Bahnhof Goetheweg
Bahnhof Goetheweg
Bf-goetheweg.jpg
Zugkreuzung am Goetheweg
Daten
Betriebsart Betriebsbahnhof
Bahnsteiggleise 1
Reisende keine
Abkürzung Lgom
Eröffnung 1900
Lage
Stadt Wernigerode
Land Sachsen-Anhalt
Staat Deutschland
Koordinaten 51° 47′ 18″ N, 10° 35′ 37″ O51.78833333333310.593611111111Koordinaten: 51° 47′ 18″ N, 10° 35′ 37″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Sachsen-Anhalt

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Der Bahnhof Goetheweg befindet sich zwischen den Stationen Schierke und Brocken der Brockenbahn in einer Höhe von 956 m ü. NN. Die Anlagen bestehen heute wie damals in nur einem waagerechten „Rückdrückgleis“ und lediglich einer Weiche, während das Streckengleis seine durchgehende Steigung von 33 Promille behält. Er ist jetzt ein reiner Betriebsbahnhof.

Geschichte

Der Bahnhof wurde am 17. Juli 1900 eröffnet und mit Einfahrsignalen sowie einer Unterkunft für die Gleisbaurotte ausgestattet. Im Herbst 1924 erhielt er ein neues Bahnhofsgebäude. Der Bahnhof war nur im Sommerhalbjahr mit einem Fahrdienstleiter besetzt, da im Winter der Betrieb auf der Brockenbahn ruhte.

Alle Gebäude sind im Zweiten Weltkrieg zerstört und nicht wieder aufgebaut worden. Seit 1960 reichte für die wiederhergestellte Sicherungstechnik eine Wellblechhütte. Nach 1961 fand auf der Strecke nur noch Güterverkehr statt und der Bahnhof wurde zum 16. Juni 1963 aufgehoben. In den 1980er Jahren endeten die meist geschobenen Versorgungszüge für den Brocken auf Grund des immer schlechter werdenden Oberbauzustandes im nun ehemaligen Bahnhof Goetheweg.

Seine Ausstattung besteht derzeit nur noch aus einer Gartenbank und einem Bedienelement für die Schlüsselsperre. Er ist im Kursbuch nicht geführt und wird seit der Aufnahme des Brockenverkehrs 1992 wieder als Betriebsbahnhof bei Zugkreuzungen genutzt. Lange Zeit war er nur noch mit den Signalen „So 5“ (Trapeztafel) ausgerüstet, heute sind aber nach Änderungen im Betriebsdienst nach dem Unfall im Thumkuhlental – am 21. August 1994 zwischen den Stationen Steinerne Renne und Drängetal am Braunen Wasser – wieder Signale aufgestellt.

Oberhalb des Bahnhofes befinden sich am Königsberg im Nationalpark Harz die nicht zugänglichen Hirschhornklippen.

Betriebsablauf

Früher lief der Betrieb wie folgt ab: Ein bergwärts fahrender Zug fuhr bis zum letzten Wagen an der Weiche vorbei. Die Weiche wurde umgelegt und der Zug „drückte zurück“. Reisende konnten ein- und aussteigen. Die Weiche wurde wieder umgelegt und der talwärts fahrende Zug (mit oder ohne Halt) passierte. Erst danach konnte der bergwärts fahrende Zug den Bahnhof verlassen. Das waagerechte Rückdrückgleis ermöglichte dem Zug einfacher wieder Geschwindigkeit aufzunehmen.

Da der Bahnhof nur noch zu Betriebskreuzungen genutzt wird, läuft es heute meist umgekehrt ab: Der talwärts fahrende Zug wird hinter einer Gleissperre eingeschlossen und der bergwärts fahrende Zug passiert. Ein- und Aussteigen ist nicht möglich.

Weblinks


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