Bahnhof Waren (Müritz)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Waren (Müritz)
Waren (Müritz)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Waren (Müritz) hervorgehoben
53.51666666666712.68333333333370Koordinaten: 53° 31′ N, 12° 41′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Müritz
Höhe: 70 m ü. NN
Fläche: 158,39 km²
Einwohner: 21.291 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 134 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17192
Vorwahl: 03991
Kfz-Kennzeichen: MÜR
Gemeindeschlüssel: 13 0 56 072
Adresse der Stadtverwaltung: Zum Amtsbrink 1
17192 Waren (Müritz)
Webpräsenz:
Bürgermeister: Günter Rhein (SPD)
Lage der Kreisstadt Waren (Müritz) im Landkreis Müritz
Karte
Waren Müritz bei Nacht
Stadthafen.
Eingang zum Warener Rathaus, oben das Wappen der Stadt.
Blick durch die Schulstraße zur Georgenkirche

Der Luftkurort Waren (Müritz) ist Kreisstadt des Landkreises Müritz in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland) und Sitz des Amtes Seenlandschaft Waren, dem 19 Gemeinden angehören. Die Stadt selbst ist amtsfrei. Waren (Müritz) ist eines der 18 Mittelzentren des Landes. Sie ist der Fläche nach, hinter Rostock, die zweitgrößte Stadt in Mecklenburg-Vorpommern.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Waren liegt an der Müritz, dem größten vollständig in Deutschland liegenden Binnensee mit einer Fläche von 117 km², am Kölpinsee, am Tiefwarensee, am Feisnecksee, am Melzer See und am Waupacksee. Mitten in der Stadt liegt der Herrensee.

Stadtgliederung

Zum Stadtgebiet gehören die Stadt Waren (Müritz) sowie die Ortsteile Warenshof, Alt Falkenhagen, Neu Falkenhagen, Jägerhof, Rügeband, Schwenzin, Eldenholz und Eldenburg.

Die Stadt selbst kann man in folgende Viertel gliedern:

  • Papenberg
  • Altstadt
  • Waren-Ost
  • Waren-Nord
  • Waren-West
  • Nesselberg
  • Ecktannen
  • Kamerun
  • Werdersiedlung

Geschichte

Erste Erwähnung, Name

Waren wird (neben Gnoien, Bützow und einigen weiteren, nicht sicher zuzuordnenden Siedlungsplätzen) bereits um das Jahr 150 n. Chr. vom alexandrinischen Geografen Claudius Ptolemäus erwähnt (als „Virunum“) und ist deshalb einer der ersten urkundlich erwähnten Orte auf dem Gebiet Mecklenburg-Vorpommerns.

Der Name der Stadt geht möglicherweise auf den germanischen Stamm der Warnen (Variner) zurück. Der Name wurde früher auch Wahren, Warne oder lateinisch Warnae geschrieben. 1914 erhielt der Ort den Namen „Waren (Müritz)“ (Müritz stammt von dem wendischen Wort Morcze = Meer).

Mittelalter

Die mittelalterliche Stadt wurde um 1260 an der Handelsstraße vom Land Stargard nach Wismar bei einer Burg und einem slawischen Dorf von Siedlern aus Westfalen gegründet. Die ursprüngliche Stadt lag im Bereich um die Georgenkirche, am Alten Markt (Altstadt). Die Georgenkirche wurde 1273 erstmals erwähnt. Am Alten Markt (heute: Alter Markt 14) befand sich das erste Rathaus. Wenig später entstand die Neustadt (Marienkirche), die um 1325 mit der Altstadt vereint wurde. Mittelpunkt war jetzt der Neue Markt, der Altstadt und Neustadt verbindet. Um die Stadt verlief eine Stadtmauer.

Seit 1292 wurde Waren als civitas (Stadtrecht) bezeichnet und ab 1331 als oppidum (kleinere Stadt). 1306 bekam die Stadt das Fischereirecht auf der Müritz.

Von 1347 bis 1425 war Waren die Residenz einer Nebenlinie des Hauses Werle. Die Werlesche Burg soll südlich der Marienkirche gestanden haben (Burgstraße).

Neuzeit

Durch die großen Stadtbrände von 1568, 1637, 1671, 1673 und 1699 und durch den Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt vielfach verwüstet.

Das erste Rathaus stand am Alten Markt und danach mitten auf dem Neuen Markt. Das jetzige Rathaus am Neuen Markt wurde 1791 bis 1797 gebaut und 1857 ausgebaut.

19. Jahrhundert

1806 fanden in der Stadt und in ihrer Umgebung Kämpfe zwischen Blücher und den Franzosen statt.

