Bahnhof Kaufbeuren
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Kaufbeuren
Kaufbeuren
Deutschlandkarte, Position der Stadt Kaufbeuren hervorgehoben
47.8810.6225Höhenangabe falsch oder mehr als zwei NachkommastellenKoordinaten: 47° 53′ N, 10° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Kreisfreie Stadt
Höhe: 681–860 m ü. NN
Fläche: 40,02 km²
Einwohner: 42.043 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 1051 Einwohner je km²
Postleitzahl: 87600
Vorwahl: 08341
Kfz-Kennzeichen: KF
Gemeindeschlüssel: 09 7 62 000
Stadtgliederung: 5 Stadtteile
Adresse der Stadtverwaltung: Kaiser-Max-Straße 1
87600 Kaufbeuren
Webpräsenz:
Oberbürgermeister: Stefan Bosse
Die Kaufbeurer Altstadt vom Fünfknopfturm aus.

Kaufbeuren ist eine kreisfreie Stadt im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben. Die Stadt im Allgäu ist komplett vom Landkreis Ostallgäu umgeben.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Kaufbeuren liegt am Fluss Wertach im östlichen Allgäu.

Ortsteile

Oberbeuren von Süden

Geschichte

Kaufbeuren entstand aus einem fränkischen Königshof, der um 740 als Verwaltungssitz und militärisches Rückzugsgebiet nahe der Grenze zum Herzogtum Bayern gegründet wurde. Die Herren von Beuren, die Gefolgsleute der Welfen waren, hatten hier gegen Ende des 11. Jahrhunderts ihren Adelssitz. Die erste urkundliche Erwähnung Kaufbeurens war im Jahr 1126. Ende des 12. Jahrhunderts kam die Stadt unter die Herrschaft der Staufer. Von 1286 bis 1803 war Kaufbeuren eine freie Reichsstadt. 1377 wurde die Stadt vom Herzog Friedrich von Teck und 1388 von den bayerischen Herzögen vergebens belagert. 1802 kam sie an Bayern.

Seit 1939 wurde in einem nordöstlich von Kaufbeuren gelegenen Waldgebiet eine Fabrik der Dynamit AG, vormals Alfred Nobel u. Co, für die Versorgung der deutschen Kriegswirtschaft mit Munition aufgebaut. Dort wurden Zwangsarbeiter aus dem nahegelegenen Konzentrationslager Riederloh in Steinholz bei Mauerstetten, einer Außenstelle des KZ Dachau, eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand auf den Trümmern des Gebietes der heutige Stadtteil Neugablonz, gegründet von sudetendeutschen Vertriebenen aus Gablonz an der Neiße, woran ein Gedenkstein erinnert, der nur beiläufig die Vorgeschichte streift.

Zwischen Mai 1944 und April 1945 existierte auf dem Gelände einer ehemaligen Baumwollspinnerei ein KZ-Außenlager, das zum KZ Dachau gehörte bzw. Allach unterstellt war. Hier waren zwischen 300 und 600 Häftlinge untergebracht, die für die Firma BMW in Zwangsarbeit Ersatzteile für die Rüstungsproduktion herstellen mussten.

Im heutigen Bezirkskrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie wurden in der Zeit der NS-Gewaltherrschaft unter der Leitung ihres Direktors Dr. Faltlhauser etwa 2.000 psychisch kranke Kinder, Frauen und Männer in der "Euthanasie"-Tötungs-Aktion T4 ihrer Vernichtung in Hadamar, Grafeneck und Hartheim zugeführt. An diese Opfer erinnert seit 1989 ein Gedenkstein hinter der Klosterkirche der Anstalt.[1]

Bevölkerung

Einwohnerentwicklung von Kaufbeuren

Bevölkerungsstruktur

Die Altersverteilung innerhalb der Bevölkerung sieht folgendermaßen aus:

unter 15 Jahre 15,4%
15–18 Jahre 3,3%
18–25 Jahre 7,9%
25–35 Jahre 12,2%
35–60 Jahre 33,6%
über 60 Jahre 27,5%

Der Anteil an Spätaussiedlern liegt mit ca. 12 % relativ hoch. Zusammen mit den Ausländern haben in der Stadt somit mehr als 20 Prozent der Bevölkerung Migrationshintergrund.

