Bahnhof Eiserner Steg

Der Haltepunkt Fahrtor lag an der Städtischen Verbindungsbahn Frankfurt am Main.

Namensgebend für den Haltepunkt war das ehemalige Fahrtor in der mittelalterlichen Frankfurter Stadtbefestigung zum Main hin und die nach ihm benannte Gasse, die an dieser Stelle vom Römerberg zum Main führt und ihre verkehrliche Fortsetzung im Eisernen Steg findet.

Der Haltepunkt wurde von der Hessischen Ludwigsbahn eingerichtet, nachdem sie 1872 die Frankfurt-Hanauer Eisenbahn und deren Betrieb – auch auf der Verbindungsbahn – übernommen hatte. Sie ließ Züge aus ihrem Stammnetz von Limburg über die Städtische Verbindungsbahn auf die neu erworbenen Strecken der ehemaligen Frankfurt-Hanauer Eisenbahn übergehen. Der Personenverkehr endete am 1. April 1913, als die Frankfurt-Hanauer Eisenbahn über den neu errichteten Ostbahnhof und die Deutschherrnbrücke mit dem Südbahnhof verbunden wurde.

Als 1945 alle Eisenbahnbrücken über den Main zerstört waren, erlangte die Verbindungsbahn erneut Bedeutung für den überörtlichen Verkehr: Sie stellte die einzige Verbindung der westlichen und östlichen Bahnanlagen Frankfurts dar. Die Kleinbahn Frankfurt-Königstein führte hier vom 13. Juli bis zum 30. September 1945 Züge aus Frankfurt-Höchst und dem wieder belebten Haltepunkt Fahrtor zum Bahnhof Frankfurt-Mainkur.[1]

Im Bereich des ehemaligen Haltepunkts, vor dem ehemaligen Fahrtor und dem Eisernen Steg, befindet sich heute ein Halt im an mehreren Wochenenden im Jahr angebotenen Museumsbetrieb der Historischen Eisenbahn Frankfurt. Dieser allerdings wurde nach der Brücke, „Eiserner Steg“, benannt.

Literatur

  • Andreas Christopher und Gerd Wolff, Deutsche Klein- und Privatbahnen. Band 8: Hessen. Freiburg 2004. ISBN 3-88255-667-6
  • Eisenbahn in Hessen. Kulturdenkmäler in Hessen. Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, hrsg. vom Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Theiss Verlag, Stuttgart 2005, 3 Bände im Schuber, 1.448 S., ISBN 3-8062-1917-6.
  • Eisenbahnatlas Deutschland – Ausgabe 2005/2006, Vlg. Schweers + Wall, o.O. 2005, ISBN 3-89494-134-0
  • Heinz Hirt: 1877-2002 - 125 Jahre Main-Lahn-Bahn Höchst-Limburg. Eppstein (Taunus) 2002, ISBN 3-00-010714-2

Einzelnachweise

  1. Fahrplan abgedruckt in: Andreas Christopher u.a., S. 71.


50.1088888888898.68194444444447Koordinaten: 50° 6′ 32″ N, 8° 40′ 55″ O


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