Die Kanalisierungen der Elde (1798–1803 und 1831–1837) und der Bau des Bolter Kanals (1831–1837) bewirkten einen wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt. 1839 entstand eine Gewerbeschule. 1845 wurde die erste Badeanstalt an der Müritz eröffnet. 1869 wurde das Gymnasium, zunächst als Progymnasium, gegründet (heute Richard-Wossidlo-Gymnasium). 1848/49 wurde die Chaussee Malchow–Waren–Neubrandenburg gebaut und mit dem Anschluss an die Bahnstrecke Waren–Malchin ab 1879 entwickelte sich Waren zu einem Verkehrsknotenpunkt. 1885 wurde die Mecklenburgische Südbahn von Parchim über Waren nach Neubrandenburg, 1886 die Lloydbahn von Neustrelitz über Waren nach Rostock eröffnet.

20er Jahre des 20. Jahrhunderts

Am 3. Dezember 1920 wurde Waren Amtsstadt (Kreisstadt des Landkreises Waren). Seit 1920 wurde Kurtaxe erhoben. Am 11. November 1925 wurde das Amt Röbel dem Amt Waren zugeschlagen. 1925 erhielt Waren elektrisches Licht. Im gleichen Jahr hatte der Warener Hafen seinen wirtschaftlichen Höhepunkt. 188 ankommende und 208 auslaufende Schiffe schlugen insgesamt 22.330 t Güter um.

1927 waren in der Stadt folgende größere Betriebe tätig: - Warener Molkerei „Naschkatze“, - Maschinenfabrik Pichatzek, - Dampfsägerei Steinborn, - Mühle Thiele und Buggisch, - Milchexport G.m.b.H. Natura, - Kartoffelflockenfabrik, - Eisengießerei Pichatzek, - Dampfsägerei Strubelt, - Gasanstalt, - Fischverwertung.

Es gab 14 Baugeschäfte, eine Dachpappenfabrik, fünf Mühlen, zwei Zementsteinfabriken und die Großfischerei Rosengarten.

Am 15. September 1929 wurde die katholische Kirche geweiht.

Zeit des Nationalsozialismus

Bei den Amtsvertreterwahlen am 1. November 1931 wurde die NSDAP stärkste Partei. Sie stellte ab 1. April 1932 den Amtshauptmann (Landrat) und ab Dezember 1932 den Bürgermeister. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden die in Waren ansässigen jüdischen Bürger verfolgt und vertrieben. Ihre alte Synagoge wurde schon 1936 an Privat verkauft, so dass sie von den Nazis nicht zerstört wurde. Es wurde aber der Jüdische Friedhof beim Novemberpogrom 1938 geschändet und zerstört. Seit 1961 erinnert dort eine Gedenkstätte an ihn. Ab 1936 errichteten die Dürener Metallwerke (Zulieferer für die militärische Flugzeugindustrie) ein Werk in Waren, die Mecklenburgische Metallwarenfabrik m.b.H. Waren (Memefa), die zum Quandt-Konzern gehörte. Dort mussten mehrere Tausend Kriegsgefangene sowie Frauen und Männer aus den von Deutschland besetzten Ländern unter z.T. menschenunwürdigen Bedingungen Zwangsarbeit verrichten. Zur Schaffung von Werkswohnungen für die deutschen Beschäftigten entstand von 1936 bis 1941 die Westsiedlung. In der Folge wuchs die Einwohnerzahl um über 4000. In Warenshof entstand das „Marinelager“ als Barackensiedlung (Ausbildung für den Nachrichtendienst der Marine).

Während des Zweiten Weltkriegs wurde im Kurhaus „Müritzhöhe“ ein Marinelazarett eingerichtet. In den letzten Kriegsmonaten wurden zusätzlich die Volksschule an der Denkmalstraße, das Gymnasium und das Hotel „Warener Hof“ zu Notlazaretten. Am 1. Mai 1945 besetzte die Rote Armee kampflos die Stadt.

Nach 1945

Im Oktober setzte der sowjetische Militärkommandant per Befehl Friedrich Dethloff (KPD) als Bürgermeister ein. Die sowjetische NKWD-Dienststelle in der Kietzstraße 10, dem „Haus des Schreckens“, war für harte Verhöre und Folter bekannt. Ende des Jahres waren über 6000 Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten in der Stadt. Bis zum Frühjahr 1946 gab es eine Typhusepidemie, der viele Menschen zum Opfer fielen. Die Einrichtungen der „Memefa“ und der Dampfmühle Thiele und Buggisch wurden als Reparationsleistungen demontiert und in die Sowjetunion gebracht. Ebenfalls wurden die Bahnlinie Rostock-Neustrelitz sowie die Teilstrecken Malchow-Karow und Möllenhagen-Neubrandenburg stillgelegt und die Gleise abtransportiert.