Bevölkerungsentwicklung

Im Vergleich zum Vorjahr verlor Kaufbeuren 2005 insgesamt 335 Einwohner. Laut statistischem Jahrbuch lebten Ende 2005 nur noch 43.845 Menschen in der Wertachstadt, 2004 waren es noch 44.180 gewesen. Als einziger Stadtteil wuchs Oberbeuren: von 3.718 auf 3.780 Einwohner. Ein Grund für den Rückgang der Kaufbeurer Bevölkerung dürfte die niedrige Geburtenrate sein: 2005 erblickten nur noch 344 Kaufbeurer das Licht der Welt, während es 2004 noch 387 waren. Allerdings starben mit 484 Menschen auch 56 weniger als im Vorjahr. Das heißt, es müssen wesentlich mehr Kaufbeurer weggezogen sein als Neubürger hinzu kamen. Betroffen sind alle Ortsteile bis auf Oberbeuren. Dort lebten 2005 insgesamt 62 Menschen mehr als ein Jahr zuvor. In Kaufbeuren waren es 202, in Neugablonz 167, in Hirschzell 20 und in Kemnat acht weniger. Nach wie vor in der Mehrzahl sind die Frauen (22.822) gegenüber den Männern (21.023). Kaum verändert hat sich die Zahl der Ausländer: Sie sank ganz leicht von 3.860 auf 3.854.

Religion

Die Einwohner Kaufbeurens gehören heute mehrheitlich der römisch-katholischen Kirche an. Im Zuge der Reformation war Kaufbeuren jedoch eine evangelische Freie Reichsstadt geworden, was bis heute seinen Ausdruck in einer starken evangelischen Bevölkerung findet (Evangelisches Hauptpfarramt in der Innenstadt; seit 1955 eigenes Pfarramt im Stadtteil Neugablonz).

Darüber hinaus sind folgende Kirchen und kirchliche Gemeinschaften ansässig: Adventisten, Alt-Katholiken, Evangelisch-freikirchliche, Freie evangelische, eine russischsprachige Baptistengemeinde sowie die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.

Ferner existiert eine muslimische Minderheit türkischer und kurdischer Abstammung, welche in Kaufbeuren eine sunnitische Moschee besuchen kann.

In der Altstadt von Kaufbeuren befindet sich das Crescentiakloster (Franziskanerinnen).

Politik

Stadtrat

Der Stadtrat hat 40 Mitglieder. Bei der Kommunalwahl vom 2. März 2008 ergab sich folgende Sitzverteilung:

Rathaus
Partei/Gruppierung Sitze[2]
Christlich-Soziale Union (CSU) 19
Freie Wählergemeinschaft 5
Kaufbeurer Initiative e.V. 5
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) 4
Bündnis 90/Die Grünen 3
Wähler-Initiative 1
Freie Demokratische Partei (FDP) 3

Städtepartnerschaften und Patenschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Die mittelalterliche Stadtmauer zwischen Fünfknopfturm und Blasiuskirche
Fünfknopfturm

In Kaufbeuren gibt es viele, vor allem ältere Sehenswürdigkeiten. Dazu zählt unter anderem das Rathaus, das nach Plänen von Georg von Hauberrisser, 1879 bis 1881 erbaut wurde. So wie das Kloster Kaufbeuren (1150 gegründet), das vor allem durch Crescentia (Anna vom Hof) Berühmtheit erlangte. Viele der sehenswerten Teile wie:

  • Fünfknopfturm (Wahrzeichen der Stadt)
  • Hexenturm
  • Gerberturm
  • Pulverturm
  • Münzturm
  • Sywollenturm
  • und Zollhäuschen

stammen aus der ehemaligen historischen Stadtmauer und können bei Stadtführungen auch begangen werden. Zusätzlich dazu gibt er mit dem Stadttheater Kaufbeuren und dem kunsthaus kaufbeuren weitere kulturelle Akzente zu besichtigen.

