Bahnhof München Süd
München Süd
Bahnhof München Süd (Bayern)
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Daten
Abkürzung MS
Eröffnung 1. Mai 1871
Stilllegung Personenbahnhof: 1. Juni 1985
Lage
Ort München
Land Bayern
Staat Deutschland
Koordinaten 48° 7′ 20″ N, 11° 33′ 9″ O48.12222222222211.5525Koordinaten: 48° 7′ 20″ N, 11° 33′ 9″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Bayern

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Der Bahnhof München Süd (auch Südbahnhof) ist ein Güterbahnhof und ehemaliger Nahverkehrsbahnhof in München. Er liegt am Südring, der den Hauptbahnhof mit dem Ostbahnhof verbindet, im Norden des Stadtteils Sendling im Schlachthofviertel. Vom Personenbahnhof existieren heute keine Gebäude mehr.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Mit der zum 1. Mai 1871 eröffneten Bahnstrecke München–Mühldorf–Simbach entstand auf dem von Beginn an zweigleisigen Abschnitt vom Münchner Hauptbahnhof zum Ostbahnhof eine zunächst als Thalkirchen bezeichnete Zwischenstation, die seit 1876 den Namen München Süd trägt. Frühe Planungen, hier nur Güter abzufertigen[1], wurden zugunsten eines vollwertigen, mit einem repräsentativen Empfangsgebäude ausgestatteten Bahnhofs verworfen. Zur Umgehung des als Kopfbahnhof ausgeführten Hauptbahnhofs zweigte hier eine eingleisige Verbindung nach Pasing ab, aus der 1893 die heutige zweigleisige Strecke München Süd–München-Laim hervorging.

Die Münchner Lokalbahn Aktien-Gesellschaft (LAG) erbaute ab 1891 die Isartalbahn München–Bichl, deren nördlicher Endpunkt ab 1892 der so genannte Isartalbahnhof südöstlich des Bahnhofs München Süd war. Die zunächst vorgesehene Ansiedlung auf Höhe der Dreimühlenstraße, die eine Querung von Staatsbahn und LAG am östlichen Ende des Südbahnhofs vorsah, wurde durch die Stadt München abgelehnt[2]. Für den Güterverkehr entstand eine Verbindungskurve zwischen den beiden Stationen, die nach der schrittweise zwischen 1964 und 1989 erfolgten Einstellung des Streckenabschnitts Isartalbahnhof–Großhesselohe als Anschlussgleis des Gasheizkraftwerks Süd erhalten blieb.

Güterverkehr

Vor der Eröffnung des Rangierbahnhofs München-Laim (1892/93) übernahm der Bahnhof München Süd wesentliche Zugbildungsaufgaben für den Ferngüterverkehr der Strecken nach Simbach und Bahnstrecke Rosenheim–Salzburg. Der lokale Güterumschlag nahm lange Zeit eine wichtige Rolle in der Nahrungsmittelversorgung der Stadt München ein, da 1878 der städtische Viehhof und 1912 die Großmarkthalle in der Nachbarschaft des Südbahnhofs eröffnet wurden. Ersterer wird seit Ende der 1980er-Jahre nicht mehr auf der Schiene beliefert, während die Großmarkthalle im Wesentlichen nur mehr Bananen per Bahn bezieht. Des Weiteren erhält das Heizkraftwerk der Stadtwerke selten noch Öl in Kesselwagen. Da der Bahnhof selber noch viele Gleise besitzt, wird er gerne zum Abstellen von Bauzügen genutzt

Personenverkehr

Mit der Eröffnung des U-Bahnhofes Poccistraße am 28. Mai 1978 wurde der Personenverkehr stark eingeschränkt. Die Personenbeförderung ging auf die U-Bahn über, die in der Nähe den von den Linien U3 und U6 angefahrenen Haltepunkt Poccistraße bedient. Seit 1. Juni 1985 halten am Südbahnhof keine Personenzüge mehr.

Das ehemalige historische Bahnhofsgebäude aus dem Jahr 1870 wurde im Juli 2005 abgerissen. Nur die Bahnsteige sind teilweise noch vorhanden.

Vorschläge zur Führung einer zweiten S-Bahn-Stammstrecke über den Münchner Südring sahen unweit des alten Südbahnhofes einen Neubau mit Verknüpfung zur U-Bahn-Station Poccistraße vor. Diese Planungen im Jahr 2001 wurden zugunsten eines zweiten Stammstreckentunnels abgelehnt, aber 2009 wieder aufgegriffen.

Einzelnachweise

  1. Reinhard Wanka, Wolfgang Wiesner: Hauptbahn München–Simbach und ihre Zweigbahnen. Bufe-Fachbuch-Verlag, Egglham 1996, ISBN 3-922138-59-4, S. 29.
  2. Stephan Kuchinke: Die Localbahn Actiengesellschaft. transpress-Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-613-71125-7, S. 65,

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