Nach der politischen Wende wurde ab 1991 der historische Stadtkern zwischen der Müritz und dem Tiefwarensee im Rahmen der Städtebauförderung gründlich saniert; das Stadtbild mit Rathaus, Markt, den Speichern und den zwei Kirchen hat sich stark verbessert. Seit 1. Mai 1999 trägt Waren den Titel „Staatlich anerkannter Luftkurort“, Ziel ist aber die Anerkennung als Sole-Heilbad.

Einwohnerentwicklung

(jeweils am 31. Dezember)

Jahr Einwohner
1810 3.022
1850 5.258
1900 8.848
1910 9.182
1919 9.203
1925 10.363
1933 11.622
1937 14.236
Jahr Einwohner
1939 15.538
1945* 19.218
1950 20.594
1970 21.332
1977 23.057
1983 24.101
1987 24.300
2004 21.637
2006 21.236

* 1. Dezember

Politik

Die Stadtvertretung Warens (gewählt 2004) setzt sich wie folgt zusammen:

Partei Sitze
CDU 10
SPD 6
Die Linke 6
FDP 3
MUG 3
GRÜNE 1

Städtepartnerschaften

Die Stadt Waren (Müritz) pflegt zum Erfahrungsaustausch Städtepartnerschaften. Es werden gemeinsame Projekte entwickelt, Gäste aus einigen Partnerstädten beteiligen sich an der Gestaltung des Müritzfestes mit Informationsständen und kulturellen Beiträgen. Im Gegenzug ist Waren bei ähnlichen Veranstaltungen der Partner präsent. 2005 wurde in der Stadtvertretung eine Arbeitsgruppe Städtepartnerschaften gegründet, die Gästebetreuung vor Ort organisiert und für Konzeptarbeit, Projektplanung und Haushaltsplanung zuständig ist.

Städtepartnerschaften bestehen zu den deutschen Städten Springe in Niedersachsen und Schleswig in Schleswig-Holstein. Internationale Partnerstädte sind Rokkasho in Japan, Magione in Italien, Suwałki in Polen und Gorna Orjachowiza in Bulgarien.

Wappen

Das Wappen wurde am 10. April 1858 von Friedrich Franz II., Großherzog von Mecklenburg-Schwerin festgelegt und unter der Nr. 44 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „In Gold die Front einer gezinnten roten Rundmauer mit offenem Tor und zwei großen, spitzbedachten Zinnentürmen auf grünem Anger, bespült von blauen Wellen; zwischen den Türmen auf der Mauer die vordere Hälfte eines herschauenden, nach rechts schreitenden schwarzen Stiers mit silbernen Hörnern und goldener Krone; über dem Haupt des Stieres ein schwebender blauer Topfhelm mit zwei an gekreuzten grünen Stangen befestigten Pfauenfederrosetten in natürlichen Farben.“

Das Wappen wurde 1993 von dem Barsbütteler Hans-Frieder Kühne neu gezeichnet.

Flagge

Die Flagge der Stadt Waren (Müritz) ist gleichmäßig längsgestreift in Blau, Gold (Gelb) und Rot. Auf dem goldenen (gelben) Streifen liegt in der Mitte, zu jeweils zwei Dritteln in den blauen und roten Streifen übergehend, das Stadtwappen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Blick über den Tiefwarensee.
Müritzeum, direkt am Herrensee in Waren (Müritz)
Marienkirche.

Um Waren herum befinden sich Naturparks wie die Nossentiner-Schwinzer Heide oder der Müritz-Nationalpark. Auf dem Damerower Werder, der zur Gemeinde Jabel gehört, befindet sich auch ein Schaugehege für Wisente.

Bei Waren gibt es vier Strandbäder und ein gut ausgebautes Netz an Wegen.

Im historischen Stadtkern von Waren (Müritz) befinden sich viele Restaurants, Cafés und Bars und mehrere Einkaufsstraßen.

Müritzeum

Das Müritzeum zeigt das größte Süßwasseraquarium für heimische Fische in Deutschland und eine interaktive, multimediale Ausstellung zu den Schönheiten und Besonderheiten der Müritz Region und des Müritz-Nationalparks. Gleichzeitig fungiert das Müritzeum als „Welcome-Center“ für die Mecklenburgische Seenplatte. Über 40 Fischarten aus Mecklenburg-Vorpommern werden gezeigt.