Kirchen

  • St.-Dominikus-Kirche ist die älteste Kirche der Stadt Kaufbeuren. Erbaut 1182, wurde sie gotisch umgebaut und im Barock weiter umgestaltet.[3]
  • römisch-katholische St.-Blasius-Kirche
  • Die römisch-katholische Stadtpfarrkirche St. Martin geht auf einen romanischen Vorgängerbau des 13. Jahrhunderts zurück. Der Umbau im gotischen Stil erfolgte 1438 bis 1443.[4]
  • Die evangelische Dreifaltigkeitskirche geht auf das von Kaiser Maximilian im Jahr 1504 erworbene Stadtquartier zurück. Es wurde im Jahr 1604 zur Kirche umgebaut.[5]

Museen

Neptunbrunnen

Neptunbrunnen im Sommer während des Tänzelfestes

Auf der Mitte des gesellschaftlichen Mittelpunktes von Kaufbeuren, der Kaiser-Max-Straße, ist der im Jahre 1753 errichteten Neptunbrunnen gelegen. Besonders zu Zeiten des Tänzelfestes verwandelt sich die Kaiser-Max-Straße in eine Prachtallee, die schon beinahe an einen mittelalterlichen Turnierplatz erinnert.

Größter echter Adventskranz der Welt

Größter echter Adventskranz der Welt in Kaufbeuren

Acht Meter Durchmesser hat der Adventskranz in Kaufbeuren. Der nach den Angaben von Kaufbeuren Marketing größte echte Adventskranz der Welt, der aus echten Tannenzweigen besteht, wird vom ersten Advent bis zum Dreikönigstag am Neptunbrunnen der Stadt Kaufbeueren aufgebaut. Die Wachskerzen des Kranzes haben eine Höhe von etwa 150 Zentimeter und ein Gewicht von etwa 150 Kilogramm. Mit Stoffbändern scheint der Kranz an der Gabel des Neptuns zu hängen. Am ersten Advent wird die erste Kerze mit Segnung des evangelischen und des katholischen Stadtpfarrers entzündet. Jeden Abend sorgt die evangelische Gemeinde für ein sogenanntes „Betthupferl“ am Adventskranz. Es werden Lieder gesungen, Geschichten gelesen und Süßigkeiten verteilt.

Sport

Kaufbeuren ist bekannt für seine Eishockeymannschaft, den ESV Kaufbeuren, der 1994 Gründungsmitglied der Deutschen Eishockey-Liga war und schon in den Vorjahren häufig erstklassig spielte.

Aus der Fußballmannschaft der SpVgg Kaufbeuren gingen folgende bekannte Spieler hervor: Franz „Bulle“ Roth, Karl Borutta, Peter Kupferschmidt. 2009 feiert die SpVgg Kaufbeuren ihr 100-jähriges Bestehen. Als Schützenverein gibt es unter anderen die FSG Kaufbeuren und die Altschützen Kaufbeuren.

Freizeit

Wirtschaft und Infrastruktur

Aus dem mittelalterlichen Textilhandwerk und -handel entwickelte sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts die von Christoph Friedrich Heinzelmann (1786–1847) und anderen Mitgliedern eingesessener Kaufmannsfamilien im Jahr 1839 gegründete und 2005 insolvente mechanische Baumwollspinnerei und -weberei Momm. Daneben bildet das traditionelle Braugewerbe in Kaufbeuren einen regionalen Wirtschaftsfaktor. Von den zeitweilig 16 in Kaufbeuren ansässigen Brauereien existiert heute allerdings nur noch die Aktienbrauerei. Bis zum Ende des Kalten Krieges besaß auch der zwischen 1933 und 1935 eingerichtete Fliegerhorst im Stadtteil Oberbeuren eine wirtschaftliche Bedeutung. Seit den 1980er Jahren dient er als Schulungszentrum der Luftwaffe. Aus der ehemaligen Schreibmaschinenfertigung der Firma Alpina, die von Olympia aufgekauft wurde, entwickelte sich in den 1970er und 1980er Jahren eine mittelständische Elektronikindustrie in der Automations-, Mess- und Regeltechnik. Weitere große Arbeitgeber gehören zum öffentlichen Dienst oder zum Baugewerbe.

