: Bahnhof Eiserne Hand – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b denkmalpflege-hessen: Eiserne Hand (abgerufen am 5. Dezember 2010)
  2. NTB: Die Geschichte der Aartalbahn

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