Bauwerke

Kirche St. Georgen

Die Georgenkirche ist eine dreischiffige Basilika mit Kreuzrippengewölbe mit vierjochigem Langhaus vom Anfang des 14. Jahrhunderts. Der Bau besteht aus Backsteinen. Der quadratische Westturm ist von 1414. 1699 wütete ein Brand, die Herrichtung des Gebäudes fand aber erst Mitte des 19. Jahrhunderts statt. Altar, Kanzel und Doppelempore wurden im neugotischen Stil geschaffen. Der Altar stellt eine Kreuzigungsgruppe mit Maria, Maria Magdalena und Johannes dar. Sie wurde von einem Tiroler Bildhauer geschnitzt. Die Kirchgemeinde St. Georgen umfasst circa 2300 Mitglieder.

Kirche St. Marien

Die Kirche St. Marien ist ein rechteckiger, einschiffiger Backsteinbau im Osten der Altstadt. Um sie herum gründete sich die sogenannte Neustadt. Der Westturm mit seinem sehr auffälligen Turmaufbau wurde am Anfang des 14. Jahrhunderts errichtet, wobei der Aufbau selbst von 1790/1972 stammt. Der rechteckige Feldsteinchor geht auf die Überreste der dort errichteten Burgkapelle der nicht mehr existierenden Warener Burg („Große Burgstraße“) zurück. Datiert wird dies auf den Beginn des 13. Jahrhunderts. Die Fenster der Sakristei sind im romanischen Stil gehalten.

Weitere Gebäude

  • Altes Rathaus (Zweigeschossiger Backsteinbau mit Arkaden - ehemaligen Gerichtslaube - am Ostgiebel, 15. Jahrhundert) und Alter Markt
  • Alte Feuerwache (Eingeschossiger Backsteinbau 19. Jahrhundert) und Alter Markt
  • Neues Rathaus (Tudorgotik, Mitte 19. Jahrhundert) mit Einschussloch vom Kapp-Putsch 1920 und Neuer Markt
  • Löwenapotheke (zweigeschossiger Fachwerkbau, um 1800, mit dem „Haus des Gastes“), Neuer Markt 21
  • Stadthafen mit den alten Hafenspeichern
  • Kietzspeicher
  • Müritzeum
  • Haupthaus Richard-Wossidlo-Gymnasium
  • Schloss Weinberg
  • modernes Bürger- und Verwaltungszentrum

Geschichtsdenkmale

  • Gedenktafel aus dem Jahre 1994 am Sitz der Europäischen Akademie Mecklenburg-Vorpommern für Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene aus acht europäischen Ländern, die in der Rüstungsproduktion der Memefa Zwangsarbeit verrichten mussten
  • Gedenkstein von 1945 auf dem Friedhof an den Gräbern sowjetischer Soldaten und Zwangsarbeiter
  • Gedenkstätte aus den Jahren 1947 und 1950 Am Kietz für 224 weibliche KZ-Häftlinge, die Opfer der Zwangsarbeit wurden
  • Gedenktafel aus den 1960er Jahren am Haus Feldstraße 19 für den kommunistischen Widerstandskämpfer Hermann Gatzke, der wegen seines Widerstands zu hoher Zuchthausstrafe verurteilt wurde
  • Gedenktafel aus den 1960er Jahren in der Papenbergstraße 12 für den kommunistischen Stadtverordneten Paul Rachow, der 1945 im KZ Neuengamme ermordet wurde
  • Gedenkanlage mit Holzskulptur aus dem Jahre 1994 von dem Bildhauer Sven Domann an der Geschwister-Scholl-Straße/Ecke Dietrich-Bonhoeffer-Straße zur Erinnerung an den christlichen Widerstand der „Weißen Rose
  • Gedenkstätte mit Tafel am Papenberg an der Straße nach Neubrandenburg für den 1938 von den Nazis geschändeten Jüdischen Friedhof. An der Umfriedungsmauer eine Travertinstele des Bildhauers Walter Preik für die jüdischen Opfer des Faschismus
  • Gedenkstein am südlichen Ufer des Tiefwarensees zur Erinnerung an die Warener Synagoge

Müritz-Saga

Blick über Hafen und Marina auf die alten Anlagen

Im Jahr 2006 feierte der erste Teil der „Müritz-Saga“ mit dem Titel „Zeit der Hoffnung“, geschrieben von Roland Öhme, Premiere. Dieses Theaterspektakel auf der Freilichtbühne Warens soll nun jeden Sommer das Kulturleben Warens bereichern. Nach dem zweiten Teil „Unter dem Hexenhammer“ wird in diesem Jahr „Pakt mit dem Teufel“ aufgeführt.