Im Stadtteil Neugablonz existierte von 1939 an eine Fabrik der Dynamit AG und dann ab 1945 Glas-, Metall- und Schmuckindustrie.

Verkehrsanbindung

Straßenverkehr

Kaufbeuren ist an zwei Bundesstraßen angeschlossen: die B 12 führt mit direktem Anschluss an Kaufbeuren vorbei und die B 16 führt durch Kaufbeuren. Die nächstliegende Autobahn A 96 ist ca. 15 km nördlich von Kaufbeuren entfernt; die Zuführung erfolgt über die ausgebaute B 12. Die A 7 (Flensburg–Füssen) mit Anbindung Reutte in Tirol ist von Kaufbeuren aus südlich in etwa 30 Autominuten über die B 16 und ab Marktoberdorf über die St2008 bis AS Nesselwang erreichbar.

Schienenverkehr

Kaufbeuren liegt an der Allgäubahn (KBS 970), die zwischen München und Lindau verkehrt. Diese Strecke ist nicht elektrifiziert. Im Fernverkehr der Deutschen Bahn halten täglich zwei InterCity-Züge in Kaufbeuren. Als Ersatz für den gestrichenen InterRegio der DB hält nun der Arriva-Länderbahn-Express, kurz „Alex“, in Kaufbeuren, der zwischen München und Oberstdorf bzw. Lindau verkehrt.

Aufgrund der Lage im erweiterten Einzugsbereich von München und Augsburg gibt es zahlreiche Pendler.

Bis 1972 zweigte in Kaufbeuren die Nebenbahn Kaufbeuren–Schongau nach Schongau von der Allgäubahn ab. Diese Bahnstrecke wurde mittlerweile zurückgebaut und auf weiten Teilen durch einen Radweg ersetzt.

Luftverkehr

Südlich von Kaufbeuren gibt es einen ehemaligen Militärflugplatz. Dieser befindet sich zwar noch im Besitz der Bundeswehr, wird aber von einem örtlichen Luftsportverein genutzt.[7]

Schulen

Grund- und Hauptschulen

  • Adalbert-Stifter-Volksschule (Grundschule)
  • Beethoven-Volksschule (Grund- und Teilhauptschule)
  • Gustav-Leutelt-Volksschule (Grund- und Hauptschule)
  • Jörg-Lederer-Volksschule (Teilhauptschule II)
  • Volksschule Hirschzell (Grundschule)
  • Volksschule Oberbeuren (Grund- und Teilhauptschule I)
  • Konradin-Volksschule (Grundschule)
  • Schrader-Volksschule (Grund- und Teilhauptschule I)

Förderschulen

  • Josef-Landes-Schule (Sonderpädagogisches Förderzentrum)
  • Ludwig-Reinhard-Schule (Staatl. Schule zur individuellen Lebensbewältigung)

Weiterführende Schulen

  • Sophie-La-Roche-Realschule (ehemals Staatliche Realschule)
  • Marien-Realschule für Mädchen
  • Jakob-Brucker-Gymnasium
  • Marien-Gymnasium für Mädchen
  • Staatl. Fachoberschule (FOS)
  • Staatl. Berufsoberschule (BOS)
  • Private Wirtschaftsschule Frenzel e.V.

Berufs- und Berufsfachschulen

  • Staatl. Berufsschule (Fachbereiche Wirtschaft u. Verwaltung, Elektro-, Holz-, Metall- und Farbtechnik)
  • Staatl. Berufsfachschule für Hauswirtschaft
  • Staatl. Berufsfachschule für Kinderpflege
  • Staatl. Berufsfachschule für Glas und Schmuck
  • Berufsfachschule für Krankenpflege
  • Berufsfachschule für Krankenpflege des Bezirks Schwaben am Bezirkskrankenhaus
  • Fachschule für Altenpflege
  • Staatl. Technikerschule für Agrarwirtschaft