Regelmäßige Veranstaltungen

Seit 2002 findet immer im Mai nicht nur für Binnensegler die Müritz-Sail statt. Vorbilder hierfür sind die Hanse-Sail in Rostock und die Kieler Woche.

Am letzten Juli Wochenende findet in Waren (Müritz) jedes Jahr der größte Triathlon in Mecklenburg-Vorpommern statt.

Seit 2001 gehört zu den sportlichen Höhepunkten von Waren (Müritz) der Müritz-Lauf. Jedes Jahr im August treffen sich die Läufer, um am 76,7 km - Ultramarathon um Deutschlands größten Binnensee teilzunehmen.

Das Müritz-Schwimmen findet seit über 30 Jahren über eine Strecke von 1950 m im nördlichen Teil der Müritz statt, an dem mehrere hundert Schwimmer jährlich teilnehmen.

Nachtleben

Das Warener Nachtleben ist für eine Stadt dieser Größe recht lebhaft. Im Stadthafen gibt es zahlreiche Kneipen und Bars, in denen vor allem im Sommer häufig Live-Musik in den Außenbereichen veranstaltet wird.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Die A 19 führt in 30 km Entfernung an der Stadt vorbei. Waren ist über die Bundesstraßen B 192 und B 108 an die Autobahn angebunden.

Waren (Müritz) liegt an der Eisenbahnstrecke Berlin–Rostock (Lloydbahn). Außerdem existiert eine Nebenbahnstrecke (Mecklenburgische Südbahn) über Parchim und Ludwigslust nach Hagenow mit Anschlussmöglichkeiten nach Schwerin und Hamburg. Seit dem 11. Juni 2007 ist in Waren ein ICE-Halt der Strecke Rostock - Berlin - München vorhanden.

Der Öffentliche Personennahverkehr der Stadt erfolgt durch das Unternehmen Personenverkehr GmbH Müritz, welches zwei Stadtbuslinien betreibt. Zudem ergänzt eine im Taktverkehr bediente Regionalbuslinie das Angebot. Das Umland und nahezu der gesamte Müritzkreis ist mit Regionalbussen erreichbar.

Ansässige Unternehmen

Neben einigen Firmen aus der Nahrungsmittel- und Metallbranche sind einige kleinere Handwerksfirmen ansässig. Zu den bedeutenden Arbeitgebern gehört die Mecklenburger Metallguss GmbH (MMG), die im Februar 2006 den weltweit größten jemals hergestellten Schiffspropeller auslieferte.

Öffentliche Einrichtungen

Staatliche Einrichtungen

In Waren (Müritz) befinden sich folgende Einrichtungen:

  • Stadtverwaltung
  • Landratsamt Landkreis Müritz
  • Amt Seenlandschaft Waren
  • Amtsgericht und Grundbuchamt Waren (Müritz)
  • Finanzamt Waren
  • Wasserschutzpolizeiinspektion
  • Wasser- und Schifffahrtsamt Lauenburg, Außenstelle Waren

Bildungseinrichtungen

Waren (Müritz) verfügt über ein modernes Campus-Gymnasium, das Richard-Wossidlo-Gymnasium, über eine Berufsschule mit Fachgymnasium sowie das Überregionale Ausbildungszentrum (Abk. ÜAZ). Weiterhin befinden sich die zwei Regionalschulen Friedrich-Dethloff-Schule und Regionalschule Waren-West sowie die Käthe-Kollwitz-Grundschule und die Grundschule am Papenberg in der Stadt. Außerdem existiert eine private evangelische Grundschule.

Freizeit- und Sportanlagen

Waren (Müritz) strebt den Titel Soleheilbad an. Die dazu nötige Sole wird schon gefördert und als Solesalz verkauft. Die Freizeitmöglichkeiten sind in Waren vielfältig. Die Müritz bietet zahlreiche Aktivitäten wie Schwimmen, Segeln, Windsurfen. Es gibt in Waren auch ein Drei-Säle-Kino, eine Bundeskegelbahn und eine Bowlingbahn.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

  • Ernst Hamann (1862-1952), mecklenburgischer Heimatdichter, verbrachte Jugend- und Schuljahre in Waren
  • Richard Wossidlo (1859–1939), Volkskundler, war von 1886 bis 1922 Lehrer am Gymnasium der Stadt und ist Ehrenbürger von Waren (Müritz)
  • Martha Fritsch (1860-1917), Theodor Fontanes einzige Tochter und Herausgeberin, verbrachte die letzten Jahre ihres Lebens in Waren (Müritz)
  • Klausjürgen Wussow (1929-2007), Schauspieler, besuchte ab 1946 das Gymnasium der Stadt

Weblinks


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