Sonstige Schulen

  • Volkshochschule
  • Städt. Sing- und Musikschule

Behörden

  • Agentur für Arbeit Kaufbeuren
  • Finanzamt Kaufbeuren
  • Landwirtschaftsamt Kaufbeuren
  • Polizeiinspektion und Kriminalpolizeistation Kaufbeuren
  • Technische Schule der Luftwaffe 1
  • Technisches Hilfswerk
  • Staatliches Hochbauamt Kempten
  • Amtsgericht Kaufbeuren

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Künstler

  • Hans Magnus Enzensberger (* 11. November 1929 in Kaufbeuren) ist ein deutscher Dichter, Schriftsteller, Übersetzer und Redakteur.
  • Ludwig Ganghofer (* 7. Juli 1855 in Kaufbeuren, † 24. Juli 1920 in Tegernsee) war ein deutscher Schriftsteller, der durch seine Heimatromane bekannt geworden ist.
  • Loy Hering (* 1484/85 in Kaufbeuren; † 1. Juni 1564 in Eichstätt) war ein Bildhauer der Renaissance.
  • Daniel Hopfer der Ältere (* um 1470 in Kaufbeuren; † 1536 in Augsburg) war Waffenätzer, Radierer und Holzschneider. Seine kunstgeschichtliche Bedeutung erlangte er als Erfinder der Ätzradierung.
  • Rudolf Michael Kuppelmayr (* 1843 in Kaufbeuren; † 1918 in München) war ein deutscher Maler.
  • Marie Sophie von La Roche, geb. Gutermann von Gutershofen (* 6. Dezember 1730 in Kaufbeuren, † 18. Februar 1807 in Offenbach) war eine Schriftstellerin.
  • Jörg Lederer (* um 1470 in Füssen oder Kaufbeuren – † um 1550 in Kaufbeuren), Bildschnitzer.
  • Christian Jacob Wagenseil (* 23. November 1756 in Kaufbeuren; † 8. Januar 1839 in Kaufbeuren) wurde nach seinem Jura-Studium zu einem zur damaligen Zeit relativ bekannten Schriftsteller, Aufklärer und Publizist.

Kirchenpersonen

  • Maria Crescentia Höss (* 20. Oktober 1682 in Kaufbeuren, † 5. April 1744 Kaufbeuren), Mystikerin, Theologin und Oberin im Franziskanerinnen-Kloster Kaufbeuren. 1900 selig-, 2001 heiliggesprochen.
  • Viktorin Strigel (* 1524 in Kaufbeuren; † 26. Juni 1569 in Heidelberg) war ein lutherischer Theologe und Reformator.
  • Bonaventura Brem (* 1755 in Kaufbeuren; † 4. August 1818 in Weißenau), der letzte Reichsprälat und Abt des Klosters Weißenau bei Ravensburg

Politiker

  • Christoph Friedrich Heinzelmann (1786–1847), liberaler Politiker im Bayerischen Landtag.
  • Richard Fischer (* 3. April 1855 in Kaufbeuren, † 21. September 1926 in Berlin), Sozialdemokratischer Reichstagsabgeordneter und Geschäftsführer der „Vorwärts“-Buchhandlung und Verlagsanstalt Paul Singer Co..
  • Walter Riester (* 27. September 1943 in Kaufbeuren), ehemaliger deutscher Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung (in seiner Amtszeit wurde die sog. „Riester-Rente“ geschaffen).

Sportler

Unternehmer

  • Johann Nepomuk Glöggler (* 9. April 1910 in Kaufbeuren; † 26. Juli 2004), Bauunternehmer, Baustoffgroßhändler, baute die zeitweise größte deutsche Textilindustrie-Unternehmensgruppe auf und war Großaktionär des Baukonzerns Philipp Holzmann AG.
  • Hans Liebherr (* 1. April 1915 in Kaufbeuren; † 7. Oktober 1993 in Bulle FR/Schweiz) war Maurermeister, Erfinder des mobilen Turmdrehkrans und Gründer der internationalen Firmengruppe Liebherr.

Wissenschaftler

  • Wolfgang Gessenharter (* 1942 in Kaufbeuren), Politikwissenschaftler, Soziologe und Theologe.
  • Wilhelm Walcher (* 1910 in Kaufbeuren; † 9. November 2005 in Marburg an der Lahn), Physiker.

Sonstige

  • Kunz von der Rosen (* um 1470, † 1519), der lustige Rat Kaiser Maximilians
  • Rudolf Rößler (* 22. November 1897 in Kaufbeuren; † 11. Dezember 1958 in der Schweiz), Spion
  • Hubert Weiger (* 21. April 1947 in Kaufbeuren), Naturschützer, seit 2002 Vorsitzender des Bund Naturschutz in Bayern e.V. und seit 2007 auch Vorsitzender des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.

Sonstige mit Kaufbeuren in Verbindung stehende Persönlichkeiten

  • Jakob Brucker (* 22. Januar 1696 in Augsburg), Philosophiehistoriker, Namensgeber des Jakob-Brucker-Gymnasiums, seit 1724 in Kaufbeuren Pfarrer und Rektor der Lateinschule.
  • Michael von Cranach (* 1941 in Berlin), Psychiater
  • Maria Anna Thekla Mozart (* 25. Januar 1758 in Augsburg, † 25. Januar 1841 in Bayreuth), Mozarts Cousine, lebte von 1812 bis 1814 zusammen mit Tochter und Schwiegersohn, Postmeister Franz Joseph Streitel, im Haus Salzmarkt 10.
  • Georg Volkhardt, ab dem 30. Juni 1945 1. Bürgermeister von Kaufbeuren. [8]
  • Hermann Moser (* 24. August 1935 in Thalkirchdorf, Kunstmaler, Erfinder der Collatypie, Ausgezeichnet mit dem Kunstpreis der Oberallgäuer Kunstausstellung (1985) und dem Kulturpreis der Stadt Kaufbeuren (1989)
  • Durch den ESVK startete der Eishockeyspieler Peter Ustorf (* Hamburg) seine Karriere; aber auch andere Sportler wie die Rallyefahrerin Andrea Mayer (z. B. Rallye Dakar) und der ehemalige Bundesliga-Fußballschiedrichter Hermann Albrecht fingen in Kaufbeuren an.

Regelmäßige Veranstaltungen

Das Tänzelfest findet alljährlich im Juli vor den Sommerferien statt. Es gilt als ältestes Kinderfest in Bayern. Es finden Umzüge und Veranstaltungen in traditionellen historischen, mittelalterlichen und frühneuzeitlichen, Kostümen statt, die an die (historisch gesicherten) Besuche von Kaiser Maximilian I. im 15. Jahrhundert erinnern sollen.

  • Aufbruch-Umbruch – Kaufbeurer Faschingsveranstaltung

Veröffentlichungen

Literatur

  • Die Stadt Kaufbeuren Band I: Geschichte und Gegenwart, herausgegeben von Jürgen Kraus und Stefan Fischer, erschienen im Bauer-Verlag Thalhofen, ISBN 978-3-930888-60-3
  • Die Stadt Kaufbeuren Band II: Kunstgeschichte, Bürgerkultur und religiöses Leben, herausgegeben von Jürgen Kraus und Stefan Dieter, erschienen im Bauer-Verlag Thalhofen, ISBN 978-3-930888-79-5
  • Die Stadt Kaufbeuren Band III: Wirtschaftsentwicklung, Sozialgeschichte und Bevölkerungsstruktur, herausgegeben von Jürgen Kraus, Stefan Dieter und Jörg Westerburg, erschienen im Bauer-Verlag Thalhofen, ISBN 978-3-930888-99-3

Fernsehen

  • Bilderbuch Deutschland - Kaufbeuren, Bayerischer Rundfunk, Erstausstrahlung: 6. April 2008

Quellen

  1. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 152f.
  2. Wahl zum Stadtrat in 762 Kaufbeuren
  3. [1]
  4. [2]
  5. [3]
  6. Stadt Kaufbeuern Kurzbeschreibung der Erlebnisausstellung der Gablonzer Industrie, Abgerufen am 16. März 2009.
  7. Flugplatz Kaufbeuren
  8. Chronik Neugablonz

Weblinks


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